Jan Koum: WhatsApp wird keine Daten-Mine für Facebook

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Facebook kauft WhatsApp

Einst war WhatsApp der beliebteste Messenger überhaupt, den Millionen von Menschen jeden Tag aufs Neue nutzten. Das dürfte jetzt noch immer so sein aber die erste große Abwanderungswelle wegen der Übernahme durch Facebook dürfte schon etwas Auswirkungen auf die Zahlen haben. Und trotzdem will der Messenger zu keiner Daten-Mine für Facebook werden.

Wer im Internet tätig ist, für den sind Daten pures Gold wert. Gerade Google und Facebook sind sehr gute Beispiele dafür, was sich alles mit den Daten der Nutzer anfangen lässt, insbesondere wenn man zusätzlich in der Branche der Online-Werbung tätig ist. Umso schockierter sind Millionen von Nutzern gewesen, als Facebook die Übernahme von WhatsApp für die absolute Rekordsumme von 19 Milliarden US-Dollar bekannt gab. Fast im Stundentakt hat daraufhin die Konkurrenz erheblich an Popularität und Nutzern hinzugewonnen, vor allem Threema und Telegram haben von der Übernahme profitiert.

 

WhatsApp bleibt autonom

Aber eines will WhatsApp-Mitgründer und CEO Jan Koum klarstellen: Das Unternehmen und dessen Messenger werden auf keinen Fall zu einer sprudelnden Quelle von Nutzerdaten werden, was dem Konzern von Mark Zuckerberg als eigentlichen Grund zur Übernahme vorgeworfen wird. Das hat Jan Koum auf dem unternehmenseigenen Blog verkündet. Recht theatralisch schreibt der gute Mann, dass der „Schutz der Privatsphäre in unsere DNA eingebrannt ist“. Da Koum in der ehemaligen Sowjetunion aufwuchs, kann man ihm das durchaus abnehmen was er da sagt. Trotzdem bleibt mit Facebook dem Hintergrund eine gewisse Skepsis bestehen.

Koum behauptete schließlich vor nicht zu langer Zeit sogar einmal, dass WhatsApp niemals an jemand anderen verkauft werde und immer eigenständig bleibe. Selbst Werbung habe man sich bisher erwehren können und verlangt lediglich eine jährliche Nutzungsgebühr von gerade mal 89 Cents. Weiterhin sagt Koum, dass der Deal mit Facebook niemals zustande gekommen wäre, hätte das Team von WhatsApp seine Prinzipien ändern müssen. Trotzdem liegt der Gedanke nicht allzu fern, schließlich verdient Facebook ja durch den Verkauf von Werbe-relevanten Daten den Großteil seines Geldes. Die Spekulationen wegen der Nutzerdaten von WhatsApp sind also nicht gerade aus der Luft gegriffen.

Dennoch werde WhatsApp weiterhin vollkommen unabhängig von Facebook agieren und seine Philosophie weiterhin verfolgen. Auch wenn das Sicherheitsteam von Facebook sich um die Sicherheit des Messengers kümmern will.

[Quelle: PhoneArena]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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