Microsoft: Millionengewinn durch Lizenzzahlungen

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Wenn jemand etwas wirklich Bahnbrechendes erfindet dass noch keiner erfunden hatte, dann wird diese Erfindung in der Regel patentiert. Wenn nun jemand diese Technologie oder das Verfahren für sein Produkt nutzen will, muss eine gewisse Lizenzgebühr an den Erfinder bzw. Patentinhaber entrichtet werden. Dass sich das Geschäft durchaus lohnen kann, zeigt ein aktueller Bericht über Microsoft.

Nur hat man als Patentinhaber zwei Möglichkeiten: Man verhandelt mit Unternehmen, die gegen das Patent verstoßen über die Höhe der Patentlizenz. Oder man macht es wie Apple und zerrt alles und jeden vors Gericht, egal ob Tech-Unternehmen oder kleines Café. Das bringt nicht nur viel Unmut der Konkurrenz ein sondern beeinflusst auch noch das öffentliche Meinungsbild ins Negative. Das es auch ganz anders geht zeigt Microsoft. Das der andere Weg zudem sehr lukrativ ist, ist nur ein hübscher Nebeneffekt. Außerdem hat das einen weiteren Vorteil, der Weg den Microsoft geht: Es rollt der Rubel für den jeweiligen Hersteller und für Microsoft, da die Geräte weiter verkauft werden können.

Denn Microsoft hat im zweiten Quartal alleine von Samsung und HTC durch Android Lizenzeinnahmen in Höhe von 792 Millionen US Dollar erwirtschaftet, wie das Analyseunternehmen Trefis ermittelt hat. Von nur zwei Unternehmen, wohlgemerkt! Während HTC pro Smartphone 10 US Dollar an Lizenzen abdrückt, sind es bei Samsung pro Smartphone sogar 12-13 US Dollar. Was der Rest wie Motorola, Sony Mobile oder ASUS zu zahlen hat, ist dagegen nicht bekannt, allerdings dürfte auch das nicht gerade wenig sein. Wenn man sich die Höhe der Einnahmen mal vor Augen hält, kommt man zu dem Schluss: Es ist nicht ganz so schlimm, wenn Windows Phone 8 nicht erfolgreich am Markt ist und ein Schattendasein fristet. Der Gewinn wird eh durch andere generiert.

[Quelle: Trefis | via NetbookNews]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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