Google redet Klartext zur aktuellen Klagewelle

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Heute Nacht (13:00Uhr Kalifornischer Zeit) hat der 47-jährige David Drummond, Senior Vice President, Chefjurist, PR-Chef und Chefstratege in Personalunion ein Statement zur aktuellen Situation auf dem offiziellem Google Blog abgegeben.


Googles Chefjustiziar ist ein Mann der leisen Töne doch sollte man ihn nicht unterschätzen, wenn er etwas zu sagen hat ist es meist etwas von größter Wichtigkeit. War letzten Endes er einer der federführenden Personen die Googles Rückzug aus China aufgrund  zweifelhafter Zensurpraktiken, veranlasste.

David Drummond ist der Meinung das wenn Microsoft und Apple gemeinsam ins Bett gehen kann irgend etwas nicht stimmen.

Android ist unter Beschuss. Mehr als 550.000 Android Geräte werden tagtäglich durch ein Netzwerk von 39 Herstellern vertrieben. Android und andere Betriebssysteme sind in einem harten Wettbewerb miteinander und es gibt viele neue innovative Geräte als auch erstaunliche Handyapplikationen für den Verbraucher.

Aber der Erfolg von anDROID leidet stark unter dem Druck einer Kampagne durch Microsoft, Oracel, Apple und andere Firmen die durch gefälschte Patente geführt wird.

Sie vereinigen sich, um die alten Patente von Novell und Nortel zu erwerben um so sicherzustellen, dass Google diese nicht bekommt. Jedes anDROID Gerät mit einer Lizenzgebühr von 15$ zu belegen (die Google kostenlos zur Verfügung stellt) ist ein weiterer Weg anDROID devices für die Telefonhersteller unattraktiv zu machen und so lieber für WP7  zu produzieren. Es werden sogar Firmen wie wie Barnes & Noble, HTC, Motorola, und Samsung verklagt um so die Mehrheit der Marktanteile zurück zu gewinnen.
Patente wurden einmal ins Leben gerufen um Neuerungen und Innovationen zu fördern. In letzter Zeit werden sie aber nur noch als Waffe genutzt und bewirken genau gegenteiliges.

Ein Smartphone soll sogar 250.000 offene Patentrechte verletzen. Die Mitbewerber Microsoft und Apple versuchen nun sogar eine Steuer für die zweifelhaften Patente zu erwirken um so die anDROID Gerät noch teurer für den Endverbraucher zu machen. Sie wollen es den Herstellern nahezu unmöglich machen anDROID Geräte zu verkaufen. Anstatt sich anzustrengen und eigene Ideen oder Geräte zu bauen, verbringen sie die Zeit mit gerichtlichen Streitigkeiten.

Diese Antiwettbewerbsstrategie lässt auch die eigentlichen Kosten von Patenten unrealistisch in die Höhe schnellen. Das Patent Portfolio von Nortel war mit 4,5 Milliarden Dollar fünfmal so hoch wie die Schätzung vor der Versteigerung mit 1 Milliarde Dollar. Glücklicherweise missbilligt die aktuelle Gesetzeslage diese Art von Klagen mit zweifelhaften Patenten zum Zwecke von Wettbewerbsregulierung, so dass diese Art von Geschäfte zu führen, eine Untersuchung nach sich zieht und so die große Luftblase zerplatzen wird.

Wir sind nicht naiv; Technologie ist eine schwierige und unbeständige Industrie und wir arbeiten sehr hart daran, um konzentriert in unserem eigenen Geschäft erfolgreich zu bleiben.
Aber in diesem Beispiel dachten wir das es wichtig sei, verständlich und laut zu sagen, dass wir entschlossen sind gegen jeden anzugehen der versucht anDROID dem Endverbraucher vor zu enthalten indem er auf diese Art und Weise uns torpediert.

Wir haben uns mehrere Optionen offen gehalten dem Einhalt zu gebieten. Wir werden durch das Justizministerium prüfen lassen ob die oben erwähnte Vereinigung von Microsoft und Apple die ehemaligen Novell Patente nur erwarb zum Zwecke des Konkurrenzkampfes. Weiterhin werden wir um weiterer Antiwettbewerbsdrohungen gegen anDROID abzuwehren unser Patent Portfolio aufstocken.
Es sei denn wir könnten es gegenüber dem Endverbraucher vertreten das anDROID Geräte in naher Zukunft zu teuer werden und so dem Kunden die Auswahl an Smartphones verwehrt bleibt.

Unserer Meinung nach und diese vertreten wir hier nicht zum ersten Mal, schadet dieser Trend der Klagerei, Erwirkung einstweiliger Verfügungen etc. der Innovation von Smartphones, Tablets und Applikationen und das nicht nur für anDROID sondern für alle Betriebssysteme.
Man sollte sich doch mal wieder auf die eigentliche Arbeit besinnen und zur regulären Tagesordnung übergehen.
Leider wissen wir am Ende des Tages nicht was wirklich hinter den Kulissen gespielt wird und können uns nur ein sehr einseitiges und eingeschränktes Bild von dieser Art von Geschäftsgebaren bilden.
Noch ein Grund mehr das dies schnell ein Ende findet – aber wer glaubt noch daran?

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

2 Kommentare

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