Microsoft Windows 10 Event: Alle Daten – alle Devices!

Geschrieben von

Microsoft Windows 10 Event

Gestern Nachmittag deutscher Zeit hatte Microsoft in New York City ein echtes Feuerwerk an neuen Smartphones und Tablets vorgestellt, von denen im Vorfeld die meisten schon bekannt waren. Doch auch die Redmonder konnten gestern überraschen, denn weder das Lumia 550 noch das Surface Book waren vorher in der Gerüchteküche.

Und das war auch kein Wunder: Sowohl das Microsoft Surface Pro 4 und die beiden Lumia-Smartphones Lumia 950 sowie Lumia 950 XL waren bisher im Zentrum des Interesses gewesen. Überraschungen gab es technisch zumindest keine bei den beiden Flaggschiff-Smartphones für Windows 10 Mobile.

  • 5,2 Zoll AMOLED Display mit 2.560 x 1.440 Pixel Auflösung (XL: 5,7 Zoll)
  • Snapdragon 808 Hexa-Core mit bis zu 1,8 GHz (XL: Snapdragon 810 Octa-Core)
  • 3 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher (erweiterbar per MicroSD)
  • WLAN a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.1, NFC, LTE
  • 20 Megapixel PureView Kamera mit optischem Bildstabilisator, 5 Megapixel Frontkamera
  • 150 Gramm (XL: 165 Gramm)
  • 145 x 73,2 x 8,2 mm (XL: 151,9 x 78,4 x 8,1 mm)
  • 3.000 mAh Akku (XL: 3.340 mAh)
  • Windows 10 Mobile

Das Smartphone wird zum PC-Ersatz

Beide Lumia Smartphones unterstützen den echten USB Typ-C Anschluss mittels USB 3.1, was nicht nur ein schnelleres Aufladen, sondern auch schnellere Datenübertragungen mit bis zu 5 Gbit/Sekunde ermöglicht. Davon macht vor allem das Zubehör wie das Microsoft Display Dock Gebrauch: Man verwandelt damit auf Wunsch das Lumia 950 (XL) in einen fast vollwertigen Desktop-PC. An diesem Dock lässt sich diverse Peripherie wie ein Monitor, Tastatur, Maus un noch einiges mehr anschließen, dafür sorgen diverse Anschlüsse wie dreimal USB oder HDMI und ein DisplayPort. Einfach das Microsoft Smartphone anschließen und schon wird alles dank Windows 10 Continuum zum Desktop-Ersatz. Mit knapp 100 US-Dollar ist das Dock jedoch wie zu erwarten nicht gerade ein Schnäppchen.

Apropos Preise: Das Lumia 950 wird in Deutschland ab Dezember in Schwarz oder Weiß ab 599 Euro ohne Vertrag verkauft, während das Lumia 950 XL – ebenfalls in Schwarz oder Weiß – 699 Euro kosten wird. Das Lumia 950 wird dabei sogar als Dual-SIM-Variante erscheinen und das in Deutschland. Damit ist es eines der sehr wenigen Flaggschiff-Geräte für zwei SIM-Karten, die man hier ganz offiziell kaufen kann.

Lumia 550, der preiswerte Einstieg

Die erste Überraschung des gestrigen Nachmittags war jedoch das Microsoft Lumia 550, welches das erste günstigere Smartphone mit vorinstalliertem Windows 10 Mobile darstellt. Allzu viel hat Microsoft dazu nicht verloren an Details, sodass noch nicht alles bekannt ist. Nur das es ein 5 Zoll Display bietet, einen Quad-Core-Prozessor aus dem Hause Qualcomm und LTE unterstützt. Hinzu kommen ein 8 GB erweiterbarer interner Speicher, eine 5 Megapixel Kamera und eine 2 Megapixel Frontkamera. Kosten soll das Ganze 139 Euro ohne Vertrag und ist ab Dezember in Schwarz und Weiß in Deutschland zu haben.

Im Detail verbessertes Surface Pro 4

Weiter ging es wie erwartet mit dem Tablet-Convertible Microsoft Surface Pro 4, welches wie der Name schon verrät, die nunmehr vierte Generation darstellt. Gegenüber dem Surface Pro 3 hat Microsoft an einigen Stellen logischerweise auf bessere Hardware gesetzt – es kommen aktuelle Intel-Prozessoren der Skylake-Generation zum Einsatz – dabei aber effizienter, leiser und vor allem kühler arbeiten.

Das 12,3 Zoll große Display mit einer Auflösung von 2.736 x 1.824 Pixel versteckt dabei je nach Konfiguration einen Intel Core M, Core i5 oder Core i7 Prozessor mit 4, 8 oder 16 GB RAM und 128, 256, 512 oder 1 TB internen Speicher. Microsoft hat sich also nicht lumpen lassen. Hinzu kommt noch Dualband WLAN-ac, ein Bluetooth 4.0 Modul zum Verbinden von Zubehör, zwei Kameras mit 8 Megapixel hinten sowie 5 Megapixel auf der Front und ein vorinstalliertes Windows 10 Pro. Das Alles steckt in einem 8,4 mm flachen Gehäuse, welches 766 Gramm mit einem Intel Core M auf die Waage bringt. Im Fall der beiden größeren Prozessoren sind es jeweils 786 Gramm. Die Preise sind je nach Ausstattung entsprechend hoch:

  • Intel Core M mit 4 GB RAM, 128 GB Flash-Speicher: 999 Euro
  • Intel Core i5 mit 4 GB RAM, 128 GB Flash-Speicher: 1.099 Euro
  • Intel Core i5 mit 8 GB RAM, 256 GB Flash-Speicher: 1.449 Euro
  • Intel Core i5 mit 16 GB RAM, 256 GB Flash-Speicher 1.649 Euro
  • Intel Core i5 mit 8 GB RAM, 512 GB Flash-Speicher 1.859 Euro
  • Intel Core i5 mit 16 GB RAM, 512 GB Flash-Speicher 2.099 Euro
  • Intel Core i7 mit 8 GB RAM, 256 GB Flash-Speicher: 1.799 Euro
  • Intel Core i7 mit 16 GB RAM, 256 GB Flash-Speicher: 1.999 Euro
  • Intel Core i7 mit 16 GB RAM, 512 GB Flash-Speicher: 2.449 Euro

Dem Paket liegt im Lieferumfang der neue Pen bei, welcher nun bis zu 1.024 Druckstufen erkennt und dessen Rückseite als digitaler Radierer fungiert. Eine sehr nette Erweiterung, welche dem Microsoft Surface Pro 4 bei liegt. Nur das ebenfalls verbesserte Type Cover muss man wieder separat kaufen (149,99 Euro) muss. Das Surface Pro 4 ist ab dem 26. Oktober 2015 in den USA und Kanada sowie ab dem 12. November 2015 in Deutschland erhältlich.

Surface Book für die, die mehr wollen

Die wirkliche Überraschung des Abends war jedoch das Surface Book, ein echter Notebook-Tablet-Hybride der Redmonder. Technisch ist es ei echter Leckerbissen:

  • 13,5 Zoll Display mit 3.000 x 2.00 Pixel Auflösung
  • Intel Core i5 oder i7 mit optionaler NVIDIA GeForce Grafikkarte
  • 8 oder 16 GB RAM
  • 128, 256 oder 512 GB interner Speicher
  • WLAN a/b/g/n/ac, BLuetooth 4.0, 2x USB, Mini DisplayPort
  • 8 Megapixel Kamera, 5 Megapixel Frontkamera

Jedoch ist diese Überraschung alles andere als preiswert. Ob und wann das Microsoft Surface Book überhaupt nach Deutschland kommt ist noch unklar. Wer sich den Notebook-Hybriden aus den USA importieren will, der muss daher mit vermutlich diesen Priesen rechnen:

  • Core i5, 8 GB RAM und 128 GB SSD: 1.499 US-Dollar
  • Core i5, 8 GB RAM und 256 GB SSD: 1.699 US-Dollar
  • Core i5, NVIDIA GeForce Grafik, 8 GB RAM und 256 GB SSD: 1.899 US-Dollar
  • Core i7, NVIDIA GeForce Grafik, 8 GB RAM und 256 GB SSD: 2.099 US-Dollar
  • Core i7, NVIDIA GeForce Grafik, 8 GB RAM und 512 GB SSD: 2.699 US-Dollar

Mehr Fitness mit dem Microsoft Band

Auch das Microsoft Band 2, welches offiziell einfach nur als Microsoft Band ohne der 2 bezeichnet wird, war gestern Teil der Neuheiten-Welle aus Redmond und in gewisser Form schon länger bekannt. Ganze 11 Sensoren überwachen und tracken das körperliche Wohlbefinden. So sind Sensoren für den Puls verbaut, ein Gyroskop zum Messen der Schritte, GPS, ein Beschleunigungssensor, für die Hauttemperatur, das UV-Licht, für Annäherungen (Stichwort Display-Helligkeit), galvanische Hautreaktionen, ein Mikrofon und ein Barometer. Alles in Allem also vielleicht der aktuelle Traum eines jeden Fitness-Freundes, der möglichst viel an Daten während seiner sportlichen Aktivitäten wissen möchte. Inklusive einem Curved AMOLED-Display mit 320 x 128 Pixel Auflösung zum Anzeigen der aktuellen Werte, Uhrzeit sowie Benachrichtigungen, die via Bluetooth 4.0 von einem verbundenen Smartphone empfangen werden.
Jedoch fordert diese Vielfalt an Sensoren auch ihren Tribut: Bis zu 48 Stunden hält der Fitness-Tracker durch, bevor es an die Steckdose muss.

Diese Daten lassen sich mit der Microsoft Health App auslesen, die es für Windows, , Windows Phone, iOS und auch Android gibt. Die App selbst zeichnet sich nicht nur durch die optische Auswertung der Daten aus: Die Kombination mit umfangreichen Trainingsanleitungen machen das Microsoft Band 2 im Markt der Fitness-Tracker zu etwas besonderem, was sich der Konzern mit 249 US-Dollar bezahlen lässt. Ob es auch nach Deutschland kommt ist jedoch noch offen.

Project Xray und das Microsoft HoloLens DevKit

Auch von der Augmented-Reality-Front gab es Neues zu sehen und vor allem zu hören. So nimmt die HoloLens immer mehr Formen an, sodass Microsoft die ersten Details zum offiziellen DevKit bekannt geben sollte. Satte 3.000 US-Dollar werden interessierte Entwickler hinlegen müssen, um die AR-Brille selbst in den heimischen vier Wänden nutzen und dafür entwickeln zu können. Im ersten Quartal 2016 soll es mit den Auslieferungen losgehen.
Das man durchaus auf das Gagdet gespannt sein darf, zeigte nach den beeindruckenden Minecraft-Demos von der E3 2015 (zum Beitrag) nun eine weitere Demo namens Xray. Also wenn das nicht sprachlos macht, dann ist wohl alles zu spät.

Wann die für Endkunden hoffentlich deutlich günstigere finale Version der Microsoft HoloLens erscheint hatte der Konzern gestern nicht verraten. Man hat lediglich gezeigt, dass das Projekt nach wie vor lebt und das man es ernst meint mit den Versuchen im Bereich der Augmented Reality.
Schlussendlich kann man festhalten, dass Microsoft gestern ein echtes Hardware-Feuerwerk losgelassen hat und dabei einige Überraschungen aus dem Ärmel schütteln könnte. Da darf man gespannt sein, was Microsoft noch so alles in Zukunft in Petto hat.

[Quelle: Pressemitteilung]

The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Rudolf schreibt:

    Das Lumia 550 war auf Windows orientierten Seiten durchaus in der Gerüchteküche.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


215 Abfragen in 0,627 Sekunden