Graphen-Akku könnte den Energiespeicher revolutionieren

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akku

Wir alle kennen das, das Smartphone hängt die Nacht am Ladegerät, tagsüber nutzen wir es fleißig und am Abend wollen wir bei der Party noch ein paar Fotos machen und beim Heimfahren das Taxi rufen. Doch oh Schreck, der Akku ist leer, wie kommen wir nun heim? Dafür könnte es schon bald eine Lösung geben. Mit Graphen (Betonung auf e) kann dieses Szenario bald der Vergangenheit angehören.

Mehr Leistung auf weniger Raum und Ladezeiten von einem Bruchteil der Zeit – das können Akkus aus Graphen. 2010 erhielten bereits die Entdecker dieser Technologie den Physik Nobelpreis. Die Entwicklung selbst hat aber noch einige Hürden, welche nun Materialforscher der Universität Monash überwunden haben sollen.

Ein Problem war bisher, dass Graphene von der Dicke eines Atoms geschichtet, ihre ursprüngliche Form, das Graphit, wieder einnahmen und sie somit ihre Eigenschaft als Energiespeicher verloren. Dies hat man nun gelöst, indem die Schichten feucht gehalten werden. Solange Graphene in Wasser liegen verlieren sie ihre Eigenschaften nicht und verbinden sich auch nicht wieder, mit Hilfe von einem Gel kann man nun also größere Energiespeicher mit dieser Lösung herstellen.

Genug der Wissenschaft, der praktische Teil ist für uns der wirklich interessante. Dieses Material hat die Eigenschaft deutlich mehr Energie abzuspeichern als herkömmliche Lithium Ionen Akkus, diese kontrolliert abzugeben und das Beste, man kann sie in einer unglaublich kurzen Zeit wieder aufladen.

So wäre es möglich ein Stromfahrzeug innerhalb einer Minute auf zu laden und dann eine Reichweite von 1000 km zu erzielen oder ein Smartphone mit 72 Stunden Laufzeit in 10 Sekunden wieder voll zu bekommen. Dies wäre ein Traum für unglaublich viele Anwendungsgebiete, angefangen bei Uhren, Handys, Radios, über Notstromaggregate bis hin zu Elektrofahrzeugen und -flugzeugen oder -schiffen.

Die Zukunftsmusik ist sehr vielversprechend und die ersten funktionierenden Labormuster kann man schon in 5 Jahren erwarten. Vielleicht erleben wir in den nächsten 10-15 Jahren eine kleine Revolution in dem Bereich, es wäre jedenfalls sehr wünschenswert! Wir bleiben dran und verfolgen das Thema mit Spannung.

[Quelle: tecchannel.de | Wikipedia]

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Alexander ist Internetjunkie und Android Fanboy ;), der auch etliche Social Networks unsicher macht und ständig auf dem neusten Stand der Technik sein will. Beruflich ist Alex als Softwaretester unterwegs und Musikliebhaber ist er auch noch.

Keine Kommentare

  1. Jochen schreibt:

    Heute morgen habe ich auf Newsplay einen Bericht über diesen Wunderstoff gesehen. Die Energie-speichernden Eigenschaften von “Graphen” scheinen ja enorm zu sein, zudem hat die Verbindung die Eigenschaften eines Kondensators, d.h. extrem schnelle Aufnahme und Abgabe von Energie. Wenn man Elektro-Autos innerhalb von einer Minute voll aufladen könnte, dann wäre die motorisierte Zukunft in jedem Fall gesichert.

    Quelle: Newsplay

  2. Murat schreibt:

    10-15Jahre also ich will ja nichts mekkern aber ist das nicht bichen zu arg ?

    Ich dachte es wird bei den akkus in vielen bereichen getestet und gemacht gibt es momentan sonst nix durchbrechendes?

    Ganz neben bei ich habe kein problem damit mein handy 24h am netz zu stecken bzw (ersatz)Akku so lange das Akku dann nicht 2600mAh(2,6Ah) sondern 2600000mAh(2600Ah) hatt und mein smartphone ne jahr ohne aufzuladen leuft.

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