Google’s teurer Lobbyismus

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Wenn andauernd auf einen eingeschossen wird durch Klagen, denunzierende Berichte und öffentlicher Kritik, bedient sich so manches Unternehmen den Möglichkeiten des Lobbyismus. Auch Google ist da keine Ausnahme, immerhin handelt es sich um Milliardenbeträge an potentiellen Gewinnverlusten, die es gilt zu verhindern.

Wie die New York Times in ihrer Online Ausgabe berichtet, hat der Internetkonzern Google in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 mehr Gelder für Lobbyarbeit bereitgestellt als Microsoft, Apple, Amazon und Facebook zusammen: satte 5,03 Millionen US Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,48 Millionen US Dollar, eine Steigerung um 240% ist Google sein Ruf in der Washingtoner Politik also Wert. Ein neuer Rekordwert in der IT Branche.

Zum Vergleich: Apple hat im selben Zeitraum nur 500.000 US Dollar für Lobbyarbeit aufgewendet, Facebook 650.000 Dollar, Amazon 870.000 Dollar und Microsoft 1,79 Millionen Dollar. Macht Summa Summarum 3,81 Millionen US Dollar und damit deutlich unter dem Google Niveau. Selbst den bisher „notorischen Großspender“ Verizon Wireless mit seinen 4,51 Millionen US Dollar hat Google überholt. Als Grund dafür nennt die New York Times den Dauerbeschuss von Regulatoren, Konkurrenten und Datenschutzexperten, hauptsächlich wegen des angeblich laxen Umgangs in Sachen Datenschutz.

Um seine Interessen in der Politik zu wahren, beschäftigt Google zwölf auf Lobbyarbeit spezialisierte Firmen, darunter bekannte Namen wie Akin Gump oder die Gephardt Group. In der Vergangenheit hielt man Google in Sachen amerikanischer Politik immer für demokratisch, umso erstaunlicher ist die Beschäftigung der ehemaligen Republikanerin Susan Molinari im Washingtoner Büro. Erst seit dem Jahre 2005 betätigt sich Google auf dem Feld des Lobbyismus, davor hatte man einen eher gleichgültigen Ruf auf dieses Thema. Selbst der Anfang war bescheiden. Das Büro in einem Vorort von Maryland besetzte nur ein Beamter.

[Quelle: New York Times | via FutureZone.at]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

3 Kommentare

  1. Lukas schreibt:

    mir sind die richtigen zahlen zwar nicht geläufig aber ich bin gut genug in mathe um zu wissen, dass 1,48 MILLIONEN auch bei einer Steigerung um 240% nicht zu 5,03 MILLIARDEN werden.

    • Jepp, wurde bei G+ drauf hingewiesen und hab’s geändert. Solch eine Steigerung wäre in der Tat extrem teuer als gedacht für Google geworden. ^^

  2. Pingback: [25/04/12] -Daily short Top 5- » anDROID NEWS & TV

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