Innovationsshow auf der SIGGRAPH-Konferenz

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SIGGRAPH Konferenz 2013

Vieles was wir im Internet und auf speziellen Messen für Erfinder, Techniker, oder einfach nur Nerds sehen, ist eine nette Spielerei, deren Sinn sich nicht immer auf den ersten Blick erschließt. Oftmals sind viele der präsentierten oder auch ausgestellten Gadgets und Anwendungen auch für die nächsten Jahre kaum interessant. Dennoch können bereits heute vorgestellte Gadgets und Technologien schon morgen ihren Platz in unseren Alltagsgeräten finden. So auch die SIGGRAPH-Konferenz auf der Innovationen aus dem Bereich Computergrafik vorgestellt werden.

Die SIGGRAPH-Konferenz (Special Interest Group on Graphics and Interactive Techniques) findet bereits seit 1974 statt und ist ein Tummelplatz für Tüftler, Techniker, Erfinder, Nerds und nie erwachsen gewordene aus dem Themengebiet Computergrafik. Einmal im Jahr treffen sich besagte in den USA, um ihre neuesten Erfindungen und Entwicklungen der Öffentlichkeit vorzustellen. Dieses Jahr durfte es Anaheim im schönen Kalifornien sein, die mit der Nähe zu Disneyland den idealen Standort gefunden haben um Träume wahr werden zu lassen. Oder wie Walt Disney einst selbst sagte:

“ It’s kind of fun to do the impossible.”

AquaTop-Display

So finden sich auch dieses Jahr interessante Dinge wie eine mit dem Nutzer interagierende Wasseroberfläche. Das sogenannte AquaTop-Display soll mit Hilfe eines Projektors digitale Inhalte auf die eingefärbte Wasseroberfläche projizieren. Eine Kinect-Kamera erfasst dabei Handbewegungen, um weiter mit den abgespielten Inhalten zu interagieren. Selbst Spiele sind möglich. Dies zeigt der japanische Entwickler Yasushi Matoba in einem längeren Video

Das haptische Feedback

Einen anderen Ansatz verfolgt Disney Research, die ein haptisches Feedback ohne jegliche Berührung einer Oberfläche ermöglichen. Das haptische Feedback wird dabei durch eine kleine Luftkanone imitiert, die passend zu den bewegten Inhalten Luft auf den Benutzer pustet.

FakeFinder

Schon früh wurden analoge Bilder gefälscht. Mit der heutigen Digitaltechnik und einem guten Grafikprogramm ist es dabei noch einfacher geworden Bilder zu manipulieren. An den Universitäten Dartmouth College und UC Berkeley (beide in den USA) wurde ein Programm entwickelt, dass die angezeigten Schatten auf einem Bild erkennt und so eine Fälschung schnell entlarven kann.

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Make It Stand

3D-Druck ist noch immer mehr Zukunftsmusik, als Alltag. Trotzdem sind einige Nutzer schon fleißig dabei Gegenstände auszudrucken, anstatt sie per Hand selber zu fertigen. Schlimm, wenn das geschaffene Kunstwerk ausgedruckt ist und dann einfach umfällt, weil der Schwerpunkt nicht richtig gesetzt wurde. „Make It Stand“ soll dabei helfen, dass dies nicht mehr passiert. Die Software sorgt dafür, dass das Volumen eines zu druckenden Objektes verändert wird, ohne dabei die Oberflächendetails zu ändern.

Structure-Aware Hair Capture

Frisuren und Haare im Allgemeinen sind äußerst schwierig digital nachzubilden, wenn diese naturalistisch aussehen und sich bewegen sollen. Auf der SIGGRAPH-Konferenz wurde nun eine Software gezeigt, die anhand von Fotos selbstständig Haare nachbilden kann, die auch für 3D-Animationen verwendbar sind.

FaceReplacer

Seit dem 1979 gegründeten Pixar Animation Studios finden Zeichentrickfilme wieder größte Beliebtheit bei jung und alt. Inzwischen gehen diese soweit, dass reale Schauspieler in animierte Charaktere umgesetzt werden. Dabei wird größte Detailtreue verwendet die nun die Software FaceReplacer aus dem Unternehmen Industrial Light and Magic (ehemals George Lucas) bieten soll. Auch diese nutzt die aus der Xbox bekannten Kinect-Sensorik um den Gesichtsausdruck des Schauspielers zu scannen und auf die Computer animierte Figur anzuwenden. Immer leistungsstärkere Computer lassen so auch jeden Amateuranwender am heimischen PC zum Hollywood Produzenten werden.

 

[Quelle: t3n]

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