[2/4] Google Nexus Event 2015: Chromecast & Chromecast Audio

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google_chromecast_2Unser zweiter Beitrag von insgesamt vier Google Nexus Event Berichterstattungen beschäftigt sich mit den beiden neuen Chromecast Streaming-Sticks. Obwohl als wirklichen Stick kann man sie aufgrund ihrer runden Bauform nun wirklich nicht mehr nennen. Während der „neue“ Chromecast nach wie vor aufgrund seines HDMI-Stecker für die Video-Übertragung zuständig ist, beschäftigt sich der Chromecast Audio – na? – richtig, mit der Audio-Übertragung. Beide Google Geräte sind ab sofort für 39 Euro auch für deutsche Kunden im Google Store zu kaufen.

Chromecast 2

Auch wenn Google selber seine Neuvorstellung nach wie vor nur Chromecast nennt, wollen wir ihn doch zur besseren Unterscheidung bis auf weiteres „Chromecast 2“ oder „den neuen Chromecast“ nennen. Und genau kann nun nicht nur deutlich mehr, sondern sieht auch nun völlig anders aus. Neben dem Aspekt das sein Kunststoffgehäuse nun rund wie ein Diskus (51,9 mm) ist, aus dem ein Flachband-Kabel heraus schaut welches in einem HDMI-Stecker endet, gibt es den neuen Chromecast auch in 3 poppigen Farben. Google nennt diese Zitrone (Gelb), Koralle (Rot) und Schwarz. Weiterhin erhalten geblieben ist dem Google Chromecast 2 ein MicroUSB-Port für die Stromversorgung, deren Verbindung aber nicht zwingend über das mitgelieferte Netzteil vollzogen werden muss, sondern auch bei einem freien USB 3.0-Port des Smart TV über diesen sich die 5 Volt mit 1 Ampere holen kann.

Für eine Verbindung zu eurem Netzwerk und Android Smartphone funkt der neue Chromecast nun über WLAN 802.11ac (2,4 GHz und 5 GHz) deutlich schneller als es sein Vorgänger noch getan hat. Leider hat es aber nicht, wie von vielen im Vorfeld vermutet, zu einer 4K Ultra HD-Auflösung wie bei der jüngst vorgestellten Fire TV Box von Amazon, gereicht. Wobei deren Stick ja auch „nur“ über die Full-HD-Auflösung verfügt.

Chromecast Audio

Während der Chromecast 2 primär zur Übertragung von Videosignalen inklusive dem Audiosignal, ist der Chromecast Audio ausschließlich zur Musik-Übertragung verdammt. Wobei der neue Chromecast prinzipiell auch dazu in der Lage wäre wenn man das digitale Audiosignal mittels eines Adapters aus dem HDMI-Stecker splitten würde, wäre dieser auch ein Chromecast Audio. Aber das führt jetzt an dieser Stelle zu weit.
Rein optisch nehmen sich die beiden Chromecast Devices sich nichts, nur das der Chromecast Audio nur in Schwarz erhältlich ist, auf das HDMI-Flachbandkabel verzichtet und anstelle dessen mit einer 3,5 mm Klinken-Audiobuchse aufwartet.

Vom Prinzip die gleiche Buchse die wir auch an unserem Smartphone vorfinden. Da bekanntlich hier ein analoges Stereo-Audiosignal übertragen wird, benötigen wir also einen aktiven Lautsprecher. Das bedeutet nichts anderes als das der Lautsprecher einen eingebauten Verstärker haben muss. Ich erwähne das noch einmal in aller Deutlichkeit, weil in der Präsentation suggeriert wurde das man nun den Google Chromecast Audio an jeden Lautsprecher einfach mal so anschließen kann. Dem ist nicht so.
Alternativ kann man aber auch den Chromecast Audio direkt an einen Verstärker mit Aux/Line in anschließen und der befeuert dann die entsprechenden „passiven“ Lautsprecher mit ausreichend starkem Audiosignal. Laut der technischen Beschreibung soll der Chromecast Audio auch über einen optischen Ausgang verfügen, den ich leider noch auf keinem Bild so gesehen habe. Dieser gibt ein digitales Audiosignal weiter und benötigt dementsprechend auch einen aktiven Lautsprecher oder Verstärker mit dem identischen TOSLINK Eingang, was im Prinzip die Übertragung via Lichtwellen realisiert.

Laut der gestrigen Präsentation soll der Google Chromecast direkt nach dem anstecken automatisch von einer Android Wear Smartwatch, einem entsprechenden Chrome Tab im Browser oder der vom Smartphone und Tablet installierten Chromecast App, erkannt werden. Ein echtes persönliches Highligt ist der noch für dieses Jahr angekündigte Multiroom Support des Chromecast Audio. Denn das bedeutet das ich meinen Spotify Song Latenz frei an mehreren Chromecast Audio senden und wiedergeben kann. Also ein Song an alle Lautsprecher/Zimmer. Die Unterstützung von Spotify wurde gestern Abend im übrigen auch noch einmal offiziell bekannt gegeben.

Chromcast App

Neben den beiden Chromecast Devices hat bei mir zumindest schon gestern Abend die Chromecast-App ein Update erhalten, welches auch die neuen Funktionen wie „What´s on“, „Fast Play“ und „Gaming“ unterstützt.

Google Home
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos
  • Google Home Screenshot
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Was als erstes auffällt, man wird nun von drei übersichtlichen Tabs empfangen. Auf dem ersten Tab „Highlights“ befinden sich eure auf dem Gerät installierten Apps die mit dem Chromecast interagieren können. Der zweite Tab „Geräte“ zeigt nun übersichtlich all eure Chromecast Devices und lässt euch auch einige Anpassungen der Geräte vornehmen. Und der dritte und letzte Tab „Neue Apps“ ist praktisch ein Chromecast Mini Store wo euch kompatible Apps angezeigt werden.

Wirklich interessant dürfte die Funktion „Fast Play“ werden der unter anderem zum Beispiel das unnötige Buffering wegfallen soll, wenn man eine weitere Folge einer Serie sehen möchte. Generell sollen nun alle gestreamten Inhalte deutlich schneller auf euren HDMI-tauglichen Fernseher oder Monitor landen. Was wiederum auch das Thema Gaming deutlich interessanter machen dürfte. Auch hier hat Google neue Unterstützung versprochen. So soll – insofern Spiele-Entwickler dies unterstützen – das Smartphone als Controller verwendet werden können und nahezu ohne Verzögerung am TV gespielt werden können. Auch Multiplayer-Games sollen demnächst möglich sein.

Fazit

Warum Google nun aus einen zwei Chromecast Devices machen musste bleibt mir bis auf weiteres unerschlossen. Es wäre wohl kein Umstand gewesen dem neuen Chromecast einen zusätzlichen Audio-Ausgang zu verpassen. Wäre der Chromecast Audio mit seinen 39 Euro günstiger als sein Video-Kollege, hätte ich darin wieder einen Sinn gesehen, gerade in der in Kürze zu erwartenden Multiroom-Unterstützung, wäre ein günstigerer Preis durchaus empfehlenswert. Auch die fehlende 4K Unterstützung des Chromecast 2 stimmt mich ein wenig traurig, doch das hält sich das Unternehmen aller Wahrscheinlichkeit nach für den Nexus Player auf, wie es Amazon vom Prinzip ja auch macht.
Die deutlich schnellere Übertragung und die Optionen von Gaming als auch die überarbeitete Chromecast-App wissen aber dennoch zu überzeugen. Und wirklich teurer ist das Upgrade ja am Ende nicht geworden. Und wer schnell ist kann noch bis heute Abend 10 Euro bei wuaki.tv sparen!

 

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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