LG Smart TV – Kaufberatung zum richtigen Smart TV [Teil 1/3]

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LG Smart TV - multimedialer Mittelpunkt im Haushalt

Im dritten Teil unserer kleinen Serie „LG Smart TV – multimedialer Mittelpunkt im Haushalt“ wollen wir uns einmal der Thematik widmen, die wohl die meisten Fragen aufwirft: Welchen Smart TV soll ich mir eigentlich kaufen beziehungsweise welcher ist für mich der Richtige? Eine Frage die bei dem Thema Smart TV und einer Vielfalt von Herstellern, Funktionen und Fachbegriffen durchaus seine Berechtigung findet. Ich will in dem nun folgenden Beitrag keine explizite Produkt-Empfehlung aussprechen, sondern vielmehr unterschiedliche Entscheidungs-Kriterien aufdecken und erklären, um euch so eventuell bei der Wahl zum neuen Smart TV zu unterstützen.

Was ist ein Smart TV?

lg_smart_tv_01In der Welt der Technik, und nicht nur da, halten Anglizismen verstärkt den Einzug, da sie sich allen Anschein nach verkaufsfördernder anhören und eventuell auch international verwendbar sind. So auch unser heutiges Thema – Smart TV – was 1:1 als „intelligenter Fernseher“ übersetzt werden könnte. Darunter ist im Prinzip ein Fernsehapparat zu verstehen, der vom Computer oder Smartphone bekannte Features bietet und zumeist neben dem Fernsehsignal über Antenne, Satellitenschüssel oder Kabel, eine Internetverbindung benötigt um den vollen Funktionsumfang zu gewähren.
Schaut man sich jedoch das heutige Angebot an LED-, LCD-, Plasma-, Curved- und OLED-Fernseher an, so wird man im Grunde nur noch Smart TVs finden, da viele der Zusatzfunktionen zum heutigen Standard gehören.
Doch welche Funktionen gibt es überhaupt, was bedeuten sie und was brauch ich im Alltag davon wirklich? Klar, umso mehr umso besser, kann ja eigentlich nicht Schaden. Außer man hat am Ende der Liste wieder vergessen was denn eigentlich die erste Funktion nun konnte, doch dazu später mehr.

Preise

lg_smart_tv_preiseWir befinden uns nun in der beneidenswerten Situation uns einen neuen Fernseher anschaffen zu wollen und verfügen zudem auch noch über das entsprechende Barvermögen oder einer positiven SCHUFA-Auskunft.
Mit der wohl wichtigsten Frage: Was bekomme ich für mein Geld? Muss ich euch schon einmal allein lassen, da die Höhe des zur Verfügung stehenden Betrages von Leser zu Leser unterschiedlich sein wird und auch die Preise an sich – wie bei Technik generell üblich – einem schnellen Verfall unterlegen sind. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, sich eher nach einem Vorjahresmodell um zuschauen, um ein echtes Schnäppchen zu schlagen. Auch haben viele Elektronikfachmärkte Eigenmarken, die preislich deutlich unter den üblichen Markenfabrikaten liegen. Ich persönlich tendiere aber eher zu einer Marke mit der ich auch in anderen Technikbereichen positive Erfahrungen gemacht habe. Sei es der Support, Update-Politik, Garantieleistungen oder generelle Zuverlässigkeit der Geräte. Als führende Markenhersteller seien im Smart TV-Bereich in alphabetischer Reihenfolge LG, Panasonic, Philips, Samsung und Sony genannt.

Größe und Auflösung

lg_smart_tv_02Wer auch immer gesagt hat die Größe spielt keine Rolle – der lügt! Es gibt im Grunde eine recht einfache Formel, die völlig unabhängig von dem eigentlichen Standort wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer oder Küche angewendet werden kann, um die richtige Größe beziehungsweise Bildschirmdiagonale festzustellen. Der Sitzabstand (cm/m) zu dem Fernseher und die Auflösung (Pixel) des Bildmaterials bestimmt hier die richtige Bildschirmdiagonale (Zoll/cm).
Während bei einem PAL-fähigen Fernseher der Sitzabstand 3 – 6 mal so groß sein konnte wie die Bildschirmdiagonale, ist es bei den heutigen Smart TVs – die durchweg über eine wesentlich höhere Display-Auflösung verfügen – der Sitzabstand deutlich gesunken. Einfach aus dem Grunde weil nun wesentlich mehr vertikale und horizontale Bildpunkte (Pixel) pro Zeile dargestellt werden können.
Der gute alte PAL-Fernseher lieferte uns eine Auflösung von 544 x 576 Pixel, ein HDTV 1.280 x 720 Pixel und ein Full HDTV sogar 1.920 x 1.280 Pixel. Zahlen die uns auch von Smartphone und Tablet Display-Auflösungen ein Begriff sind. Spätestens seit der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hat der ein oder andere auch schon einmal etwas von 4K Auflösung gehört, die sogar  3.840 x 2.160 Pixel darstellt und auch als Ultra HDTV gekennzeichnet wird. Doch gerade zum Thema 4K möchte ich später noch einmal genauer eingehen. Jetzt erst einmal wieder zurück zur Größe unseres zukünftigen Smart TV.

Wir wissen nun also umso höher die Auflösung ist, können wir im Grunde auch näher am Bildschirm sitzen, insofern auch das dargestellte Material diese Auflösung unterstützt. Doch im Umkehrschluss macht es auch wenig Sinn mit 50 cm Abstand vor einem 65 Zoll großen Fernseher zu sitzen, da dies dann ein wenig das Sichtfeld des Schiedsrichters beim Wimbledon Tennis-Finale simuliert.
Als Faustformel bei einem Full HD-fähigen Smart TV können wir also den 1,5 bis 3-fachen Sitzabstand der Bildschirmdiagonale in cm (1 Zoll = 2,54 cm) nehmen oder umgekehrt:

  • 1-2 m Entfernung = 32 bis 37 Zoll
  • 2-3 m Entfernung = 40 bis 55 Zoll
  • 3-4 m Entfernung = 60 bis 65 Zoll

Hierbei spielt auch eine große Rolle, dass der Fernseher beim Händler unseres Vertrauens meist in den großen Verkaufsräumen kleiner wirkt. Andersherum gewöhnt sich das menschliche Auge sehr schnell an den neuen Fernseher und lässt ihn nach 1-2 Wochen zuhause subjektiv kleiner wirken. Steht also die Entscheidung zwischen 2 Größen an, so ist tendenziell bei vorhandenen häuslichen Platz die Entscheidung zu der größeren Bildschirmdiagonale zu fällen, um auch langfristiger Freude an der Neuanschaffung zu haben.

Curved or not Curved

lg_smart_tv_curvedNein, diese Kategorie wird jetzt kein Rant im Stile eines Sascha Pallenberg sondern widmet sich vielmehr dem Panel. Denn nachdem wir nun schon einmal die Größe des Bildschirms bestimmt haben, eröffnet sich die nächste Themengruppe. LG macht es aktuell mit der zweiten Generation seines LG G Flex vor, dass gebogene Displays ganz groß im Trend sind. Wohin gegen die Technologie der gebogenen Projektionsfläche nicht wirklich neu ist, scheint sie dennoch jetzt ihren zweiten Frühling zu erleben.
Bereits Michelangelo nutzte 1534 die gebogene Deckenfläche der Sixtinische Kapelle für sein weltbekanntes Fresko „Das Jüngste Gericht“ um einen Eindruck mit Perspektive zu vermitteln.
LG selber beschreibt die Vorteile eines Curved Display wie folgt:

Die ergonomische Krümmung des Bildschirms wurde so berechnet, dass sie dem menschlichen Sichtfeld exakt entspricht. Das heißt, jeder Punkt des Bildschirms hat automatisch die optimale Entfernung zum Auge des Betrachters. Damit bietet der Curved Screen aus praktisch jedem Blickwinkel ein optimales Seherlebnis – ohne Farbverzerrungen oder Detailverlusten an den Bildschirmrändern. Das heißt für Sie, Ihr Sichtfeld ist selbst aus einem seitlichen Betrachtungswinkel komplett verlustfrei und gestochen scharf.

Ob dem nun in der Tat wirklich so ist, lässt sich eventuell berechnen, rein subjektiv kann ich aber keine Unterschiede zu einem gleichwertigen Flat Panel erkennen. Doch aufgrund seiner Ausdehnung in die Tiefe, kann natürlich mehr Fläche auf die selbe Breite eines „normalen“ Smart TV untergebracht werden. Und machen wir uns nichts vor: So ein Fernseher ist auf seine Art und Weise natürlich auch ein Möbelstück, bei dem Design eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt und hier kann natürlich ein Curved Smart TV ganz klar mit seinen optischen Vorteilen auftrumpfen.

UHD TV und 4K

lg_4k_aufloesungWir hatten uns eben schon einmal dem Thema Panel-Auflösung gewidmet. Dennoch möchte ich mich dem häufig beworbenen Verkaufsargument 4K noch einmal separat widmen. Die Frage was 4K beziehungsweise UHD TV bedeutet, haben wir oben mit der Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel bereits geklärt und dürfte vielen schon ein Begriff im Zusammenhang mit einigen Displays von Smartphone und Tablet bekannt sein. Hier auch gerne Quad-HD oder auch wie bei dem in Kürze zu erwartenden LG G4 – Quantum Display – genannt.
Wir bekommen also durch noch mehr Pixel, ein noch schärferes Bild. Das ist ja prinzipiell nicht verkehrt, doch was im Smartphone-Bereich von Kritikern bereits umstritten diskutiert wird, da dies zum einen mit einem höheren Akkuverbrauch einhergeht und zum anderen die Frage aufwirft, ob auf einem so kleinen Display eine höhere Auflösung einen sichtbaren Mehrwert bringt, muss nicht zwingend für den Smart TV gelten.
Gerade die letzte Frage im Bezug auf die Smart TV Displaygröße, muss ich mit einem deutlichen „ja, ich will“ beantworten. Denn bei stetig steigenden Panelgrößen unserer Fernsehapparate (55 Zoll gilt ja hier im Wohnzimmer schon nahezu als Standard), bringt eine höhere Auflösung auch einen echten Mehrwert. Doch muss unser Medienzulieferer auch diese Formate bieten und genau da sieht es aktuell noch ein wenig dürftig aus.

Aktuell wird man bis auf zwei Astra Testkanälen keine 4K Inhalte im Live TV konsumieren können. Mal von unserer weltmeisterlichen Leistung in Sachen Fußball vergangenen Jahres abgesehen.

Empfangsparameter Astra Ultra HD Demo:

Transponder: 1.035
Frequenz 10.994 MHz (Horizontal)
Symbolrate 22.000
Video 2160 50p, HEVC Main 10, 10-bit
Datenrate 25 Mbit/s
Quelle: Astra.de

Aber vom Prinzip wird es kommen, so viel ist sicher. Ähnlich den HD-Formaten dauert dies eben ein wenig bis auch die Fernsehsender davon überzeugt sind, dass sich derartige Mehrkosten in Produktion und Ausstrahlung lohnen, was schlussendlich wieder von der Menge an verkauften 4K Smart TVs abhängig ist.
Etwas weiter sind hier aber die so genannten Pay-TV und Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime Instand Video, die bereits jetzt schon 4K Inhalte anbieten – eine schnelle Internetleitung vorausgesetzt. Stefan hat einmal eine kleine Übersicht unter dem Beitrag:

Amazon, Netflix, Sky Go, maxdome und andere Pay-TV-Anbieter im Vergleich

für euch aufbereitet.

Aber was ist eigentlich mit der Wiedergabe eigener 4K Inhalte und Quellen wie Blu-ray-Player, externe Festplatte, USB-Stick oder der eigenen 4K tauglichen Kamera? Viele Android Smartphones sind ja heute bereits schon zu 4K Aufzeichnungen in der Lage. Während es aktuell weder 4K Blu-ray-Filme noch DVD- oder Blu-ray-Player gibt, die 4K Inhalte an unseren Smart TV übertragen können, ist dabei auch der Codec H.265/HEVC und HDCP 2.2 Kopierschutz zu beachten, den unser zukünftiger Fernseher beherrschen sollte. Gastautor Birol Cin hat unter anderem genau dieses Thema schon einmal sehr schön erklärt (zum Beitrag).
Um wiederum Inhalte von externen Quellen auf unseren neuen 4K tauglichen Smart TV wiederzugeben, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten:
Aus dem eigenen Netzwerk, wie beispielsweise einem NAS-Server auf den unsere 4K Videos gespeichert sind, über USB-Festplatte oder -Stick – wobei hier darauf zu achten ist, dass der Fernseher über USB 3.0 zur schnelleren Datenübertragung verfügt und natürlich über HDMI. Auch hier ist auf einen schnellen Anschluss wie HDMI 2.0 zu achten. Zwar kann ein HDMI 1.4a ebenfalls 4K Inhalte übertragen, aber nur mit einer Wiedergabefrequenz von 30 Hertz. Und das wollen wir doch bei möglichen 60 Hz auch nicht wirklich, oder?
lg_smart_tv_60hzUm aber nun abschließend die Frage zu 4K beziehungsweise Ultra HD oder UHD TV zu beantworten, sei gesagt: Geht es um den Fernseher für das Wohnzimmer, dann auf jeden Fall. Wird aber „nur“ ein Smart TV für die Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad oder Speisekammer gekauft, kann man wohl noch aufgrund des höheren Anschaffungspreises getrost darauf verzichten und zu einem Full HD tauglichen Smart TV greifen.

Was ist noch zu beachten?

lg_smart_tv_storeWie ihr schon gemerkt habt, ist der Beitrag zu einer Kaufberatung auf Basis der Ausstattung und den Funktionen eines Smart TVs schnell sehr umfangreich geworden. Doch noch sind nicht alle Themenbereiche angesprochen, wie beispielsweise welches Betriebssystem, mögliche Apps und App-Stores, die Anschlüsse des Smart TV oder dem 3D-Fernsehen an sich.
Um nicht komplett die Übersicht zu verlieren und eure Aufmerksamkeit möglichst hoch zu halten, werde ich in Kürze einen zweiten Teil meiner Kaufberatung mit den eben genannten Punkten folgen lassen.

Alle aktuellen und folgenden Beiträge unserer kleinen Serie, findet ihr unter dem folgenden Link:

LG Smart TV – multimedialer Mittelpunkt im Haushalt

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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