Larry Page über Apple und Facebook: "Wir machen einen guten Job"

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Google ist ein sehr erfolgreiches Betriebssystem, keine Frage. Dennoch gibt es da draußen Konkurrenten, die gegen Google und Android ankämpfen wie zum Beispiel Apple. Dennoch hatte Google meistens nur einen Weg eingeschlagen und der war ein ziemlich passiver Weg. Nun hat Larry Page, CEO von Google aber in einem Interview einige interessante Dinge ausgeplaudert.

Wenn man Google und Apple in einem Satz sagt, dann geht es meistens um den Clinch in der Mobilfunkindustrie. Seit Jahren schon bekriegen sich Apple und Google, wobei Google indirekt durch die Android-verwendenden Hersteller angegriffen wird. Die direkte Konfrontation gab es bisher noch nicht und überhaupt verhält sich Google ziemlich passiv in den Streitereien. Der Konzern aus Mountain View lässt lieber seine Produkte sprechen, ob im Guten oder im Schlechten für Mountain View. Dennoch recht interessant, was CEO Larry Page in einem Interview mit Wired zum Besten gegeben hat.

Wired: Steve Jobs felt competitive enough to claim that he was willing to “go to thermonuclear war” on Android.
Page: How well is that working?
Wired: Do you think that Android’s huge lead in market share is decisive?
Page: Android has been very successful, and we’re very excited about it.

Deutsche Übersetzung:

Wired: Steve Jobs fühlte sich stark genug für den Wettbewerb um zu behaupten, dass er bereit sei für einen „thermonuklearen Krieg“ gegen Android.
Page: Und wie gut hat das funktioniert?
Wired: Denken Sie, dass der große Marktanteil von Android entscheiden ist?
Page: Android ist sehr erfolgreich und wir sind sehr begeistert darüber.

Larry Page sieht die Sache also ziemlich entspannt und von dem „thermonuklearen Krieg“ gegen Android ist bisher auch nicht allzu viel zu sehen (abgesehen von der Sache mit Samsung). Dennoch ist der generierte Umsatz bei Apples iOS deutlich höher als der Erlös aus Android für Google. Dennoch hat auch Apple irgendwann einen Punkt erreicht, wo es nicht mehr weitergeht. Google hingegen verdient auch dann noch an Android, falls der Marktanteil nicht weiter steigen sollte, solange diese Geräte weiterhin Daten senden und empfangen. Schließlich generiert Google hauptsächlich mit Werbung seinen Umsatz und Android ist da keine Ausnahme.

Davon mal ganz abgesehen hatte der „thermonukleare Krieg“ von Steve Jobs bzw. Apple bisher keinerlei signifikante Auswirkungen auf Android selbst gehabt. Nur haben die verbalen Attacken auf die Konkurrenz an dieser Stelle nicht aufgehört, denn auch Facebook hat sein Fett weg bekommen.

Wired: One area where people say that Google is indeed motivated by competition is the social realm, where in the past two years you have been working hard in a field dominated by a single rival, Facebook. That’s not the case?
Page: It’s not the way I think about it. We had real issues with how our users shared information, how they expressed their identity, and so on. And, yeah, they’re a company that’s strong in that space. But they’re also doing a really bad job on their products. For us to succeed, is it necessary for some other company to fail? No. We’re actually doing something different. I think it’s outrageous to say that there’s only space for one company in these areas. When we started with search, everyone said, “You guys are gonna fail, there’s already five search companies.” We said, “We are a search company, but we’re doing something different.” That’s how I see all these areas.
Wired: What’s your evaluation of Google+?
Page: I’m very happy with how it has gone. We’re working on a lot of really cool stuff. A lot of it has been copied by our competitors, so I think we’re doing a good job.

Deutsche Übersetzung:

Wired: Die Leute sagen, dass Google auf einem Gebiet richtig motiviert ist durch den Wettbewerb und das ist der soziale Bereich, wo in den letzten zwei Jahren viel Arbeit investiert wurde auf einem Gebiet, dass von einem einzigen Rivalen beherrscht wurde: Facebook. Ist das nicht der Fall?
Page: Ich denke nicht so darüber. Wir hatten zwar echte Probleme damit, wie unsere Nutzer ihre Informationen teilen, wie sie sich selbst präsentieren und so weiter. Aber ja, sie [Faceboo] sind ein wirklich starkes Unternehmen in diesem Bereich. Aber sie machen auch eine richtig schlechte Arbeit bei ihren Produkten. Ist es für unseren Erfolg wichtig, dass andere Unternehmen scheitern müssen? Nein. Wir machen das einfach ganz anders. Ich denke es ist vermessen zu behaupten, dass es nur Platz für Einen gibt in diesen Bereichen. Als wir mit unserer Suche anfingen, sagte jeder „Ihr Jungs werdet verlieren, es gibt doch bereits 5 Suchmaschinen.“ Wir sagten „Wir sind eine Suchmaschine aber machen etwas anderes.“ So sehe ich die Dinge.
Wired: Was ist Ihre Einschätzung zu Google+?
Page: Ich bin sehr glücklich wie sich alles entwickelt hat. Wir arbeiten derzeit an einigen richtig coolen Dingen. Einiges wurde bereits von unserer Konkurrenz kopiert, also denke ich, dass wir einen guten Job tun.

Und das kann mal ruhig so stehen lassen, denn erst als Google mit seiner Kreis-Sache für Google+ auf den Markt preschte, hatte Facebook mit der (ernsthaften) Überarbeitung des Freunde-Managements begonnen. Andererseits ist es nicht verwunderlich, dass man die eigenen Produkte und Errungenschaften in einem besseren Licht sieht als die der Konkurrenz. Erst Recht, wenn die Nutzerbasis in eine solch krassen Verhältnis steht wie zwischen Facebook und Google. Trotzdem sind die Eindrücke von Larry Page recht interessant und wer Englisch beherrscht, der kann sich das gesamte Interview hier bei Wired zu Gemüte führen.

[Quelle: Wired | via AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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