Intel plant Einführung von Android-Notebooks

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Das mobile Betriebssystem Android, dass von Google und der Open Handset Alliance stetig weiterentwickelt wird, hat auf Smartphones und Tablets seinen Siegeszug angetreten. Auf Millionen und Abermillionen an Geräten verrichtet das auf einem Linux-Kernel und Java basierende Betriebssystem seinen Dienst und wenn es nach Intel gehen würde, demnächst auch auf einer weiteren Hardware-Plattform: Notebooks.

Schon seit Jahren ist statistisch bewiesen, dass der klassische PC-Markt mit stationären Rechnern rückläufig ist und stattdessen Tablets und vor allem Notebooks die Nutznieser dieser Entwicklung sind. Daher sprechen manche bereits von der Post-PC-Ära, wo sich die Nutzung quasi komplett auf mobile Geräte oder zumindest transportablere Geräte verlagert. Zwar gibt es nach wie vor Anwendungsszenarien in denen stationäre Desktop-PCs einfach aufgrund ihrer schieren Leistungskraft unangefochten sind, dennoch lässt sich der Trend zu Notebook und Tablet nicht bestreiten. Gerade Apples iPad aber auch in etwas kleinerem Rahmen Amazons Kindle Fire und Googles Nexus 7 sind Paradebeispiele für diesen Wechsel.

Das bekommt anscheinend auch der Chiphersteller Intel zu spüren und sucht daher bereits nach Alternativen, um sein Geschäft wieder zu stabilisieren. Eine dieser Alternativen sind Notebooks, die bereits ab 200 US Dollar zu haben sein sollen. Allerdings würden diese dann nicht mit dem neuen Windows 8 von Microsoft und dessen kachelbasierter Modern UI, sondern mit Googles Android. Das hat Intels CPO (Chief Product Officer) Dadi Perlmutter gegenüber dem Nachrichtenportal CNet bekannt gegeben. Selbst Intel-CEO Paul Otellini kündigte bereits an, dass PCs mit Touchscreen in Preisregionen um die 200 US Dollar durchaus machbar wären, jedoch mit einem aktuellen Atom-Prozessor als Herzstück. Ob Windows-basierende Geräte ebenfalls in diesen Preisregionen machbar wären, liegt laut Permutter lediglich an Microsoft und deren Lizenzforderungen.

 

Die Zukunft ist mobil

Um was für Notebooks es sich genau handeln wird, das ist allerdings noch nicht ganz klar. Am wahrscheinlichsten wären jedoch sogenannte Convertibles, wie sie beispielsweise ASUS in Form der Transformer-Serie schon länger im Angebot hat. Ebenfalls fraglich wäre, ob Intel auf ein pures Android setzen wird oder ob man sich die Arbeit für eine entsprechende starke Anpassung an den Einsatzzweck vornimmt. Android selbst beherrscht mittlerweile viele Dinge, mit denen man den Schritt durchaus auf den Desktop-Bereich wagen könne, auch wenn frühere Versuche von Toshiba mit dem AC100 eher kolossal nach hinten los gingen.

Perlmutter sieht im zweiten Halbjahr 2013 und bis hinein ins Jahr 2014 den Computermarkt im Wachstum, was insbesondere an neuen tollen Geräten liegen würde. Wie viele dieser neuen Geräte dann mit Android laufen werden, lies sich Perlmutter jedoch nicht entlocken. Abgesehen von der magischen Preisgrenze von 200 US Dollar plant Intel scheinbar auch mit Notebooks zwischen 399 und 499 Euro, die mit Einsteiger-Modellen der Core-Produkte ausgestattet sein werden oder aber mit der Spitze der Atom-Prozessoren. Ob diese Notebooks bzw. Convertibles dann ebenfalls mit Android betrieben werden, verriet Perlmutter ebenfalls nicht, wäre jedoch denkbar. Begleitet werden die Bemühungen übrigens auch mit der Entwicklung eigener LTE-Modems, die künftig in den eigenen Prozessoren mit verbaut werden. Schließlich ist gerade im mobilen Bereich Qualcomm der größte Konkurrent, auch wenn rein in Sachen Performance der aktuelle Dualcore Atom Z2580 deutlich die Nase vorne hat.

[Quelle: CNet | via AndroidAuthority]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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