Neue Google Play Store Richtlinie: Keine InApp-Updates mehr

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Google Play Store und neue Entwickler-Richtlinien

Eigentlich gilt der Apple iTunes Store als eines der großen Beispiele für die Zugeknöpftheit und den Kontrollwahn eines Konzerns bezüglich der Apps für die eigene Mobil-Plattform. Der Google Play Store dagegen als das Gegenteil, zumindest in dem was wir Nutzer oberflächlich sehen können. In den Entwickler-Richtlinien für den Google Play Store dagegen wird auch Google immer zugeknöpfter.

Denn der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View hat kürzlich die Richtlinien für Entwickler angepasst, die Apps im hauseigenenPlay Store veröffentlichen wollen. Ab sofort sind Updates über die Apps selbst verboten, was wir auch als InApp-Updates kennen. Bestes Beispiel für solch eine Funktion ist die Facebook App, der Facebook vor einiger Zeit eben diese Funktion spendiert und auch schon angewendet hat. Künftig ist eben genau das verboten: Die App-Updates müssen zwingend vom Entwickler in den Google Play Store hochgeladen und über diesen verteilt werden.

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In Sachen Updates

Was genau Google zu dieser Anpassung der Richtlinien getrieben hat, lässt sich nur spekulieren, da der Konzern bisher die Änderung noch nicht kommentiert hat. Denkbar wäre jedoch die bisher immer proklamierte „Freiheit der Entwickler“ und Offenheit des Play Store an sich. Immerhin können Entwickler ihre Apps ohne größere Zugangsbeschränkungen im Play Store veröffentlichen, anders als bei Apple. Beim iOS-Konkurrenten wird jede eingereichte App von einem Tester-Team überprüft, bevor die jeweilige App für den iTunes App Store zugelassen wird. Bei Google jedoch können Apps direkt ohne solch eine manuelle Überprüfung hochgeladen und eingestellt werden. Lediglich ein automatisierter Malware-Scan erfolgt und das war es dann.

Ob der Schritt allerdings so richtig ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Sicherlich wird so mancher jetzt Google vorwerfen, dass man Apple nachmachen werde aber andererseits muss Google auch dringend an der Sicherheit von Android arbeiten. Schließlich sprechen Studien und Statistiken in Sachen Malware-Gefährdung eindeutig gegen Android, auch wenn statistisch angeblich belegt ist, das iOS über die größeren Sicherheitslücken verfügt. Abgesehen davon gibt es eine neue Version des Play Store 4: Version 4.0.27. Das Update beinhaltet allerdings lediglich diverse Bugfixes, die in der Release-Version noch vorhanden waren.

[Quellen: Droid-Life | via SmartDroid]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

3 Kommentare

  1. roberto schreibt:

    der schritt war überfällig. keiner kann nachvollziehen, wo diese inappupdates bezogen wurden. es reicht ja schon einen fehlerhaften link einzubauen und schon wird ein manipuliertes updates gezogen. updates über den playstore sind zudem die komfortabelste variante. wer will schon eine app öffnen und erst mal lesen das ein update zur verfügung steht. dafür gibt es appstores.

  2. Pingback: Michaels Tagebuch (Neue Google Play Store Richtlinie: Keine InApp-Updates mehr)

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