Motorola will künftig verstärkt auf Stock Android setzen

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Obwohl Smartphones weltweit vertrieben werden von den Herstellern, unterscheiden sich die lokalen Mobilfunkmärkte teils deutlich voneinander. Ein gutes Beispiel hierfür ist Amerika, wo Mobilfunkkonzerne wie AT&T oder Verizon Wireless eine enorm große Marktmacht besitzen, was sich meistens in Exklusiv-Modelle wiederspiegelt. Aber auch was die Software betrifft, wollen diese Konzerne ein deutliches Wort mitreden.


Wenn ein Kunde wie Verizon Wireless eine spezielle Oberfläche haben will, mit eigenen integrierten Diensten, dann dauert es mitunter etwas länger, wenn ein Update auf das entsprechende Gerät will. Während Nexus-Modelle von Google eine neue Androidversion zeitnah bzw. quasi sofort erhalten, dauert es bei Modellen wie einem Droid Razr eben ein paar Monate länger. Droid ist übrigens quasi sowas wie die Hausmarke von Verizon Wireless, unter welcher mehrere Hersteller wie Motorola (Droid Razr), HTC (Droid Incredible 4G) oder auch Samsung (Droid Charge 4G) zusammengefasst werden. Das will Motorola nicht gerne mitmachen, denn die verspäteten Firmware-Updates haben deutlich am Rufe Motorolas gekratzt.

Wie Motorola richtigerweise erkannt hat, legen Käufer nicht mehr ausschließlich Wert auf gute Hardware, sondern immer öfters auch auf eine gute Update-Versorgung. Deswegen will das Unternehmen künftig auf ein möglichst wenig angepasstes Android setzen. Diese Gedanken waren schon länger scheinbar in der Führungsetage von Motorola vorhanden, doch erst mit der Übernahme Motorolas seitens Google, nimmt das Vorhaben immer stärker Gestalt an. Denn je weniger angepasst werden muss, umso zügiger kann die Verteilung des Updates anlaufen für jedes Modell:

Going forward, we’re going to try to be as close to the base as we can be, because we think that’s the right thing for users. We think users also want fast upgrades and upgrades for their phones over the long haul, so we’re going to be focus on that as well. It’s a little bit different than what a lot of OEMs are doing and certainly what Motorola did in the past, but going forward that’s going to be our strategy.

Deutsche Übersetzung:

Zukünftig werden wir versuchen, so nah wie möglich an der Basis zu bleiben wie wir können, da wir denken das es das Richtige für unsere Kunden ist. Wir denken, dass unsere Kunden schnelle Updates wollen und Updates über einen längeren Zeitraum, also werden wir unseren Fokus künftig auch darauf legen. Es ist ein wenig anders als was viele der OEMs tun und was selbst Motorola in der Vergangenheit getan hat, dennoch wird das in Zukunft unsere Strategie sein.

Ja, was soll man da anderes sagen außer: Richtig so! Künftig dürfte sich die Update-Situation für Motorola-Geräte also verbessern, woran sicher Google nicht ganz unbeteiligt sein dürfte, als neuer Besitzer von Motorola. Wie das aussehen könnte in Zukunft, zeigen unter anderem die beiden Smartphones Razr i und Razr HD, welche seit wenigen Tagen in Deutschland erhältlich sind und deutlich weniger Anpassungen wie zu besten MotoBlur-Zeiten. Nur ob der Weg überall funktioniert, darf angezweifelt werden. Immerhin sind die Verkaufszahlen von Motorola in Amerika außerhalb der Verizon-Droid-Reihe ziemlich mickrig, wie man so liest. Einer der Gründe ist das recht aggressive Marketing von Verizon für die Droid-Modelle. Motorola wolle aber versuchen was es kann, für Smartphones und pures Android.

[Quelle: The Verge]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Hoffentlich ziehen andere Hersteller mal nach, für Motorola-Fans gut für die Update-Geschwindigkeit.

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