[Update] Insider verrät: WhatsApp hätte Google gehören können

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Facebook kauft WhatsApp

Wie zuletzt bei dem Motorola-Deal so wird auch die Übernahme von WhatsApp noch einige Zeit lang nachhallen, insbesondere was potentielle Alternativen für konsequente Facebook-Verweigerer betrifft. Dabei hätte WhatsApp wirklich von Google geschluckt werden können, wie Amir Efrati jetzt in einem Bericht verraten hat.

WhatsApp ist der aktuell größte Messenger überhaupt und damit ein lohnendes Ziel für Facebook gewesen. Nun hat der Social-Network-Gigant die Sache unter Dach und Fach gebracht, indem der Konzern von Mark Zuckerberg sehr verlockende 19 Milliarden US-Dollar auf den Tisch geknallt hat. Auch wenn sich zunächst absolut nichts ändern soll bei WhatsApp, dürften in den kommenden Wochen die Nutzerzahlen höchstwahrscheinlich spürbar nachgeben. Dabei hätte so mancher WhatsApp lieber in der Hand von Google gesehen und das hätte fast auch geklappt.

 

War WhatsApp clever oder nicht?

Wie der Journalist Amir Efrati der Website The Information berichtet, bot Google vor gut einem halben Jahr WhatsApp eine Bezahlung an, damit das Unternehmen bei etwaigen Übernahme-Angeboten den Internet-Konzern aus Mountain View umgehend benachrichtigen würde. Obwohl keine ungefähre Summe genannt wurde, scheint es sich um etliche Millionen US-Dollar zu handeln die Google bereit war zu zahlen. Laut den unbekannten Quellen von The Information zufolge habe das StartUp die Summe abgelehnt und das macht ziemlich stutzig, schließlich hätte man das Geld clever nutzen können.

Dabei versuchte Google schon letztes Jahr das Unternehmen hinter dem Messenger für gut 1 Milliarde US-Dollar aufzukaufen und scheiterte. So wie etliche Versuche zuvor auch schon, die einer anderen Quelle von The Information zufolge bis ins Jahr 2010 zurückreichen. Sollte der Bericht von Amir Efrati allerdings wirklich stimmen, dann kommt unweigerlich eine andere Frage auf: Verfolgte Google dieselbe Strategie bei seinen anderen StartUp-Übernahmen auch oder handelt es sich hier um einen Einzelfall? Schließlich ist WhatsApp aktuell der größte Sargnagel für die SMS. Während Google mit Hangouts (ehemals Talk) eine eigene Alternative zur SMS aufbauen konnte die sogar SMS selbst senden und empfangen kann, sieht das bei Facebook etwas anders aus.

Jedenfalls hat WhatsApp-CEO Jan Koum das Angebot von Google ausgeschlagen und Facebook hat beherzt zugegriffen. Jedenfalls gibt der Fall einen ungewohnt tiefen Einblick in die Geschäftspraktiken der Großen der Branche.

 

Update

Laut dem Fortune Magazine bot Google zuletzt „nur“ 10 Milliarden US-Dollar für den Messenger. Das haben zwei unabhängige Quellen dem Wirtschaftsmagazin erzählt. Aber was für WhatsApp das Facebook-Angebot noch attraktiver machte ist der Sitz im Aufsichtsrat von Facebook für Jan Koum, dem Mitgründer und aktuellen CEO von WhatsApp.

[Quelle: AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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