Nexus 7 (2013): Petition verlangt Kurswechsel von Qualcomm

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Nexus 7 (2013): Petition verlangt Kurswechsel von Qualcomm

Im Jahre 2009 brachte Google in Zusammenarbeit mit HTC das erste Smartphone der mittlerweile recht beliebten Nexus-Familie auf den Markt: Das auf dem HTC Desire basierende Nexus One. Mittlerweile sind drei Tablets zu den Smartphones hinzu gestoßen, beim neusten Tablet gibt es allerdings etwas Knatsch. Eine Petition der Community soll nun für einen Kurswechsel bei Qualcomm sorgen.

Die letzten Tage waren ein wenig turbulent was das neue Nexus 7 betrifft, insbesondere Qualcomm ist in der Sache nicht ganz unbeteiligt. Denn Qualcomm ist einer der wenigen Hersteller mobiler Prozessoren, welcher weder Quellcode noch proprietäre Binaries für seine Plattformen bereitstellt (zunmindest in dem Umfang wie es sich das AOSP-Team wünschen würde) und das zeigt sich besonders bei den Nexus-Geräten in negativer Weise: Factory Images für Qualcomm-basierende Nexus-Geräte können nicht veröffentlicht werden. Letztes Jahr hat es das Nexus 4 getroffen, allerdings wurden da die Missstände irgendwie aus der Welt geschafft.

Doch vor wenigen Tagen hat dasselbe Problem erneut zugeschlagen beim Nexus 7, welches mit einem gebremsten Snapdragon 600 ausgestattet ist. Dieses Mal ist die Sache aber ein wenig anders, denn Qualcomm weigert sich für das Android Open Source Project entsprechende (proprietäre) Binaries zur Verfügung zu stellen, weswegen eine komplette AOSP-ROM aufgrund mangelnder GPU-Unterstützung nicht auf dem aktuellen Android-Flaggschiff booten kann. Ein Umstand, welcher erst kürzlichst Jean-Baptiste Quéru das Handtuch als AOSP-Chef hat werfen lassen.

 

Petition an Qualcomm

Doch die Community und Nexus-Fans wollen sich das nicht gefallen lassen und wollen per Petition Qualcomm dazu bewegen, der Freigabe der Factory Images und AOSP-tauglichen Binaries zuzustimmen. Ob die Petition wirklich etwas an der Situation ändern kann, darf bezweifelt werden, wie das unter anderem JBQ selbst sieht. In seinen Augen sind solche Petitionen verschwendete Zeit, sowohl für die Nutzer als auch die Entwickler, welche sich zusätzlich neben ihrer eigentlichen Arbeit mit einer solchen Petition selbst beschäftigen müssen, anstatt an einer eventuellen Lösung arbeiten zu können.

Andererseits sind solche Petitionen eine der wenigen Möglichkeiten der Nutzer, sich überhaupt Gehör bei den Herstellern verschaffen zu können. Insofern sehen wir eine solche Petition nicht komplett mit kritischen Augen, auch wenn deren Erfolgsaussichten sehr gering sind. Übrigens glaubt JBQ ebenfalls nicht daran, dass das boykottieren eines Herstellers etwas ändern könne.

[Quelle: Change.org & Jean-Batiste Quéru | via AndroidAuthority]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Michel schreibt:

    Schliesse dich deiner Meinung an. Die werden das nicht mehr freigeben wollen. Vielleicht setzt Google dann aber auch auf einen anderen Chiphersteller. Fände eine Kooperation mit Intel sehr interessant, aber deren Ansatz ist so effektiv und innovativ, dass Intel wohl noch weniger gewillt ist, die Binaries freizugeben.

    P.S.: Nach meiner Rechnung sind mittlerweile 3 Tablets zur Nexus-Reihe hinzugestoßen;o)

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