NexDock macht das Smartphone und Tablet zum Notebook

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NexDock

Was Windows 10 Mobile von anderen Plattformen abhebt ist Windows Continuum, womit sich das Windows Smartphone im Handumdrehen in einen PC-Ersatz verwandeln lässt – was auch NexDock auf eigene WQeise ermöglicht. Mit dem Unterschied, dass das Konzept des Notebook-Dock nicht auf das Microsoft-Betriebssystem beschränkt ist. Auch andere Geräte lassen sich so zum Notebook umfunktionieren.

Anfang 2011 versuchte sich Motorola an einem neuen Konzept namens Webdock, welches bereits zwei Jahre nach seinem Start eingestellt wurde und in fast dieselbe Richtung geht das NexDock. Im Gegensatz zum Original wird das Notebook-Dock via IndieGoGo von der Community finanziert und richtet sich neben Windows 10 Mobile Geräte auch an andere Betriebssysteme wie Android. Selbst für den Raspberry Pi ist das ungewöhnliche Gadget geeignet.

NexDock macht das Smartphone zum Notebook

Im Prinzip besteht das NexDock aus nichts anderem als ein 14,1 Zoll Display mit 1.366 x 768 Pixel Auflösung, einem integrierten Akku um das Display mit Strom zu versorgen sowie einer Bluetooth-Tastatur inklusive Touchpad. All das ist in einem Notebook-Gehäuse untergebracht – der Akku ist dabei mit seinen 10.000 mAh Kapazität gleichzeitig auch zum Aufladen des Smartphone-Akkus geeignet.

Schließt man nun ein Windows 10 Mobile Smartphone an, wird automatisch Windows Continuum mit der Desktop-Ansicht gestartet und man kann wie mit einem normalen Notebook arbeiten. Zu beachten ist in diesem Fall, dass das Windows Smartphone mindestens einen Snapdragon 617 Prozessor benötigt (zum Beitrag). Der Anschluss erfolgt dabei ganz normal via Mini-HDMI. Zusätzlich steht zweimal USB 2.0 zur Verfügung, ein MicroSD-Slot zur Speichererweiterung und ein Kopfhörer-Eingang. Die Tastatur und das Touchpad werden drahtlos über Bluetooth 4.0 verbunden.

Der große Vorteil des NexDock liegt jedoch darin begründet, dass es nicht nur mit Windows 10 Mobile Geräten zusammenarbeitet. Über den besagten HDMI-Port lassen sich auch Geräte mit Android, iOS oder Ubuntu Touch wie das BQ Aquaris M10 Tablet (zum Beitrag) anschließen. Im Fall des iPhone wird sogar Apple AirPlay unterstützt: Das Apple Smartphone wird zum Controller für Spiele, welche auf dem Notebook-Dock ablaufen.

Das NexDock versteht sich über den HDMI-Anschluss zudem mit HDMI-Sticks vom Schlag eines Intel Compute Stick (zum Beitrag) oder ein Raspberry Pi. Wer will kann auch ein richtiges Notebook anschließen und das NexDock kurzerhand als zweiten externen Monitor verwenden.

Preise und Verfügbarkeit

Insgesamt hofft das Team hinter dem NexDock auf einen Erlös von mindestens 300.000 US-Dollar, um ihr Projekt realisieren zu können. Je nachdem wie viel das angestrebte Ziel überschritten wird, soll eine der USB 2.0 Buchsen gegen eine USB Typ-C Buchse ausgetauscht werden (bei 500.000 US-Dollar) und die Auflösung des Displays erhöht (ab 1 Million US-Dollar). Bis etwa Mitte März ist Zeit, dieses Ziel zu erreichen. Aktuell sind bereits über 49.000 US-Dollar zusammengekommen.

Die eigentliche Entwicklung scheint hingegen schon sehr weit fortgeschritten zu sein, denn bereits im Juni sollen die ersten Geräte an die IndieGoGo-Unterstützer ausgeliefert werden. Derzeit ist man bereits mit 99 US-Dollar zuzüglich der Versandkosten dabei, bevor das Notebook-Dock für reguläre 149 US-Dollar verkauft wird.

Es gibt sogar schon Pläne für weitere Varianten des NexDock. So sind neben dem Notebook selbst noch ein kompletter Monitor mit Tastatur und auch eine Art Bilderrahmen für die Zukunft angedacht, um noch mehr Möglichkeiten zu bieten.

Denn die Macher des NexDock gehen davon aus, dass Smartphones sowie Tablets immer leistungsstärker werden und im gewissen Rahmen klassische PCs verdrängen. Da wäre ein Dock wie es sich das Team hinter dem Notebook-Dock vorstellt preiswerter. Immerhin könnte man je nach Notwendigkeit das passende Dock nutzen.

Ob man selbst diese Ideen verwirklichen kann, hängt ganz vom Erfolg des aktuellen Projektes ab.

[Quelle: IndieGoGo]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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