Ist das Samsung Galaxy S4 Active nicht ganz dicht?

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Samsung Galaxy S4 Active

Vor wenigen Wochen stellte uns Samsung in London auf dem Galaxy & ATIV Event eine wahre Armada an neuen Android Produkten vor, darunter auch das Galaxy S4 Active. Ein Outdoor-Smartphone, welches aufgrund seiner IP67 Zertifizierung in der Lage ist, unbeschadet 30 Minuten lang in einer maximalen Wassertiefe von einem Meter zu überstehen. Doch die Kollegin Rita Deutschbein von teltarif durfte nach einem Test der Wasserfestigkeit feststellen, dass die Testflüssigkeit unberechtigterweise den Weg unter das Display des Galaxy S4 Active gefunden hat.

Schlechte Zeiten

Der Marktführer in Sachen Android Smartphones wird wohl diese Woche am liebsten aus dem Kalender streichen wollen. Wurde erst dem Aushängeschild der opulenten Galaxy Produktpalette nachgewiesen, dass man bei einem Benchmark-Test die Taktfrequenz der Galaxy S4 GPU zu Gunsten besserer Werte nach oben hin korrigiert, da kommen auch noch vermehrt Meldungen zu eindringenden Wasser in das Galaxy S4 Active, dem eigentlichen Outdoor-Smartphone von Samsung.

Der Wassertest

Nachdem die Kollegin von teltarif ihr Testgerät von Samsung erhalten hat, war natürlich klar das die erste Testmaßnahme ein Tauchgang in das wohltemperierte Wasserbad sein musste.
Hatte sie doch bereits in London gesehen, wie dort vor Ort die Galaxy S4 Active Modelle reihenweise für die Presse schwimmen gingen und unter anderem den beeindruckenden Aqua-Modus (Anpassung für Unterwasserfotos) unter Beweis stellen konnten. Der Micro-USB Port wurde mit der Sorgfalt einer Frau mit dem entsprechenden Verschluss versiegelt und ein letzter kontrollierender Druck auf die abnehmbare Rückseite sorgte für Gewissheit das auch hier alles dicht ist. Oder sollten wir besser sagen, dicht sein sollte?

Der Schaden

Galaxy S4 Active WasserschadenEs kommt was nicht kommen sollte – nach einer kurzen Ruhephase unseres „Nichtschwimmers“ sammelte sich der Feind der Elektrizität unter dem Display. Rita Deutschbein beschreibt diesen Anblick wie folgt:

„Optisch sieht dies aus, als würde ein feuchtes Blatt Papier direkt unter dem Display-Glas liegen.“

Nach dem bewerten Prinzip der Selbstreparatur, erst einmal eine Nacht drüber zu schlafen, musste sie jedoch am nächsten Morgen feststellen das sich zu dem Wasser unter dem Display nun auch noch ein Kameraschaden dazugesellte.  Eine Testaufnahme bewies das auch Wasser in die Kameralinse eingedrungen sein musste.

Die Stellungnahme

Wenn auch in den vergangenen Tagen einige negative Schlagzeilen über das koreanische Unternehmen ein prasselten, so muss man Samsung doch zu Gute halten, dass sie sich umgehend der Situation stellen. So auch geschehen bei den sich häufenden Problemen mit dem Galaxy S4 Active. So geht das Unternehmen davon aus, dass es sich bei den Testgeräten um Vorserienmodelle handelt, die nicht für den Verkauf vorgesehen sind.
Sehr häufig kommt es vor das aufgrund des großen Presse Interesse, Teststellungen aus der nicht marktreifen Serie ausgegeben werden um diese umgehend beliefern zu können.
Samsung tauscht aktuell die betroffenen Exemplare aus um im Werk zu überprüfen wo genau der Fehler des eindringenden Wasser liegt und wird dann erneut eine erklärende Pressemitteilung veröffentlichen.

[Quelle: teltarif]

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

2 Kommentare

  1. Michel schreibt:

    In der Bedienungsanleitung steht angeblich explizit, dass für Sturz und Wasserschäden beim S4 Active keine Haftung übernommen wird. Soll angeblich daran liegen, dass der Abschnitt vom normalen S4 einfach übernommen wurde. Rechtlich folgt aber daraus, dass man trotz zertifizierung keinen juristischen Anspruch auf Wandlung oder kostenlose Nachbesserung hat…

  2. DerDieter schreibt:

    Und in London? Das waren dann keine Vorserienmodelle? Ach Samsung, oben ist die Luft dünn.

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