[FLASH NEWS] Google Play Store: 13 Malware Apps erkannt und gebannt!

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malware_3Kurz gescannt: Was sich in der Überschrift noch als ein Erfolg von Google liest, ist in der Realität leider der Verdienst von dem Sicherheitsunternehmen Lookout, die Malware infizierte Apps wie „Hony Comb“ mit über eine Million Downloads, erkannt und an Google gemeldet haben. Google hat nun insgesamt 13 der Malware verseuchten Android Spiele, die teilweise einen Werksreset überstanden, aus dem hauseigenen Play Store entfernt.

Malware im Google Play Store

Im Grunde sind es eher schlechte Nachrichten, denn so wie es sich im Augenblick darstellt, sind 13 Anwendungen wie beispielsweise das Spiel Honey Comp, Jump Planet, Cake Tower oder Tiny Puzzle, Google bei seiner Überprüfung der Apps durch die Lappen gegangen. Entdeckt wurden die infizierten Games durch den Sicherheitsanbieter Lookout, der Google am 29. Dezember vergangenen Jahres, über den Malware Fund der Kategorie  „Brain Test“ informiert hat.

Dabei handelt es sich um besonders hartnäckige Malware, die sich bei vorhandenen Root-Rechten in die geschützten Systemdaten einnistet und sogar einem Factory Reset widersteht. Es geht sogar soweit das sie selbstständig weitere der 13 Spiele installieren und positive Google Play Store Bewertungen abgeben kann. Mitunter ein Grund für die Menge an Downloads, wobei die Games natürlich prinzipiell im Vordergrund auch den Dienst erweisen, zu dem sie von dem Entwickler einmal programmiert wurden. Die Malware verrichtet völlig im Hintergrund des vollständig funktionierenden Android Game, unbemerkt seinen Dienst.

Entfernung der Android Malware

Hier einmal ein Bild der 13 betroffenen Anwendungen die Lookout entdeckt und Google nun aus dem Play Store entfernt hat:

Solltet ihr nun eines der genannten Spiele auf eurem Android Smartphone oder Tablet installiert haben, dann habe ich leider schlechte Nachrichten: Die Malware ist nur durch den Flash der original Firmware zu entfernen. Ein „Gerät zurücksetzen“ beziehungsweise „Factory Reset“ löst nicht das Problem, insofern sich die Malware in eure Systemdaten ausgebreitet hat.

Fluch und Segen

Während Entwickler die langen Prüfzeiten bei der Einreichung einer Anwendung von Apple verfluchen, die durchaus einmal 2 bis 4 Wochen betragen kann, zeigt sich hier dennoch das diese dem Endverbraucher zum Vorteil gereicht. Google ist da bedeutend schneller: Wer als Developer seine eigene Android App für den Play Store einreicht, kann mit etwas Glück am selben Tag bereits die ersten Downloads verzeichnen. Aber auch hier zeigt sich mal wieder erneut der Sinn warum ein Smartphone – egal ob iOS oder Android – die Systemdateien für den „Otto-Normal-Anwender“ verschlossen hält. Es bleibt also weiterhin der Rat bestehen, auch im vertrauenswürdigen Google Play Store die Berechtigungen der Anwendungen im Auge zu behalten. Einen schönen Beitrag zum Thema Berechtigungen haben wir euch einmal unter folgenden Link bereit gestellt:

[anDROID für Anfänger erklärt] Teil 10: App-Berechtigungen und was sie bedeuten!

[Quelle: Lockout | via Cashman]

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

2 Kommentare

  1. Pingback: Google Play Store: 13 Apps mit Malware entfernt › Henning Uhle

  2. Nico schreibt:

    Auch wenn das jetzt etwas verbittert klingt, aber der ganze Playstore ist regelrecht verseucht mit mehr oder weniger schädlichen Apps. Melden hilft zwar, die Programme verschwinden kurzzeitig, tauchen aber in kürzester Zeit wieder auf, nicht selten mit identischer Beschreibung und allem darum und dran. Das sieht nicht unbedingt nach ernsthaften Bemühungen aus das Problem in den Griff zu bekommen. Das sieht nicht mal nach halbherzigen Bemühungen aus. Ist vielleicht auch gar nicht gewollt, wer weiß. Immerhin treibt der Schrott die eindrucksvollen Zahlen an Android Apps künstlich in die Höhe.

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