Neuer Exynos 5 Octa vorgestellt mit doppelter Grafikleistung

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Samsung Exynos 5 Octa 5420 vorgestellt

Samsung hatte mit dem Exynos 5 Octa aka Exynos 5410 Anfang des Jahres als einer der ersten Entwickler und Hersteller mobiler Prozessoren das big.LITTLE-Prinzip der britischen Chipschmiede ARM aufgegriffen und in einem mobilen Prozessor umgesetzt. Nun hat Samsung von seinem ersten Versuch eine Neuauflage vorgestellt, welche in einigen Bereichen besser sein soll als das „alte Modell“.

Samsung ist der aktuell größte Smartphone-Hersteller der Welt, welcher sich den Luxus leisten kann, auf eine Vielzahl an Baugruppen aus eigener Herstellung zurückgreifen zu können. Dazu zählen unter anderem die auf der ARM-Technologie basierenden Prozessoren der Exynos-Familie, deren Flaggschiff ohne Zweifel der Exynos 5 Octa aka Exynos 5410 ist. Dieser Dual-Quadcore wird von einem 4er Gespann ARM Cortex A15 Kernen und einem 4er Gespann ARM Cortex A7 Kernen befeuert und ist daher wie der Name es eigentlich suggeriert kein echter Octacore, sprich 8-Kerniger Prozessor, obwohl 8 Kerne auf dem SoC vorhanden sind.

Und eben jenen Exynos 5 Octa hat Samsung einer Überarbeitung unterzogen, da dessen Leistung nicht so ausgefallen ist wie von Samsung erhofft. Daher haben die Entwickler bei Samsung das Chipdesign des im Galaxy S4 debütierten Prozessors ein klein wenig überarbeitet und Samsung hat den Exynos 5420 vorgestellt.

 

Mit der Kraft der 2×4 Herzen

Wie die erste Generation des Exynos 5 Octa, der Exynos 5410, besitzt der Exynos 5420 zwei Quadcores auf einem SoC: Ein 4er Gespann ARM Cortex A15 basierende Kerne für Power und leistungshungrige Anwendungen, während das 4er Gespann aus ARM Cortex A7 basierenden Kernen für Hintergrundaufgaben mit wenig Energieverbrauch zuständig ist. Jedoch kann nur ein Quadcore gleichzeitig arbeiten, alle 8 Kerne zur selben Zeit ist nicht vorgesehen von Samsung. Durch entsprechende Optimierungen im Chipdesign will Samsung nun ein Leistungsplus von 20% aus dem Prozessor herausgeholt haben, die größte Neuerung findet sich allerdings auf Seiten der GPU: Anstatt einer PowerVR SGX544MP3 kommt nun wieder ein Mali-Grafikchip von ARM zum Einsatz, genauer gesagt ein 6-kerniger ARM Mali T628 MP6.

Diese Änderung bewirkt eine Verdopplung der grafischen Leistung im Vergleich beider Generationen, welche unter anderem vom verbauten LPDDR3 RAM mit 933 MHz Taktfrequenz für eine sehr große Speicherbandbreite unterstützt wird. Abgesehen davon unterstützt der Exynos 5 Octa aka Exynos 5420 nun vollständig OpenGL ES 3.0, das komplette Profil von OpenCL 1.1 sowie GPU-Computing für hochkomplexe Berechnungen.

Erste Samples an Kunden wurden bereits ausgeliefert, die Massenproduktion des neuen Prozessors soll laut Samsung jedoch erst im August beginnen und könnte möglicherweise bereits in der kommenden Generation an Samsung-Produkten zum Einsatz gebracht werden, beispielsweise dem Galaxy Note 3 oder neuen Galaxy Tab Modellen. Immerhin steht nach wie vor das Gerücht eines Galaxy Tab 3 Plus im Raum, welches mit 2.560 x 1.600 Pixel Displayauflösung einen entsprechend leistungsfähigen Prozessor benötigt.

[Quelle: Samsung Tomorrow | via AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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