Microsoft Patentkatalog für Android versehentlich veröffentlicht

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Microsoft forscht an Stimmunsgerkennung

Der Patentkrieg der Smartphone-Branche ist zwar aktuell ein wenig ins Stocken geraten, aber das könnte auch nur die Ruhe vor dem Sturm sein. Denn wenn Microsoft es wirklich wöllte, könnte der Software-Konzern einen richtig großangelegten Rundumschlag ausführen. Der versehentlich aufgedeckte Patentpool macht es überhaupt erst möglich.

Ganze 127 Patente befinden sich im Besitz von Microsoft, ohne die Android von Google eigentlich nicht funktionieren würde. Sollte es daher zu einem Gerichtsstreit zwischen Microsoft und Google kommen, wäre der Internet-Konzern aus Mountain View auf ziemlich verlorenen Posten. Aber das ist nur Spekulation und dürfte so schnell nicht passieren, da Google zum einen nun einen strategischen Vorteil hätte durch Kenntnis der Patente, und zum anderen verdient Microsoft an Android-Geräten bei etlichen Smartphone-Herstellern kräftig mit.

Patentschwergewicht Microsoft

Veröffentlicht wurde die Liste mit über 310 Einzelpatenten auf 200 Patentfamilien verteilt vom chinesischen Handelsministerium (MOFCOM) und dürfte zu den Unterlagen gehören, die das Ministerium für die geplante Übernahme von Nokia einforderte. Die Liste wurde untersucht und festgestellt, dass Android wie schon erwähnt 127 der aufgelisteten Patente benötigt um überhaupt zu funktionieren. Der Großteil der Patente stammt immerhin aus den eigenen Forschungen von Microsoft wie zum Beispiel das Dateisystem FAT32, die Lokalisierung über GPS und Mobilfunk gleichzeitig, sowie dem ebenfalls gleichzeitigen Senden von Bild und Ton bei Videochats. Manche Schutzrechte stammen aber auch aus dem 4,5 Milliarden US-Dollar schweren Patentpaket, welches das Rockstar-Konsortium seinerzeit vom insolventen Netzwerkausrüster Nortel gekauft hatte.

Da kann man eigentlich wirklich nur hoffen, dass Microsoft nicht so Klagefreudig wird wie Apple und jeden Konkurrenten auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagt. Bisher zeigt sich der Redmonder-Software-Konzern in dieser Beziehung als vernünftig und strebt lieber die außergerichtliche Einigung in Form von Lizenzverträgen an.

[Quelle: WinFuture]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Michel schreibt:

    Microsoft verdient doch schon an jedem Android Gerät. Das heißt doch nach Adam Riese, dass Google schon Patentgebühren zahlt. Wie soll Microsoft denn da klagen? Verstehe ich nicht.

    • Google selbst zahlt keine Patentgebühren an Microsoft, zumindest nicht für alle soweit mir bekannt ist. Wer aber bezahlt sind die Hersteller und dort verdient sich Microsoft eine goldene Nase. Würde Redmond Google selbst vors Gericht zerren, dann könnte all das wegbrechen was bereits an Lizenzverträgen ausgehandelt wurde.

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