[GTC 2013] Linux könnte für Valves Steam der Sprung zu Android sein

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Valve Steam

Der kalifornische Konzern NVIDIA ist bekannt für seine Desktop-Grafikkarten der Marke GeForce. Aber auch im mobilen Bereich der Smartphones und vor allem Tablets fasst der Hersteller immer mehr Fuß, wie etliche Tablets mit dem Tegra 3 Quadcore beweisen. NVIDIA ist mittlerweile so groß geworden, dass der Konzern seit einigen Jahren die GPU Technology Conference veranstaltet.

Auf dieser Konferenz fachsimpelt der Konzern in der Regel mit Hunderten von Entwicklern über Zukunftstechnologien, den eigenen Grafik- bzw. Mobilprozessoren und der Marschrichtung der Branche allgemein. Und manchmal findet abseits des Hauptgeschehens auch die eine oder andere Information ihren Weg an die Öffentlichkeit, die für unsereins von größerem Interesse sein dürfte. Zum Beispiel die Tatsache, dass Valve, Betreiber der mehr oder weniger Hardware-unabhängigen Steam-Plattform, die Portierung von Spielen für Linux-Systeme lediglich als Sprungbrett für weit Größeres betrachtet.

Laut Valve sei es derzeit einfach viel zu kompliziert und aufwändig, um die von den meisten Spielen verwendete Direct3D-Engine von x86 CPUs auf mobile Plattformen wie Android zu portieren. Anders sieht die Sache dagegen aus, wenn ein Spiel bereits als Linux-Version vorliegt, da sich hier die Anpassungen auf einem deutlich niedrigerem Level bewegen würden. Grund dafür ist der von Android verwendete Linux-Kernel, womit ein Großteil der Optimierungen bereits weg fällt.

 

Direct3D oder OpenGL

Aufmerksam wurde Valve auf diese Eigenart der hauseigenen Steam-Plattform bei der Portierung der Source-Engine auf Linux, welche Spielen wie Half Life, Team Fortress oder dem Klassiker Counter-Strike sowie Portal zugrunde liegt. Bei Direct3D-Spielen ist der Overhead deutlich größer als von Valve angenommen, was unter Linux nicht der Fall ist. Immerhin kann bei Linux die verbaute Hardware direkter angesprochen werden und mittels gut programmierter Treiber sogar eine bessere Performance erzielt werden.

Dennoch sieht Valve etwas Nachbesserungsbedarf in dieser Richtung, vor allem bei der Nutzung von OpenGL. Während Direct3D Microsoft-spezifisch sei, könne OpenGL mit nahezu jeder System-Plattform genutzt werden. Besonders ältere Hardware würde davon profitieren können, was Valve anhand Chinas untermauerte. Im Land des Lächelns läuft in der Mehrzahl noch Windows XP als Betriebssystem, was allerdings keine Grafikeffekte auf Basis von DirectX 10 und 11 zulassen würde. Mit OpenGL lässt sich dieses Problem umgehen und OpenGL wird auch bei Android verwendet, um den Kreis wieder zu schließen. Es dürfte also nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Valve mit Steam groß in den Spiele-Markt für Android einsteigen könnte.

[Quelle: Heise Online]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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