[Update] Huawei: Gestensteuerung, Cloudspeicher und Neues zu Geräten

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Dieses Jahr gab es wenige Hersteller auf dem MWC, die eine Bombe platzen ließen. Huawei ist definitiv einer dieser Hersteller, denn der bis dato eher für die Mittel- und Einsteigerklasse bekannte Netzausrüster stieg mit der Ascend-Reihe und dem MediaTab 10 FHD in die Oberklasse ein, was mehr als nur ein Achtungszeichen ist. Nur scheint sich der chinesische Konzern allein mit Geräten nicht zufrieden geben zu wollen.

Forschung für zukünftige Modelle

4,5 Milliarden US Dollar, das ist der Betrag den Huawei in die Erforschung alternativer Bedientechnologien investieren will. Während Microsoft es mit Kinect vor macht und Gerüchten zufolge Apple bei iTV ebenfalls, erkunden Hersteller von Smartphones und Tablets in wie weit sich die Gestensteuerung auf die mobile Branche umsetzen lässt. Einen ersten Ausblick über die Umsetzung gibt John Roese, General Manager von Huaweis Research & Development Nordamerika:

„What if you use the camera of a tablet or a smartphone and use it to capture the visualization of your hands. So imagine instead of touching a smartphone, you can actually have a three-dimensional interaction with it.“

„Was wäre wenn Sie die Kamera ihres Tablets oder Smartphones nutzen würden, um die Bewegung ihrer Hände zu erkennen. Stellen Sie sich vor, sie bedienen ihr Smartphone mit dreidimensionaler Interaktion statt statt durch Berührung.“

John Roese ist CTO (Chief Technology Officer) von Nortel gewesen, bevor er Herr über ca. 1.000 Mitarbeiter in einem nordamerikanischen Forschungslabor von Huawei wurde. In dem Forschungslabor arbeiten die Angestellten an einer Möglichkeit zur räumlichen Gestenerkennung, angelehnt an Kinect von Microsoft. Sony hat bereits letzten Monat einen ersten Versuch einer solchen Gestensteuerung vorgestellt mit dem Xperia Sola.

Nach Angaben von Huawei benötigen Geräte für solche räumlichen Gesten allerdings einen starken Grafikprozessor sowie mindestens zwei Frontkameras, damit die Gesten korrekt und vor allem zügig erkannt werden. Allerdings werden die Forschungsergebnisse nur nach und nach in kleinen Schritten in Endprodukte für die Konsumenten umgesetzt werden, vorzugsweise zuerst in Tablets.

Investition in die Cloud

Nebenbei erwähnte man in dem Interview die Partnerschaft mit der europäischen Forschungseinrichtung CERN, um an kostengünstigeren Lösungen für Cloudspeicher arbeiten zu können. Im Verlauf der Partnerschaft werden über 15.360 TB pro Jahr an Daten gesammelt und verarbeitet in Huawei’s Cloud Speicher System. Roese glaubt, das die Forschung die Speicherarchitektur nachhaltig revolutionieren könnte.

„If we are successful, which I think we will be, it literally could change the economics of storage by an order of a magnitude.“

„Sollten wir Erfolg haben, wovon ich ausgehe, könnte es die Wirtschaftlichkeit von Speicheraufträgen massiv verändern.“

Anbieter wären in der Lage viel Speicher bereitzustellen für Backups, während nur beim Wiederherstellen Kosten entstehen würden. Nach der Meinung von Roese könnte dieses Projekt von vielen die meisten Auswirkungen auf den Markt haben.

 

Verkaufsstart des MediaPad 10 FHD rückt näher

Zum MediaPad 10 FHD, dem FullHD Tablet auf Basis des eigenen Quadcore SoC’s gibt es ebenfalls Neues zu berichten. Denn wie CCS Insight Analyst Ben Wood via Twitter verkündete, soll das Tablet Ende Juni ausgeliefert werden. Das 10,1″ Tablet setzt auf einen K3V2 Quadcore SoC aus eigener Entwicklung und Produktion mit 1,5 GHz pro Kern und 2 GB RAM. Eines der Highlights des Tablets ist das IPS Display, das mit scharfen 1920×1200 Pixeln FullHD Videos problemlos darstellen kann. Das ganze wird in 598 Gramm Kampfgewicht und einem Aluminiumgehäuse verpackt, was hoffentlich nicht zu einem ähnlichen PR Desaster in Sachen GPS und WLAN führt wie bei ASUS‘ Transformer Prime.

Im gleichen Tweet schrieb Wood, das Huawei im vergangenen Jahr 1 Million Tablets absetzen konnte und für dieses Jahr die 3 Millionen Grenze anstrebt. Das MediaPad 10 FHD könnte übrigens wirklich zu einem Verkaufserfolg werden, sollte der Preis wie vollmundig auf dem MWC 2012 verkündet tatsächlich 10 bis 20% unter den Preisen der ähnlich ausgestatteten Konkurrenz liegen. Ebenfalls geplant sind weitere 7″ Tablets für das laufende Jahr, das S7 MediaPad könnte also entweder einen Nachfolger bekommen oder das MediaPad 10 FHD wird geschrumpft. So oder so, Huawei trumpft erheblich auf, wenn denn die Händler und Mobilfunkanbieter mitspielen und die Geräte in ihr Programm aufnehmen.

 

Update

Und weitere Neuigkeiten zum MediaPad 10 FHD, welches im Juni kommen wird. Laut von Ben Wood geschossenen Fotos einer Huawei Präsentation, wird es für das Tablet ein optionales Tastaturdock geben wie bei ASUS‘ Transformer Reihe.

Des Weiteren wird Huawei das MediaPad 10 FHD mit 160 GB Cloudspeicher vertreiben, womit man sich in die Reihe der Herstellerlösungen eingliedert.
Wobei zugegebener Maßen 160 GB schon eine heftige Ansage wären – doch das Bild gibt das her:

 

[Quellen: Computer World und Tabletowo.pl | via AndroidNext.de und TabletCommunity.de]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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