Motorola: Samsung wird es wie Nokia und BlackBerry ergehen

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Motorola a lenovo company

Das letzte Quartal von Motorola ist eines der besten Quartale aller Zeiten gewesen, wo der US-Hersteller so viele Android Smartphones wie noch nie verkaufen konnte. Aber muss man deswegen gleich übermütig werden und etwas wirklich sehr Gewagtes behaupten? Wird Samsung wirklich bald ein bitteres Schicksal erleiden wie zwei andere Konzerne? 

Das die Smartphone-Branche ein ziemliches Auf-und-ab kennt in nahezu allen Facetten ist hinlänglich bekannt. Während der eine Hersteller ein ungemeines Wachstum erlebt kann das andere Unternehmen einen richtigen Absturz erleiden. Die meisten Hersteller können sich danach irgendwie fangen aber eine Sache ist dennoch zu beobachten: Der Platz ganz oben ist nur selten richtig von Dauer. Genau das behauptet auch Motorola und prophezeit schon das Ende von Samsung an der Spitze des Smartphone-Marktes.

Gewagte These von Motorola

Der amtierende COO (Chief Operating Officer) des US-Herstellers Rick Osterloh geht sogar soweit, dass er Samsung mit den vorherigen Top-Herstellern Nokia und BlackBerry vergleicht. So behauptet er in einem Interview mit Forbes, dass alle 7 Jahre der an der Spitze stehende Hersteller wegbricht und in die Bedeutungslosigkeit verfällt. Für Motorola ist das eben Samsung. Der Motorola-Manager ist der Meinung, dass die Leute langsam begreifen, dass man keine 600 US-Dollar oder mehr für ein richtig tolles Oberklasse-Smartphone bezahlen muss.

Schaut man sich die Zahlen an, dann könnte das in gewisser Weise gar nicht mal so verkehrt sein. Samsung hatte in den letzten Quartalen deutlich an Marktanteilen verloren, während Motorola mit über 10 Millionen verkauften Android Smartphones sich erfolgreich zurück gekämpft hat (zum Beitrag). Demnächst steigt das zu Lenovo gehörende Unternehmen mit seinen aktuellen Modellen wie dem Motorola Moto G, Moto X und dem Moto X Pro (zum Beitrag) wieder in dem chinesischen Markt ein.

Die Erfolgsaussichten sind trotz einer starken Konkurrenz wie Samsung, Apple und den lokalen Herstellern vom Schlage eines Xiaomi hervorragend. Jedenfalls wird es noch richtig spannend werden wie sich der Markt entwickelt. Jetzt zum anstehenden MWC 2015 wird bekanntlich das Samsung Galaxy S6 erwartet und dieses wird sehr wichtig für den südkoreanischen Konzern. Sollte das Android Smartphone im Design überzeugen und TouchWiz tatsächlich stark verbessert werden, könnte der Vergleich mit Nokia und BlackBerry nach hinten losgehen.

[Quelle: Forbes]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. roberto schreibt:

    Der COO hat in einigen Punkten recht. Für 95% der Leute reicht ein Smartphone wie das Moto G (allerdings wären 2GB RAM und eine bessere Kamera ein Knaller geworden; gerne auch für 20€ mehr). Bisschen Facebook, Twitter, Email, Whatsapp, Skype, Schnappschüsse und surfen. Das ist das, was die meisten Nutzer machen.

    Sollte Samsung aus seinen Fehlern gelernt haben (was ich persönlich nicht glaube), wird es Design und Software grundlegend überarbeiten müssen. Samsung hat sich seine Misere selbst zuzuschreiben. Der Fokus hat sich von den Geräten auf Software und Dienste verlagert, aber diese sind bei Samsung leider qualitativ dermaßen schlecht und werden oft nach wenigen Wochen wieder eingestellt, dass sich kein Vertrauen zum Nutzer bildet. Samsung sollte sich ähnlich wie Motorola auf ein paar Dienste fokussieren, diese aber oft updaten und mit neuen Funktionen ausrüsten. Ein OS muss nicht von Haus aus jede Minifunktion unterstützen. Dafür gibt es Appstores…

  2. Bei der katastrophalen Updatepolitik und der verärgerten Kundschaft soll Motorola mal ganz leise sein! Anstatt die Updates immer als erster anzukündigen und dann die Leute hinhalten, sollten einfach liefern. Stichwort Razr I Kitkat Desaster (1 Jahr Ankündigen und immer noch nicht liefern). Nie wieder Moto!

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