Marktstart von NVIDIA Shield wird verschoben

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NVIDIA Shield verschoben

Eigentlich könnte man meinen, dass es mit der Sony Playstation Vita und dem Nintendo 3DS genügend tragbare Spielekonsolen gibt, die von den Unterwegs-Gamern gegenüber einem Android- oder iOS-Smartphone bevorzugt werden. Dennoch ist das ein Markt, in welchem sich künftig der sonst nur für seine Grafikchips und Mobil-Prozessoren bekannte Konzern NVIDIA ebenfalls betätigen will.

Auf der Consumer Electronics Show 2013 Anfang Januar in Las Vegas, stellte der Konzern von Jen-Hsun Huang seine neuste Generation an Prozessoren für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets vor. Schon während der Vorstellung wusste der Quadcore-Chip mit dem Companion Core zu beeindrucken, auch wenn manch einer mehr in Richtung Snapdragon 800 von Qualcomm schielte. Um die Leistung für das mobile Gaming zu unterstreichen, werkelte NVIDIA insgeheim an einem eigenen tragbaren Gaming-Device, bei welchem NVIDIA bewusst auf die Bezeichnung „mobile Konsole verzichtet: Das NVIDIA Shield.

Eigentlich sollte am heutigen Donnerstag das „tragbare Gaming Device“ für 299 US Dollar (anstatt der ursprünglich veranschlagten 349 US Dollar) gekauft werden können, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. NVIDIA hat ziemlich kurzfristig den Marktstart des NVIDIA Shield um einen ganzen Monat verschoben, wie der Konzern in seinem Blog bekannt gegeben hatte. Als Grund nannte der Konzern Probleme mit einem mechanischen Bauteil, ohne jedoch näher auf die Details oder das betreffende Bauteil einzugehen. NVIDIA versichert im selbem Atemzug jedoch, dass man mit den Zulieferern Tag und Nacht zusammenarbeiten würde, um die von NVIDIA „gewohnte Qualität“ einhalten zu können.

 

Reaktionen zur Verschiebung

Die ersten Vorbesteller zeigten sich bereits dermaßen enttäuscht von NVIDIA. dass sie ihre Bestellungen storniert hätten, da ihre Kreditkarten bereits belastet wurden ohne das Gerät in den Händen halten zu können. Auch wenn der Frust mancher Käufer zu verstehen ist (die Stornierung deswegen eher weniger), ist die Begründung von NVIDIA eher anzuzweifeln. Schließlich müssten bereits etliche Geräte des NVIDIA Shield produziert sein, um zum Marktstart entsprechende Kontingente auf Lager haben zu können.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass der Konzern allgemeine Probleme in der Herstellung des Gaming Devices hat oder das der Tegra 4 selbst die Ursache der Probleme sein könnte. Unter anderem unterstützt NVIDIA Shield laut den eigenen Angaben das Streamen einiger Titel von der Spiele-Plattform Steam über entsprechende GeForce-Grafikkarten, bisher hat der Konzern aber keine entsprechenden Testmuster an die Fachpresse verschickt, welche in der Regel zum Marktstart entsprechende Testberichte fertig hat. Interessant dürfte daher nun die Reaktion von NVIDIA werden.

[Quelle: NVIDIA Blog | via Heise Online]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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