Nexus 7 (2012) bekommt neues Leben dank Android 4.3

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Android 4.3 bringt TRIM-Befehl auf altes Nexus 7

Dieser Tage ist nicht ganz unberechtigt die größte Aufmerksamkeit der Tech-affinen Medien und Kaufwilligen Kunden auf das neue Nexus 7 von Google und ASUS gerichtet, welches letzte Woche Mittwoch im Rahmen des „Frühstücks mit Sundar Pichai“ offiziell vorgestellt wurde. Was daher zwangsläufig aus dem Fokus rückt ist das „alte“ Nexus 7 aber das bei genauerer Betrachtung sogar ein wenig zu Unrecht.

Keine Frage, das neue Nexus 7 bietet Technik zum Verlieben: Ein 7″ großes FullHD IPS Display, ein als Snapdragon S4 Pro „versteckter“ Snapdragon 600, 2 GB RAM und in der großen Ausführung mit 32 GB internem Speicher und LTE-Modem, bei welchem es selbst ein kleines Hickhack durch Google gibt. Was dabei gerne mal vergessen wird von Kaufwilligen, ist die alte Generation des Nexus 7, welche Google zusammen mit ASUS im letzten Jahr vorgestellt hatte. In den letzten Monaten wurde bei vielen Besitzern das 2012er Nexus 7 allerdings spürbar langsamer, die Performance war nicht mehr mit der nach dem Auspacken zu vergleichen.

 

Neues Speicher-Management für bessere Performance

Das Google mit Android 4.3 Jelly Bean wieder einen Performance-Schub für Android-Geräte bringen will, war abzusehen und auch erwartet. Und erfreulicherweise gilt das insbesondere für die immer langsamer werdenden Nexus 7 Geräte, was an der neuen Art des Speicher-Managements von Android liegt. Denn Android 4.3 Jelly Bean unterstützt den von SSD-Flash-Laufwerken her bekannten TRIM-Befehl für Flash-Speicher, wie die Kollegen von AnandTech bei einer genaueren Untersuchung von Android 4.3 festgestellt haben.

Beim TRIM-Befehl wird dabei dem Controller des Flash-Speichers mitgeteilt, welche Bereiche auf dem Speicher nach dem Löschen von Daten als ungültig markiert und wieder überschrieben werden können. Ohne dem TRIM-Befehl würde der Speicher-Controller nicht immer mitbekommen, wann Datenblöcke wieder überschrieben werden können und fragt jedes Mal das Betriebssystem nach den entsprechenden Informationen ab, was mit der Zeit zu den Performance-Problemen führt. Der TRIM-Befehl auf Geräten mit Android 4.3 Jelly Bean wird dabei einmal am Tag ausgeführt, sofern das Smartphone oder Tablet für mindestens eine Stunde nicht genutzt wurde und mindestens 80% Restkapazität im Akku hat oder am Ladekabel hängt. Bei den meisten dürfte der TRIM-Befehl also in der Nacht ausgeführt werden.

Mit der TRIM-Unterstützung in Android 4.3 Jelly Bean gehört nun also das mit der Zeit langsamer werden eines Android-Gerätes der Vergangenheit an und man kann nur hoffen, dass die OEM-Hersteller mit den Updates auf Android 4.3 Jelly Bean den TRIM-Befehl ebenfalls unterstützen werden. Denn der Performance-Schub ist für das alte Nexus 7 deutlich spürbar, macht es aber trotz allem nicht zu einem neuen Nexus 7. Auch wenn der Gedanke daran sicherlich geil ist.

[Quelle: AnandTech | via 9to5Google]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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