iCar: Apple heuert ehemaligen Tesla Chef-Ingenieur an

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apple-icarIn den letzten Jahren sind immer mal wieder neue Gerüchte rund um ein angebliches Apple iCar aufgetaucht, die bisweilen auch mit Tesla Motors von Elon Musk zu tun hatten. Nun sind beide Unternehmen einmal mehr im Mittelpunkt gerückt, denn es gibt eine neue Personalie. Wird das Apple-Auto tatsächlich in Deutschlands Hauptstadt Berlin von einem ehemaligen Tesla Mitarbeiter realisiert?

Zumindest könnte man dies aus den Umständen so herauslesen, denn Apple hat mit Chris Porritt den bis zum September 2015 amtierenden Vice President of Engineering von Tesla Motors anheuern können. Den bisherigen Informationen zufolge soll Porritt an einem speziellen Projekt arbeiten, was automatisch die Gerüchte rund um das Apple iCar neu aufleben lässt, nachdem das Wall Street Journal erst letzten Herbst im großen Stil darüber berichtete (zum Beitrag).

Immerhin wird dem US-Konzern von iPhone und Co. schon lange nachgesagt, an einem eigenen Elektrofahrzeug zu arbeiten.

Ein Hauch Aston Martin für das Apple iCar

Chris Porritt selbst war erst im Mai 2013 zu Tesla Motors dazu gekommen und an den Modellen Tesla Model S, Model X und Model 3 verantwortlich gewesen. Zuvor arbeitete er 16 Jahre bei dem britischen Fahrzeughersteller Aston Martin, nachdem er zuvor bei Land Rover angestellt war. Unter anderem ist er einer der leitenden Ingenieure bei den mittlerweile als legendär geltenden Modellen Aston Martin One-77, Aston Martin V12 Zagato und Aston Martin DB9 sowie weiteren Luxus-Sportwagen des Unternehmens gewesen.

Anhand dieser Vorgeschichte ist der Wechsel zu Apple auch nicht weiter verwunderlich, da Chef-Designer Jony Ive bekennender Aston-Martin-Fan ist und etliche Modelle selbst besessen hat. Allerdings hatte es wohl einiger Überzeugungsarbeit benötigt, da Porritt Tesla Motors bereits im September 2015 verlassen hatte.

In Kombination mit der Information, dass Steve Zadesky als bisheriger Leiter des „Special Projects“ Apple ebenfalls erst kürzlich verlassen hat, dürfte Chris Porritt damit nun der verantwortliche Manager für das Fahrzeug-Projekt innerhalb des Apple-Konzerns sein.

Entsteht das Apple-Auto in Berlin?

Um der Sache noch mehr Würze zu geben, scheint Apple sogar mitten in Berlin seine Ambitionen im Kfz-Bereich voran zu treiben. Laut der Frankfurter Allgemeine kurz FAZ sollen irgendwo in Berlin etwa 20 junge Fachleute aus der Fahrzeug-Branche daran tüfteln, mit wem und wie das Apple iCar, wie Projekt Titan auch genannt wird, auf den deutschen Markt eingeführt werden könnte. Angeblich ist der Start für 2019 oder 2020 geplant.

Interessant an dem Gerücht ist allerdings, dass Apple anscheinend die Einführung als Carsharing-Projekt plant, angelehnt an den Fahrdienst Drive-Now von BMW. Als Hersteller des Fahrzeugs selbst soll den Informationen nach das österreichische Unternehmen und Zulieferer von Fahrzeugteilen Magna agieren.
Vermutlich wird dies nur für die europäische Variante des Fahrzeugs gelten, denn ein Export in die USA wäre Apple vermutlich etwas zu teuer.

Jedenfalls soll das Apple iCar im Gegensatz zum Google Car vorerst nicht als Lenkrad-loses autonomes Fahrzeug (zum Beitrag) konzipiert sein. Vielmehr soll es sich um einen Kleinwagen in der Größenordnung eines VW Golf handeln – sofern das Projekt tatsächlich von Apple verfolgt wird. Denn nach wie vor kommentiert der US-Konzern von CEO Tim Cook die Gerüchte rund um das iCar nicht.

[Quelle: Electrek]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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