Google Maps wird zur Klima-Karte für Luftverschmutzung

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Google Maps mit Karte zur Luftverschmutzung

Seit etlichen Jahren fahren immer mal wieder die Autos von Google durch die Straßen dieser Welt, um neues Bildmaterial für Google Maps Street View aufzunehmen. Das man bei der Gelegenheit auch noch ganz andere Daten sammeln kann, zeigt sich nun durch eine Kooperation mit einem Unternehmen für Sensoren zur Messung von Umwelteinflüssen.

Aclima heißt das Unternehmen, stellt, diverse Sensoren zur Messung bestimmter Umweltwerte her und hat etliche Sensoren für die Luftqualität in Fahrzeuge von Google eingebaut. Derzeit sind drei Autos für Google Maps Street View wieder in Denver unterwegs, um das Kartenmaterial auf den neusten Stand zu bringen. Durch die eingebauten Umweltsensoren nehmen die Fahrzeuge gleichzeitig noch Werte für Schadstoffe wie Kohlenstoffmonoxid, Methan, Ozon oder auch Ruß mit auf.

Neue Karten für Google Maps

Mit Hilfe dieser Sensoren will Google in Zukunft Umwelt-relevante Daten in Google Earth anzeigen, was die Nutzung in Google Maps natürlich mit einschließt. Eine Karte zur Luftqualität an bestimmten Orten ist dabei die erste Stufe. Den Nutzen einer solchen Karte könnte man sich in etwa so vorstellen:

Man plant eine Runde Jogging am Morgen, will aber dabei möglichst wenig Schadstoffe einatmen. Google Maps könnte dabei mit einem speziellen Layer für die Karte eine optimale Route heraussuchen, die von möglichst wenigen Schadstoffbelastungen in der Luft beeinträchtigt ist. Aber auch Behörden könnten auf die Daten zugreifen und besser planen, wo man Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität vornehmen muss.

Vorausgesetzt, das Projekt rund um Google Maps zeigt einen gewissen Erfolg in Denver des US-amerikanischen Bundesstaates Colorado. Innerhalb von insgesamt 750 Stunden haben die drei Fahrzeuge mit den Sensoren bei über 150 Millionen Messungen eine Menge an Daten zusammengetragen, welche ausgewertet und aufbereitet werden müssen.

Als nächstes sollen die speziellen Fahrzeuge für Google Maps Street View im Herbst auf den Straßen von San Francisco auf Messfahrten gehen. Ob und vor allem wann das Projekt auf weitere Städte und Länder auf der Welt ausgedehnt wird ist derzeit noch nicht klar. Da die Testreihe in Kooperation mit der NASA und der U.S. Environmental Protection Agency (EPA) durchgeführt wird, dürfte das noch eine sehr lange Zeit dauern.

Fraglich ist an dieser Stelle, wie die Daten in Google Maps zur Luftverschmutzung aktuell gehalten werden sollen. Immerhin können die Google-Autos nicht ständig durch die Gegend fahren, sodass die Verantwortlichen für das Projekt sich auch darum noch Gedanken machen müssen. Aber letzten Endes zeigt das Projekt erneut, dass Google Maps nicht ohne Grund weitaus mehr ist als nur ein simples Karten-Programm.
Da werden HERE Maps und auch Apple Maps noch einiges tun müssen, um an diesen Funktionsumfang zu gelangen.

[Quelle: Aclima]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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