Klikr macht Smartphones zur TV-Fernbedienung

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klikrWer das Chaos an Fernbedienungen beheben will greift schnell zu einer programmierbaren Universalfernbedienung wie der Logitech Harmony – oder in naher Zukunft zu dem Smartphone, wenn man Klikr sein Eigen nennen kann. Vor allem wenn man Fernseher, Radio, HiFi-Anlage mit dem Smartphone steuern will und dieses keinen Infrarot-Blaster hat,wird das kleine Gadget mehr als nur interessant.

Nur wenige Android Smartphones besitzen heutzutage noch einen Infrarot-Blaster auf der Stirnseite. Selbst Samsung als einer der Vorreiter für die Rückkehr dieser Technik kehrt sich langsam wieder davon ab, wie die jüngsten Vertreter der Generation Galaxy S6 zeigen. Da kommt Klikr genau richtig, welches im Prinzip Signale per Bluetooth von einem gekoppelten Smartphone empfängt und diese an das jeweils angeschlossene Gerät weiter reicht. Einfach und simpel, so wie moderne Technik sein muss.

Alles im Griff mit Klikr

Dabei kann eines der kleinen Kunststoff-Kästchen jeweils nur ein Gerät steuern, da die per Bluetooth empfangenen Signale per Infrarot an das eigentliche Gerät weitergeleitet werden. Es ist jedoch problemlos möglich, mehrere Klikr mit der Smartphone-App anzusprechen und die jeweils zugeordneten Multimedia-Geräte einzeln zu steuern. Man muss lediglich mit der zugehörigen Smartphone-App, die es sowohl für Android als auch iOS gibt, die kleinen Boxen programmieren.

Dies erfolgt wahlweise über die umfangreiche Datenbank an verschiedensten Geräten – zur Auswahl stehen Fernseher, DVD-Player, BluRay-Player, VR-Rekorder, Set-Top-Boxen, Streaming-Boxen (Roku, Apple TV, Amazon Fire TV), HiFi-Anlagen, Klimaanlage, SAT-Receiver, HiFi-Verstärker, Projektor und andere Geräte, sofern sich diese per Infrarot steuern lassen – oder man lernt die Kommandos direkt von der jeweiligen Fernbedienung. Damit wird Klikr wahrlich zur Allzweckwaffe.

Praktisch ist, dass die einprogrammierten Geräte per QR-Code von anderen auf ihrem Smartphone geladen und selbst genutzt werden können. Praktisch vor allem dahingehend, dass man dieselben Geräte nicht mehrfach neu einrichten muss. Einfach den QR-Code scannen auf einem neuen Smartphone oder dem Smartphone eines Familienmitgliedes und schon geht es weiter. Eine weitere Schutzmaßnahme vor Verlust ist die Speicherung der Daten in der Cloud von Klikr.

Ein weiterer Vorteil des Gerätes ist die Möglichkeit, dass man die Multimedia-Geräte auch per Sprachkommandos steuern und mehrere Klikr zu einzelnen Räumen zusammenfassen kann. Mit einer seitlichen Wischgeset kann man zwischen den einzelnen Geräten und Zimmern wechseln, die sogar mit entsprechenden Hintergründen bestens zu unterscheiden sind. Der Flexibilität sind damit kaum Grenzen gesetzt. Dafür sorgt auch die Batterie, denn diese muss im Idealfall nur aller sechs Monate einmal gewechselt werden.

Sicherlich ist Klikr kein Gadget welches man unbedingt braucht, aber es macht die Nutzung verschiedener Multimedia-Geräte erheblich leichter. Zumal es mit 22 US-Dollar pro Stück alles andere als teuer ist. Zumal auch Geräte mit Infrarot davon einen Nutzen haben: Manche Smartphones haben nur einen Sender aber keinen Empfänger, sodass das Anlernen von IR-Codes nicht zur Verfügung steht und man auf eine möglichst umfangreiche Geräte-Datenbank angewiesen ist.

Wer nun Interesse daran bekommen hat muss sich allerdings ein wenig in Geduld üben: Nach der erfolgreichen Finanzierung über Kickstarter wird Klikr zunächst an die Crowdfunding-Unterstützer ausgeliefert, weswegen man das kleine Kästchen ausschließlich vorbestellen kann. Um das Vertrauen in das Produkt zu erhöhen, haben die Macher das funktionierende Gerät auf der CES 2016 in Las Vegas an einem eigenen Stand dem interessierten Publikum in aller Ausführlichkeit vorgeführt.

[Quelle: Klikr]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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