HTC: Vom-Smartphone-Hersteller zur Personal-Tech-Marke

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HTC Heres to change

Heute ist der letzte Tag der CES 2015 in Las Vegas, aber die ganz großen Neuvorstellungen von HTC, Samsung oder Sony sind weitestgehend ausgeblieben. Zumindest was neue Android Smartphones und Android Tablets betrifft, spielt der MWC 2015 dieses Jahr eine ganz große Rolle. Aber bei HTC hat man noch ganz andere Dinge vor.

1997 wurde das Unternehmen High Tech Corporation im taiwanischen Taoyuan gegründet und war zunächst als reiner OEM-Hersteller tätig. Seit 2008 ist HTC jedoch nicht mehr aus der Welt von Android wegzudenken, denn schließlich kam das aller erste Android Smartphone, das T-Mobile G1 vom taiwanischen Smartphone-Hersteller. Mittlerweile gehört das Unternehmen mit zu den bekanntesten Herstellern der Smartphone-Branche, aber genau das will der Konzern in Zukunft radikal ändern. Den ersten Ausblick gab es zur CES 2015.

HTC und die neue Ausrichtung

Denn wie die Kollegen von The Verge in einem Interview mit Drew Bamford, seines Zeichenns Chief of Design and User Experience bei HTC, erfahren haben, will das Unternehmen die Wahrnehmung bei den Kunden verändern. Man wolle in Zukunft nicht mehr nur als Smartphone-Hersteller betrachtet werden, sondern als ein Personal Tech Hersteller. Sprich der Fokus wird von Smartphones allein auf zahlreiche kleine Geräte verschoben, welche unseren Alltag einfacher gestalten sollen. Ein erster angesprochener Schritt in diese Richtung stellt die zur CES 2015 vorgestellte Kooperation mit Under Armour dar (zum Beitrag).

Allerdings handelt es sich laut Drew Bamford dabei nicht mal eben um eine schnell zusammengestellte Partnerschaft. Seit mehr als sechs Monaten arbeiten beide Unternehmen schon zusammen und wollen das auch über Jahre gemeinsam fortführen, um im Bereich von Wearable Devices eine ganz große Nummer zu werden. Die ersten Geräte für die vorgestellte UA Record Plattform sollen bereits in Kürze vorgestellt werden heißt es.

Die Zukunft liegt in Wearable Devices

Zusätzlich will HTC sich im Bereich der Connected Devices etablieren, wofür das Management sogar ein eigenständiges Team aus der Taufe gehoben hat. Dieses Team soll sich dem Design und dessen möglicher technischen Realisierung neuer Produkte in diesem Segment widmen. Die neue Abteilung arbeitet zudem komplett isoliert von anderen Abteilungen sowie den Creative Labs, dessen Chef Drew Bamford ist. Womöglich ist das mit der Ankündigung vom 1. Januar gemeint gewesen, dass HTC dieses Jahr mit einigen Überraschungen wieder voll durchstarten will (zum Beitrag).

Nichts anderes als eine komplett neue Unternehmenskultur soll entstehen, die zu kreativen Produkten führen soll, mit deren Hilfe HTC wieder wachsen kann. Als eines der ersten Produkte nach diesen Vorstellungen könnte man die HTC RE Action Cam betrachten. Das Gerät soll der GoPro Action Cam gehörig Konkurrenz machen und hat bekommt bereits heute ein größeres Update, womit das Streamen von Live-Inhalten direkt zu YouTube möglich ist.

Nur über weitere Details der neuen Strategie von HTC wollte Drew Bamford nicht sprechen. Ganz dem Unternehmensmotto nach: Quietly Brilliant.

[Quelle: The Verge]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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