Ist die Google Glass ein Flop?

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Google Glass

Die im Sommer 2012 vorgestellte Datenbrille – Google Glass – war die Sensation schlecht hin. Auf der einen Seite die Entwickler, die in dem Head-Up-Display eine echte Innovation sehen und auf der anderen Seite die Datenschützer, die sich mit einer solchen unauffälligen Brille mit Videoaufzeichnungsmöglichkeiten, in ihren Grundrechten verletzt sehen. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, muss man sich große Sorgen um einen möglichen offiziellen Consumer Start der Google Glass machen.

Serey Brin ohne Google Glass

Stein des Anstoßes war Gründer und heutiger CTO Sergey Brin, der bei einem offiziellen Event ohne seine Google Glass Brille gesehen wurde. Anlass genug um im Hause Reuters Nachforschungen zu betreiben, wie es denn aktuell um das Google Glass Projekt steht.
Zuletzt wurde erneut der offizielle Termin zur Veröffentlichung der Consumer-Version der Datenbrille auf 2015 verschoben. Grund hierfür ist laut dem Google Glass Verantwortlichen Chris O´Neill, der Verzug zur Serienreife:

„…wir werden das Produkt nicht herausbringen, bevor es nicht absolut fertig ist“

Entwickler zunehmend desinteressiert

Laut Reuters springen mehr und mehr Software Entwickler von dem Projekt Google Glass ab. Allein 9 von 16 befragten Developer gaben zu, die Entwicklung komplett eingestellt zu haben. Selbst Twitter sehe unter der aktuellen Marktsituation kein Potential für eine Weiterentwicklung ihrer geplanten Google Glass Unterstützung.
Auch wird es Unternehmen wie DriveSafe, die an einer Anwendung arbeiten, die Autofahrer vor einem Unfall bei Sekunden-Schlaf schützen soll, nicht gerade leicht gemacht. Mehrere US-Bundesstaaten haben bereits das Tragen einer Google Glass beim Autofahren per Gesetz untersagt.

Generell geht die Tendenz eher in den Business-Bereich, wie in dem Beispiel CrowdOptics, die Google Glass bereits jetzt schon in 19 US-Krankenhäusern für chirurgische Eingriffe nutzen und im Jahre 2015 auf 100 Kliniken ausbauen wollen.
Bei einem aktuellen Preis von circa 1.500 US-Dollar der Explorer-Edition ist auch das private Desinteresse durchaus nach zu vollziehen.

Zuletzt schien sich aber auch laut Reuters die Entscheidung im Hause Google selbst, gegen einen Release eines Consumer-Produktes zu entwickeln. Eine deutliche Sprache sprechen die Entlassungen von Google Glass Entwicklungschef Babak Parviz und Elektronik-Chef Adrian Wong.

Wir dürfen also im kommenden Jahr gespannt sein, ob und zu welchem Preis es dann eine Google Glass für den Otto-Normal-Verbraucher geben wird. Wie sieht denn euer Interesse an einer solchen Datenbrille aus. Zu welchem Preis würdet ihr euch eine Gooogle Glass kaufen wollen, wenn überhaupt?

[Quelle: Heise online]

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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