Klage gegen AirPush: Hat das Werbenetzwerk echtes Geld erschlichen?

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Für Android gibt es viele tolle Apps, die es gratis im Play Store zum Download gibt. Allerdings sind diese Apps in der Regel mit Werbung bestückt, die in Form eines Werbebanners auftaucht. Und dann gibt es noch AirPush, welches wirklich nervige Werbung ausliefert und schon zu etlichen Wutausbrüchen geführt haben dürfte. Vielleicht nicht mehr lange, denn gegen AirPush liegt eine Klage vor.

AirPush liefert Werbung nicht nur als Werbebanner in den Apps selbst aus, sondern platziert zusätzlich noch Anzeigen in der Drop-Down Notification Bar von Android. Das ist nicht nur besonders nervig sondern auch gefährlich, wie eine am U.S. District Court of Colorado eingereichte Klage aufzeigt. Konkret wird dem Werbenetzwerk AirPush und dem App-Entwickler GoLive Mobile vorgeworfen, mittels durch AirPush ausgelieferte Werbung echtes Geld von Betroffenen eingenommen zu haben.

GoLive Mobile wird nun vorgeworfen, die an sich eher harmlosen Werbebanner von AirPush dahingehend modifiziert zu haben, dass diese wie eine eMail- oder Kalender-Benachrichtigung aussehen. Klickt der nichts ahnende Benutzer nun auf eine solche Mitteilung, wird dieser auf eine Seite mit täuschend echten Icons aus dem Play Store weitergeleitet und zum aktualisieren einiger Apps aufgefordert. Wird das wiederum bestätigt erscheint eine Website, auf der man seine Telefonnummer angeben sollte.

Spätestens an dieser Stelle sollte man misstrauisch geworden sein, denn sonst tauchen diverse Premium-SMS von GoLive Mobile auf der nächsten Handy-Rechnung auf. In einigen Fällen geschah das sogar Monatelang, bevor die Sache aufgeflogen war. Unterdessen untersuchen die Anwälte der Geschädigten den entstandenen Schaden, um darauf dann ihre Entschädigungsforderungen zu berechnen. Was uns da wenig wundert ist die Tatsache, dass sich die Beklagten GoLive Mobile und AirPush bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert haben.

Dieser Fall zeigt erneut, wie leichtgläubig wir unsere Daten an Andere preisgeben. Wenn wir dazu aufgefordert werden von einer App unsere Nummer anzugeben, sollten spätestens an dieser Stelle die Alarmglocken schrillen. Andererseits kann es nie eine 100%ige Sicherheit geben. Mit entsprechenden Apps kann das Risiko allerdings ein wenig eingedämmt werden. Zum Beispiel mit der Freeware Addons Detector, um Apps mit AirPush-Funktion identifizieren zu können. Wer zusätzlich sein Android-Gerät gerootet hat, kann mittels AdAway den Großteil von Werbung einfach blockieren lassen.

Addons Detector
Entwickler: denper
Preis: Kostenlos+
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁 #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche
[Quelle: PC World | via AndroidPolice]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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