Google Posts: Test von Twitter-ähnlicher Funktion in der Websuche

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Google Posts

In den letzten Jahren bemüht sich Google darum stärker Fuß zu fassen im Social-Media-Bereich, was mit Google Posts auf eine neue und vor allem prominentere Art gelingen soll. Auch wenn das soziale Netzwerk Google+ seine feste Nutzerschaft hat und seinen ganz eigenen Reiz bietet, versucht sich der Konzern an einer Neuerung für die Websuche selbst.

Auch wenn es noch keine offizielle Bezeichnung für das neue Projekt gibt, so wird es von einigen bereits recht treffend als Google Posts bezeichnet. Nutzen oder vielmehr testen können den neuen Dienst vorerst nur eine ganz kleine Anzahl an ausgewählten Personen, bei denen es sich um US-amerikanische Prominente sowie Geschäftsleute handelt.

Macht aus Sinn: Ausgerechnet der aktuell stattfindende Wahlkampf für den nächsten US-Präsidenten dient als Umfeld für den Testlauf und das ist auch clever gewählt.

Neuer Social-Media-Versuch mit Google Posts

Am ehesten lässt sich Google Posts wohl mit Twitter vergleichen, denn die Ergebnisse in der Google Websuche sehen auf den ersten Blick aus wie eingebettete Tweets. Klickt man jedoch auf einen Post wird man zum Profil der jeweiligen Person weitergeleitet anstelle zu Twitter.
Ab hier werden alle Posts der jeweiligen Person aufgelistet, die man auch direkt kommentieren kann.

Die Inhalte selbst enthalten nicht viel mehr als einen Zeitstempel, den Text und natürlich das Profilfoto nebst Namen. Letzterer wird mit einem blauen Häkchen als echt und bestätigt gewissermaßen „abgestempelt“. Selbstverständlich lassen sich die einzelnen Posts auf Wunsch auch weiter teilen.

Der Vergleich zu Twitter ist darin begründet, dass teilnahmeberechtigte Nutzer – offiziell sind es lediglich die aktuellen Präsidentschaftskandidaten für das Weiße Haus – direkt in der Google Websuche Bilder, Videos und Textnachrichten posten können, welche dann bei entsprechenden Suchanfragen als Google-Karte in den Suchergebnissen erscheinen.  Das erfolgt sowohl im Desktop-Browser als auch in der Google-App wie es scheint.

Mittlerweile hat das als „Podium“ bezeichnete Projekt auch eine eigene Online-Präsenz erhalten, wo man sich auf eine Warteliste zum Freischalten des eigenen Profils anmelden kann. Das bedeutet, dass auch Nicht-Politiker die Möglichkeit bekommen sollen, wie mindestens ein Unternehmen namens „Andrew Jewelers“ aus Buffalo im US-Bundesstaat New York bereits beweist.

Der Testlauf von Google Posts selbst scheint mindestens seit Januar zu laufen, denn einer der aktivsten Präsidentschaftskandidaten bisher ist der kontrovers diskutierte Immobilienmogul Donald Trump. Gerade in der Anfangszeit hatte er oder seine Wahlhelfer das neue „Podium von Google“ sehr ausgiebig genutzt heißt es.

Gegenüber den Kollegen von The Verge bestätigte Google zwar den Testlauf der neuen PLattform, gab aber auch zu Protokoll, dass man noch keinen offiziellen Namen für das neue Medium habe. Google Posts ist daher lediglich als Lückenfüller bis zur offiziellen Vorstellung zu verstehen, die es durchaus erst zur Google I/O 2016 geben könnte, welche dieses Jahr vom 18. bis zum 20. Mai geht (zum Beitrag).

[Quelle: The Verge | via Google Watch Blog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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