Jolla Tablet: Nicht jeder Unterstützer bekommt sein Gerät

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Jolla Tablet mit Sailfsh OS

Alternativen zu Android und iOS gibt es einige, wie zum Beispiel das zu Android-Apps kompatible Sailfish OS auf dem per Crowdfunding finanzierten Jolla Tablet. Nachdem zuletzt das Unternehmen und sowie dessen Tablet-Modell wirtschaftlich auf der Kippe standen, ist Jolla neuesten Informationen zufolge erst einmal gerettet. Lediglich für das Tablet selber gibt es keine guten Neuigkeiten.

Immer wieder ist von erfolgreich finanzierten Crowdfunding-Kampagnen zu lesen, bei denen Entwickler interessanter und vielversprechender Gadgets ihr angestrebtes Ziel um teilweise dreistellige Prozentwerte überflügeln konnten. Dennoch bleibt immer ein gewisses Restrisiko übrig und das bekommen dieses Jahr die Unterstützer des Jolla Tablet auf IndieGoGo (zum Beitrag) auf unangenehme Weise zu spüren. Das Unternehmen hinter dem Tablet und Sailfish OS hat sich in einem Blogbeitrag zur Zukunft geäußert.

Neuer Ärger mit dem Jolla Tablet

Wichtigste Nachricht: Jeder der zu den ersten Unterstützern des preiswerten Tablet-Modells mit der Android-Alternative Sailfish OS zählt, darf nicht automatisch auch mit der Auslieferung des Jolla Tablet an seine hinterlegte Adresse rechnen. Nachdem zuletzt mit viel Mühe die zuvor gescheiterte Finanzierung des finnischen Unternehmens doch noch gerettet werden konnte (zum Beitrag), habe man wieder eine kleine Produktionsmenge in Auftrag geben können. Die Einladungen für diese Geräte werde man im Januar an entsprechende Unterstützer von IndieGoGo verschicken und das eigentliche Jolla Tablet werde man im Laufe des Frühlings 2016 schließlich ausliefern.

Wer nicht zu den Glücklichen gehört, die dennoch ihr Jolla Tablet bekommen können, will das Unternehmen etwas anderes als Ausgleich bieten. Was dies sein wird ist nicht bekannt – Jolla schweigt sich dazu bis auf weiteres aus. Ein abgespecktes Tablet wird es wohl kaum sein, so viel dürfte schon mal feststehen. Einzig zu Spekulationen was es denn sein könnte ruft das Unternehmen auf.

Natürlich ist das für die Unterstützer ein herber Schlag, aber andererseits ist das auch ein in Kauf genommenes Risiko des Crowdfunding. Egal auf welcher Plattform, ob IndieGoGo, Startnext, wemakeit, Patreon oder Branchen-Vorreiter Kickstarter: Überall muss man die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das Projekt auf den letzten Metern vor dem Ziel scheitern kann oder kurz danach. Prominentestes Beispiel der jüngeren Vergangenheit dürfte die Zano Mini Drohne sein, wo Kickstarter sogar eine unabhängige Untersuchung des Scheitern trotz erfolgreich gespendeter 3,2 Millionen US-Dollar angeordnet hat (zum Beitrag).

Zweites Smartphone ist auf dem Weg

Umso ärgerlicher ist es dann, wenn es wirklich so weit kommt wie eben jetzt mit dem Jolla Tablet. Vor allem unter dem Aspekt, dass man das damals angestrebte Ziel von 500.000 US-Dollar mit fast 500 Prozent deutlich übertroffen habe, klingt das Statement, dass nicht alle Backer ihr Tablet erhalten werden, wie blanker Hohn. Hinzu kam, dass Jolla zwar eine Erstattung für unzufriedene Backer anbot, diese aber nicht wirklich stattfand und auch die versprochene zweite Charge des Jolla Tablet nicht ausgeliefert wurde.

Der Ärger der Unterstützer auf das Unternehmen ist daher verständlicherweise sehr groß und hat das Vertrauen in Jolla sehr stark belastet. Wie es daher mit dem so ambitioniert gestarteten Tablet weiter geht ist ungewiss. Jolla selbst erklärt in dem Blogeintrag, dass man dieses Jahr mit dem zweiten Smartphone rechnen könne, welches speziell für den indischen Markt mit der Hilfe von Indiens größtem Smartphone-Händler Intex Technologies entwickelt wird. Ein weiterer Tropfen auf den heißen Stein der Jolla Tablet Unterstützer.

[Quelle: Jolla | via Computerbase]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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