Kampf der Apps: Wie die Großen die Downloads zählen

Geschrieben von

Google Play Store

Auf der großen Google-Keynote der diesjährigen Google I/O, die nebenbei so einiges anders macht als es die letzten Jahre noch der Fall war, haben die Android-Verantwortlichen nur so mit neuen Superlativen um sich geschmissen. Neben den über 900 Millionen aktivierten Android-Geräten, sticht vor allem eine Zahl ganz besonders ins Auge: 48 Milliarden App-Downloads.

Das muss man sich mal vorstellen irgendwie, 48 Milliarden Downloads allein aus dem Google Play Store, Drittanbieter-Stores wie Amazons App Market oder der AndroidPit Store sind da noch nicht einmal mit einberechnet. Erst kürzlich hat Apple übrigens bekannt gegeben, dass man die Marke von 50 Milliarden Downloads im iTunes Store geknackt hat. Nur eine Frage beschäftigt einen bei all diesen Superlativen: Wie werden sie eigentlich erfasst? Denn der Spruch „Glaube nur der Statistik, die du selber gefälscht hast“ hat ziemlich oft einen nicht ganz unwahren Kern, wenn man diverse Unternehmenszahlen miteinander vergleicht.

 

Aufholjagd im großen Stil

Aber zumindest bei dieser Zählung sind sich Google und Apple einig, denn beide Unternehmen zählen nur Neuinstallationen von Apps und das für den jeweiligen User-Account. Sprich es werden nur die Apps, Bücher, Filme und Musiktitel erfasst, die von all den Nutzern das erste Mal heruntergeladen und installiert werden. Installationen auf verschiedenen Geräten werden nicht mit einbezogen, beide Unternehmen beschränken sich da wirklich auf die aller ersten Installationen von Apps. Dafür, dass der Play Store (ehemals Android Market) ein knappes halbes Jahr später an den Start ging und das bei einer deutlich geringeren Verbreitung gegenüber den iOS-Geräten, eine durchaus beeindruckende Leistung.

Zumal allein im letzten Monat 2,5 Milliarden Downloads verzeichnet wurden im Play Store. Und man darf nicht vergessen, dass Android einige Zeit gebraucht hat, um eine entsprechend große Userzahl auf die Beine stellen zu können, damit der Play Store von Google auch wirklich zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenzplattform heranwachsen kann. Hinzu kommt außerdem, dass es bei Apple weniger Universal-Apps und meistens für iPhone und iPad getrennte Apps gibt. In diesem Zusammenhang betrachtet, wirken die Zahlen und die Entwicklung noch besser im Vergleich zu Apple, auch wenn prozentual gesehen der Windows Phone Marketplace von Microsoft ein noch besseres Wachstum in seiner Anfangsphase vorzuweisen hatte.

[Quelle: The Next Web | via PhoneArena]

The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Michel schreibt:

    Ein entscheidender Grund wird sein, dass viele Apps im Playstore günstiger bzw. kostenlos sind als im App Store.

    Zudem ist die Verbreitung von Android in der letzten Zeit um einiges höher als bei Apple, da immer mehr Geräte mit Android laufen (TV-Sticks, Set-Topboxen, Reiskocher etc. gibt es bei iOs nicht)

    • Genau so ist es. Die Nutzerbasis ist einfach um ein Vielfaches höher beim direkten Vergleich aber dennoch ist es eher erstaunlich, dass die schiere Masse von über 900 Millionen Androiden dennoch nicht an Apple vorbei gezogen sind.

      Nun ja, zum Ende des Jahres dürfte auch dieser Punkt geknackt sein. 😉

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


207 Abfragen in 0,460 Sekunden