NFC als Bezahlstandard – Ja, nein, Jein.

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Near Field Communication
NFC ist ja an sich eine tolle Sache, man hält das Handy an einen Sensor und überträgt Daten, bezahlt etwas, speichert etwas, schaltet etwas am Smartphone an oder aus, bekommt Zugang zu einem Raum… Doch NFC tut sich etwas schwer, sich als Standard durchzusetzen. Wir haben uns genauer angeschaut, warum.

Vor einer Weile haben wir uns bereits mit dem Thema „NFC – Fluch oder Segen?“ in der Folge 4/2012 von „anDROID talk“ befasst. NFC (Near field Communication) ist eine Form der Datenübertragung, die hauptsächlich für Bezahlfunktionen eingesetzt werden kann, oder zur Übertragung von kleineren Datenmengen über kurze Distanzen (Smartphone auf Tisch z.B.).

In Österreich wurde bereits im April zusammen mit A1 und Paybox ein Projekt gestartet, bei dem Kunden diverse Dinge via NFC zahlen können, zum Beispiel im Merkur Supermarkt oder bei McDonalds sowie in A1 Filialen. Außerdem gibt es die Möglichkeit beispielsweise Karten für die U-Bahn via NFC zu kaufen.

Ende Juli hieß es noch von A1 Chef Hannes Ametsreiter: „NFC steht bei uns ganz, ganz vorne“. Obwohl das Projekt sehr gut gelaufen sei, wird nun alles eingestanzt. Bis 31.12.12 wird es komplett eingestellt und NFC Zahlungen sind dann bei den Partnern nicht mehr möglich. Wieso dies so ist wird auch erklärt. „Ein derartiges Zahlungsmittel erscheint nur mit Beteiligung aller Netzanbieter sinnvoll, dies ist in der derzeitigen Marktsituation nicht möglich.“
Mit diesem Schritt reagiert man auf das Feedback der Kunden, die sich national und international eine übergreifende Bezahllösung wünschen, die Netzbetreiber dabei aber nicht mitspielen.

Tatsache ist, dass gerade n Österreich der Telekommunikationsmarkt stärker umkämpft ist, als in Deutschland und zum Beispiel T-Mobile in Österreich 2013 mit einer eigenen Lösung ins Rennen gehen will. Unterschiedliche Lösungen schießen wie „Schwammerln“ aus dem Boden und erschweren eine Standardisierung.

Ganz abgeschrieben hat man NFC in Österreich aber noch nicht, da A1 zum Beispiel bei der eigenen A1 Visa Karte an einer „Virtualisierung“ dieser mittels NFC arbeitet.

Ganz anders schaut es in Deutschland aus; dort wird NFC in immer mehr Projekten getestet, wie zum Beispiel bei der Deutschen Bahn, die zuletzt ein Testprogramm mit 30.000 Kunden durchführte. Nun soll die Ticketbezahlung für alle mittels NFC geöffnet werden.

Man benötigt lediglich die App „Touch & Travel“, die es für Android, iOS und Symbian gibt. Windows Phone Besitzer gehen noch leer aus. Sollte man kein NFC haben, kann man den dienst trotzdem nutzen, mit der Eingabe oder Einscannen des Codes ins App. Abgerechnet wird dann im Monatsintervall.

Wie seht ihr den Bazahldienst mit NFC? Zu unsicher? Würdet ihr ihn nutzen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

[Quelle:  mobiflip.de | derStandard.at]

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Alexander ist Internetjunkie und Android Fanboy ;), der auch etliche Social Networks unsicher macht und ständig auf dem neusten Stand der Technik sein will. Beruflich ist Alex als Softwaretester unterwegs und Musikliebhaber ist er auch noch.

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