[Kurztest] Mein erster Eindruck vom Huawei Mate S

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huawei_mate_sNoch geht die IFA 2015 in Berlin bis zum 9. September und auch ihr habt Zeit euch das Huawei Mate S vor Ort anzuschauen, was der weltweiten Presse bereits am Mittwoch den 2. September von dem CEO Richard Yu offiziell vorgestellt wurde. Ich habe das Android Smartphone im Aluminium Unibody-Gehäuse schon ein paar Tage lang testen können und will euch an meinen ersten Eindrucken teilhaben lassen.

Huawei Mate S

Im vergangenen Jahr zur Internationalen Funkausstellung stellte der chinesische Konzern das Huawei Ascend Mate 7 (zum Test) vor, welches als eines der ersten Android Smartphones einen intuitiv funktionierenden Fingerabdrucksensor aufweisen konnte. Auch der 4.100 mAh starke Akku machte das Phablet für viele als die einzig wahrte Kaufoption, die sie bis heute nicht bereut haben.
Warum ich das erzähle? Weil fälschlicherweise viele davon ausgehen das es sich bei dem jetzt vorgestellten Huawei Mate S um den Nachfolger des Phablet handelt. Dem ist aber definitiv nicht so, wie uns Kathrin Widmayr, Pressesprecherin von Huawei in einem Interview bestätigte. Deswegen muss man auch das Huawei Mate S aus einer anderen Perspektive betrachten:

Unboxing

Der chinesische Hersteller bietet ein umfangreiches Zubehör bei dem Kauf des 649 Euro teuren Huawei Mate S Smartphone. Neben dem üblichen SIM-Karten-Schlüssel, Netzteil und einem USB-Class A auf MicroUSB-Kabel gibt es noch ein schickes Kabel gebundenes Headset mit, welches vom Design her sehr stark an Apple erinnert. Sozusagen als Extra bekommt der Kunde des 5,5 Zoll großen Android Smartphone noch ein Flipcase aus Kunststoff.
Schon beim Erstkontakt mit dem Smartphone wird deutlich welch überragende Verarbeitung bei dem Huawei Mate S an den Tag gelegt wurde. Mit nur 7,2 mm und einem leicht angerauten Aluminium-Gehäuse liegt das Smartphone gut ausbalanciert in der Hand. Besonders auffällig ist das leicht gewölbte Display, dessen Glas über die ganze Front bis an den Rand geht.

Technische Daten

  • Display: 5.5″, AMOLED, ONCELL, FHD
  • CPU: Hisilicon Kirin 935, Octa core (4*2.2GHz + 4*1.5GHz), 64-bit
  • Speicher: ROM: 32 GB/64 GB/128 GB (This is subject to specific version in different markets) RAM: 3 GB
  • Verbindungen: Bluetooth 4.0, Wi-Fi 802.11b/g/n, 2.4G, USB2.0 high speed
  • Sensoren: Accelerometer, Compass, Gyroscope, ALS, Proximate, HALL, Fingerprint
  • Kamera: Main camera: 13MP OIS RGBW AF camera with dual -tone flash / Secondary camera: 8MP FF BSI Camera with soft light
  • Akku: Capability: 2.700mAh(Typ.)
  • OS: Android 5.1 + EMUI 3.1
  • Maße: Height:149.8mm Width:75.3mm Depth:7.2mm Weight:About 156g (including the battery)
  • Farben: Luxurious Gold, Titanium Grey, Mystic Champagne
  • Preis: UVP 649 Euro (32 GB)

Display

Huawei spendiert dem Mate S ein 5,5 Zoll großes Super AMOLED Display, welches sich bereits bei Samsung schon einen Namen für eine besonders kontrastreiche Darstellung gemacht hat. Bei einer Full HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel war dies eine gute Entscheidung, die in den Einstellungen für Freunde weniger poppigen Farben, sich auch für alle Geschmäcker anpassen lässt. Der maximale Blickwinkel ist optimal und auch unter Sonnenlicht lässt sich das Display noch gut ablesen.
Etwas enttäuscht bin ich jedoch über die fehlende Force Touch Technologie, die bei der Präsentation einige tolle Funktionen geboten hat. Beispielsweise das Smartphone Display als Waage (max. 400 Gramm) zu nutzen oder durch die Druckstärke in Bildern zu zoomen zuzüglich zu den „virtuellen“ Buttons in den Ecken des Displays. Hier ist sich Huawei noch nicht so ganz sicher ob dieses tatsächlich nur in der 128 GB Premium Variante zum tragen kommt oder man auch die 32 und 64 GB Version als gesonderte Version mit Force Touch Display produzieren und verkaufen wird.

Kamera

Das Huawei Mate S hat auf der Frontseite eine 8 Megapixel Kamera inklusive LED Blitzlicht verbaut, die selbstverständlich für die Selbstfotografie geeignet sein soll. Dies unterstützt das Unternehmen auch entsprechend Softwaremäßig mit Apps zur Gesichtsverschönerung, die auch schon von dem Huawei P8 bekannt sind (zum Test).
Als Hauptkamera hat das Huawei Mate S eine 13 Megapixel Kamera inklusive optischen Bildstabilisator, einem Saphierglas und einem Dual-LED-Blitzlicht. Über die Fotoqualität konnte ich mir noch kein Urteil erlauben, dennoch gibt es nun auch einen sogenannten „professionellen Modus“ der einem geübten Fotografen viele Optionen zur Einstellung des Fotos bietet.

Speicher und CPU

Huawei verbaut in seinem Mate S einen hauseigenen HiSilicon Kirin 935 Octa-Core-Prozesor, der bis dato in seiner täglichen Anwendung – inklusive ein paar mittelmäßig anspruchsvollen Spielen – keinerlei Probleme bereitet hat. Weder Mini-Ruckler noch Gedenk-Sekunden sind mit bei dem kurzen Gebrauch aufgefallen. Mein Huawei Mate S ist mit 32 GB internen Speicher ausgestattet, der sich aber via MicroSD-Karte erweitern lässt. Ob ein 64 und 128 GB Version auch in Deutschland zu kaufen geben wird, kann man im Hause Huawei noch nicht kommunizieren, da dies aller Wahrscheinlichkeit noch mit der Force Touch Technologie und dessen aus zustehende Entscheidung zusammen hängt. Gut aber das ist man ja bei Huawei schon gewohnt das man relativ früh zeigt was man kann, aber sich ein wenig Zeit bei der Auslieferung zum Kunden lässt. Die 3 GB RAM gehören aktuell in der Oberklasse zur Standardausstattung und bieten somit auch keinen Grund zur Klage.

Akku

Hier habe ich bei dem „nur“ 2.700 mAh starken fest verbauten Akku die meiste Kritik gelesen. Grund hierfür ist der Irrtum den ich Eingangs schon erwähnt habe, dass man bis dato bei dem Huawei Mate S von einem Mate 7 Nachfolger ausgegangen ist. Vergleicht man jetzt aber die Mitbewerber mit einem 5,5 Zoll großen Display, so liegt das Mate S im guten Durchschnitt. Insofern entscheidet also ein Test im Alltag darüber ob Huawei hier die richtige Wahl getroffen hat. Hier kann ich nach 3 Tagen bestätigen, das bereits eine Menge an Energie-raubenden Apps von mir installiert wurden und das Smartphone tendenziell 2 Tage lang mit einer Ladung hält. Aber Achtung, ich habe das Huawei Mate S erst 3 Tage – insofern ist diese Einschätzung noch mit Vorsicht zu genießen und eher das Urteil des in Kürze folgenden ausführlichen Testbericht abzuwarten.

Fazit

Das Huawei Mate S liegt besonders gut in der Hand und ist ein echtes haptisches Erlebnis aufgrund seines Aluminium Unibody-Gehäuse. Der auf der Rückseite positionierte Fingerabdrucksensor funktioniert noch besser und hat ein paar nützliche Gestensteuerungen dazu bekommen. Für Enttäuschung sorgt die fehlende Force Touch Technologie bei der man sich im Hause Huawei noch nicht einig ist welche Mate S Varianten diese erhalten sollen. Die Emotion UI ist nicht jedermanns Sache, kann aber unproblematisch mit einem Google Launcher kaschiert werden.
Die Geschwindigkeit und Ausdauer des 5,5 Zoll großem Android 5.1 Lollipop Smartphone gab zu keinem Zeitpunkt Grund zur Klage, sodass auf den ersten Eindruck hin, Huawei mit dem Mate S wieder einmal ein sehr potentes Smartphone abgeliefert hat, welches einen Preis von 649 Euro durchaus rechtfertigt.

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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