Google I/O 2016: Project ARA lebt wieder!

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project-ara-6-flashnewsNoch Ende März zeigte sich Project ARA – das modulare Android Smartphone – mit neuen indirekten Lebenszeichen. Denn die offizielle Internetseite bekam ein Redesign, was viele auf eine Präsentation des Smartphone auf der Google I/O 2016 hoffen ließ. Doch nun ist die Entwicklerkonferenz beendet und eine Vorstellung des ARA Smartphones gab es nicht, dennoch reichlich neue Informationen.

Project ARA bereitet Probleme

Allen Anschein nach zeigt sich das Project ARA als deutlich komplizierter, als von vielen Verantwortlichen im Vorfeld vermutet. Dennoch ehrt es das ATAP Team (Advanced Technology and Projects Group), dass man sich nicht von Rückschlägen, von denen es nun schon einige gab, hat zurück schrecken  lassen.

Modulare Konkurrenz war schneller

Inzwischen haben natürlich auch andere Unternehmen von der guten Idee eines modularen Smartphone Wind bekommen und ebenfalls eine eigene Umsetzung präsentiert. Da wäre natürlich allen voran das Fairphone 2 zu nennen, welches zwar nicht so schnell, aber dennoch fast jedes Element vom Besitzer gewechselt werden kann (zum Beitrag). Dicht gefolgt vom LG G5 (zum Test), dessen modulares Prinzip eher auf Zusatzmodule beruht und dem in Kürze zu erwartenden Moto X (Moto Z), welches ebenfalls durch an der Rückseite angebrachten magnetischen AMP-Modulen, einen Mehrwert anstelle eines Austausches gewähren soll (zum Beitrag).

ARA Neuigkeiten

Wie wir nun wissen gab es weder auf der Google I/O Keynote, noch auf den darauf folgenden Sessions eine Präsentation des Project ARA Smartphone. Dennoch gibt es trotzdem Neuigkeiten zu vermelden.
So wurde der Frame (Rahmen) komplett überarbeitet und gibt ab sofort nur noch 6 wechselbare Module zur Verfügung. Diese sind nun auch nicht mehr magnetisch, sondern rasten mit einem Stecksystem sicher ein.

Kein wechselbarer Akku

Eine große Enttäuschung ist mit Sicherheit das Display, CPU, GPU, Sensoren, Antennen und Akku nicht wechselbar sein werden. Grund scheinen hier unterschiedliche Treiber zu sein, die vom Anwender nicht so ohne weiteres umgeschrieben werden können. Das mag mit Sicherheit bei CPU/GPU und auch dem Display zutreffen, aber der Akku?

Schlussendlich kommt am Ende das selbe Prinzip zum tragen, welches auch die anderen Hersteller schon verfolgen, nämlich Module zur Verfügung zu stellen, die Zusatzfunktionen, wie ein Kamera-Modul, Lautsprecher, Mikrofon, Touchpad und einem E-Ink 2nd Screen zur Auswahl stellt.

Verfügbarkeit

Ab Herbst dieses Jahres sollen Entwickler mit einem Prototypen des ARA Smartphone bestückt werden, bis dann eine Consumer-Version erst Anfang 2017, noch zu einem unbekannten Preis im Handel erwartet wird. Wenn nicht sogar erst zur Google I/O 2017.

[Quelle: ATAP | via AreaMobile]

 

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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