Material Design macht unter Android 4.2.2 Jelly Bean Probleme

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Material Design und Android 4.2.2 Jelly Bean

Eine der ganz großen Neuerungen von Android 5.0 Lollipop ist die neue Designsprache, die Google kurzerhand Material Design getauft hat. Mittlerweile findet sich dieses in immer mehr Apps wieder, wobei natürlich die Google-eigenen Apps eine Art Vorreiterrolle einnehmen. Allerdings haben nicht gerade wenige Smartphones damit ein Problem: Bei diesen stürzen die Apps einfach ab.

Ohne Umschweife kann man behaupten, dass Android 5.0 Lollipop das bisher größte Update in der Geschichte des für mobile Geräte gedachten Betriebssystems aus dem Hause Google darstellt. Unter der Haube hat sich enorm viel getan, wovon die Laufzeitumgebung für Apps namens ART (Android Run Time) mit ihrer Unterstützung der 64-Bit Architektur eine der größten Neuheiten darstellt. Aber auch das Material Design ist zentraler Bestandteil und genau das macht Probleme.

Samsung und das Material Design

Allerdings lässt sich das Problem auf einige wenige Versionen von Android eingrenzen. Um genau zu sein nur auf Android 4.2.2 Jelly Bean wie es bei Samsung-Geräten zum Einsatz kommt, was nicht gerade wenige Smartphone-Nutzer betreffen dürfte. Grund dafür ist eine Support-Bibliothek von Google, welche bestimmte Funktionen neuerer Android-Versionen bereitstellen soll und hier kommt Samsung ins Spiel: Der Konzern nutzt besagte Support-Bibliothek in einer älteren Version als Google sie offiziell bereitstellt.

Daher stürzen eben Apps im Material Design unter Android 4.2.2 Jelly Bean ab bei zahlreichen Samsung-Geräten. Fairerweise muss man dieser Stelle sagen, dass nicht nur der südkoreanische Konzern diese ältere Bibliothek nutzt. Im Android Issue Tracker zu dem Problem sind mittlerweile auch Modelle von Wiko, QMobile und MyPhone genannt worden, bei denen ebenfalls die alte Bibliothek genutzt wird, sodass Material Design Apps abstürzen.

Keine Updates zu erwarten

Ein Update für die betroffenen Geräte ist mehr als unwahrscheinlich, da es sich um ältere Modelle sowie Einsteiger- bzw. Budget-Smartphones handelt, die für gewöhnlich keine größeren Updates mehr erhalten. Probleme mit dem Material Design werden jedenfalls Samsung wohl kaum dazu veranlassen, eine neue Firmware mit der neueren Version der Support Bibliothek zu erstellen und zu verteilen.

Immerhin können Entwickler ihre Apps mit ein wenig Aufwand auf diesen Umstand vorbereiten, indem sie kurzerhand ProGuard zum optimieren ihres Quellcodes nutzen. Man kann auch mit einer einzigen Zeile Code die Nutzung der neueren Bibliothek für das Material Design erzwingen, sodass die eigene App nicht mehr abstürzt, falls diese mit einem Smartphone der genannten Hersteller nebst Android 4.2.2 Jelly Bean genutzt wird.

[Quelle: Koushik Dutta | via Caschys Blog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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