Google und das Barvermögen: Analyst will Dividende für Anleger sehen

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Google und die Barreserven

Wenn ein Unternehmen oder Konzern äußerst erfolgreich wirtschaftet, dann häuft sich das Barvermögen mit der Zeit zu einer riesigen Summe an. So erging es Apple und so ergeht auch Google. Das Barvermögen des letztgenannten Konzerns soll mittlerweile an die 62 Milliarden US-Dollar betragen und genau das weckt gewisse Begehrlichkeiten bei Anlegern und Analysten.

Wirtschaftlich ist jedes Unternehmen darauf aus, möglichst viel Gewinn zu machen und den Markt in seinen Bereichen anzuführen. Ist der Erfolg dann einmal da expandiert man, übernimmt ab einer bestimmten Größe andere Unternehmen um das eigene Knowhow zu erweitern oder in neue Marktsegmente vorzudringen und nach ein paar Jahren macht man richtig kräftig Gewinn. So wie Google. Das dabei auch etwas auf der sprichwörtlich „hohen Kante“ übrig bleibt ist da nur logisch.

Google im Zugzwang

Im Fall des Konzerns hinter Android sind das ganze 62,16 Milliarden US-Dollar und davon will ein Analyst des Finanzberaters Bernstein Research etwas für die Anleger sehen. Der Analyst Carlos Kirjner fordert eine Gewinnausschüttung des Konzerns und die Anleger von Google stehen hinter dieser Forderung, denn es dürfte so einiges dabei herauskommen wenn CEO Larry Page den Forderungen nachgeben sollte.

Allerdings ist genau das eher fraglich, da der Mitgründer und aktuelle Konzern-Chef eine solch große Menge an Geld nicht ganz umsonst angehäuft hat. Vielmehr stellen diese Geldmittel eine wichtige Reserve für eventuelle größere Übernahmen dar, die in Zukunft noch getätigt werden könnten. Und das welche anstehen kann man an den Zukunftsplänen von Larry Page für Google erkennen: Er plant etliche weitere Abteilungen – unter anderem im Gesundheitswesen und der Heimautomatisierung – die möglichst selbstständig agieren können und dazu bedarf es eines gewissen Kapitals im Voraus.

Außerdem fügte eine Sprecherin des Unternehmens hinzu, dass die knapp 62 Milliarden US-Dollar als Geldmittel für das schnelle Reagieren auf Veränderungen des Marktes eingeplant sind. Auf diese Weise kann Google unabhängiger von Bankkrediten agieren, was eine nicht zu unterschätzende Flexibilität bedeutet. Allerdings werden die Stimmen nach einer Ausschüttung in Form von Dividenden nicht so schnell nachlassen, sodass Larry Page zum Handeln gezwungen ist. Zum Beispiel konkretere Pläne vorstellen, was mit den Barreserven gemacht werden soll.

Apple jedenfalls konnte sich nicht wehren: Carl Icahn war letzten Endes zu mächtig.

[Quelle: Wall Street Journal]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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