Lenovo: Will der chinesische Konzern auf den europäischen Markt?

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Im chinesischen Markt ist der ebenfalls auch China stammende Konzern Lenovo bereits gut vertreten, davon zeugen diverse Smartphones und Tablets. Selbst ein Risiko scheut der Konzern nicht unbedingt, wie letztes Jahr das IdeaPhone K800 zeigte: Es war eines der ersten Smartphones mit einem Intel Atom für Smartphones. Nun will Lenovo weitere Märkte für sich erschließen.

Und einer dieser Märkte ist der europäische, wie die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Times in Erfahrung gebracht hat. Laut deren Informationen hat sich der verantwortliche Manager für Europa, Gianfranco Lanci hinter verschlossenen Türen auf dem Mobile World Congress mit den Bossen europäischer Netzbetreiber getroffen. Gegenstand der vertraulichen Gespräche sind sicherlich entsprechende Partnerschaften gewesen. Unterstützung hat Lanci angeblich sogar vom Lenovo-CEO Yang Yuanqing höchstpersönlich erhalten, der Gerüchten zufolge ebenfalls in Barcelona diese Woche zugegen gewesen sein soll.

Andererseits ist dieser Schritt nachvollziehbar, immerhin hat es Lenovo im chinesischen Heimatmarkt mittlerweile zur Nummer 2 der Smartphone-Hersteller geschafft. Selbst in Indien will Lenovo mit 100 Millionen verkaufter Smartphones allein in diesem Jahr groß auftrumpfen, auch wenn diese Zahl eher sehr unwahrscheinlich sein dürfte.

Für uns heißt das in erster Linie eines: Smartphones wie das IdeaPhone K900 und andere Smartphones von Lenovo könnten bei erfolgreichen Verhandlungen verstärkt in Europa anzutreffen sein. Bisher sind solche Smartphones meistens nur als Import zu haben. Vorteil für Lenovo könnte allerdings das bereits in Europa bestehende gute Vertriebsnetz sein, sowie die guten Beziehungen, die man zu einigen Netzbetreibern pflegt. So oder so würde mit Lenovo ein weiterer Konkurrent den Markt betreten, der wirklich gute und auch wertige Smartphones bauen kann.

Unsere Kollegen bei MobileGeeks vermuten, dass Lenovo zuerst im noch recht offenen Markt in Ost- und Südeuropa einsteigen werden, wo ein größeres Wachstumspotential vorhanden ist als in West- und Mitteleuropa. Zumal der deutsche Markt durchaus heiß umkämpft ist, von etlichen Größen er Branche. Ein Neueinstieg ist da nicht gerade einfach, auch für einen Konzern wie Lenovo nicht.

[Quelle: Economic Times | via MobileGeeks]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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