Nokia plant für 2016 die Smartphone-Rückkehr

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Nokia

2014 sorgte der finnische Konzern Nokia für enorme Schlagzeilen: Der einstige Marktführer für Mobiltelefone verkauft seine komplette Smartphone-Sparte an Microsoft. Den Deal eingefädelt hatte der ehemalige Microsoft-Manager Stephen Elop, nachdem die Geräte der Lumia-Reihe nicht den gewünschten Erfolg brachten. Wie nun bekannt wurde wollen sich die Finnen aber doch noch nicht so ganz aus der Smartphone-Branche zurückziehen.

In den späten 90er Jahren bis Ende 2000 kam man auf dem Mobilfunkmarkt kaum an Nokia vorbei. Der finnische Konzern stellte einige der beliebtesten Handys und später auch Smartphones her, bis 2007 das erste Smartphone mit dem Apple iPhone vorgestellt wurde. Ab da ging es mit dem Geschäft erheblich abwärts: Die Finnen konnten sich nicht schnell genug den neuen Trends mit dem Touchscreen anpassen und verloren den Anschluss. Aber so schnell gibt man nicht auf.

Nokia gibt neue Smartphone-Pläne bekannt

Auch nach dem Verkauf der Mobile-Sparte an den US-Konzern Microsoft will Nokia das Smartphone-Geschäft nicht komplett aufgeben. Wie CEO Rajeev Suri in einem Interview mit dem Manager Magazin erklärte, will man 2016 wieder zurück auf den Markt. Allerdings nicht so wie manch ein langjähriger Nokia-Fan sich das wünschen würde: Der finnische Konzern wird keine eigenen Geräte herstellen. Letztlich ist es auch keine echte Neuigkeit mehr, da es trotz einiger Dementi, entsprechende Gerüchte schon länger gibt (zum Beitrag).

Wie der Manager erklärte, werde man ab Mitte 2016 lediglich seinen Namen an interessierte Hersteller lizenzieren und die Geräte auch selbst designen. Der ganze Rest wie Produktion, Verkauf und Vermarktung überlässt man den Lizenznehmern. Eben so wie man es mit dem in China sehr erfolgreichen (zum Beitrag) Android Tablet Nokia N1 und Foxconn bereits handhabt. Denn laut dem Vertrag mit Microsoft zur Übernahme der Mobile-Sparte der Finnen, darf sich Nokia bis mindestens Mitte 2016 nicht im Smartphone-Geschäft betätigen. Sobald diese Sperrfrist jedoch abgelaufen ist, will der einstige Marktführer wieder aktiv werden.

Keine Vorteile für deutsche Konzerne bei HERE Maps

Auch zum Verkauf von Nokia HERE Maps hat sich der CEO gegenüber dem Manager Magazin geäußert. So sehe er das deutsche Bieter-Konsortium aus BMW, Audi und Daimler keineswegs in einer vorteilhaften Position. Eher im Gegenteil, wie er in dem Interview sagt:

„Jeder, der das Geschäft langfristig besser machen kann, ist ein guter Käufer.“

Insofern ist der Verkauf von HERE Maps auch weiterhin offen und noch lange nicht entschieden. Zumindest beruhigt es zu wissen, dass sich Nokia trotz des Verkaufs der HERE-Sparte auch weiterhin Gedanken um deren Zukunft macht. Aber um einiges spannender dürfte die Strategie sein, was den Smartphone-Markt betrifft. Denn ein richtiges Android Smartphone von Nokia wird schon lange gefordert und ab Mitte 2016 könnte dies dann auch endlich Realität werden.

 

[Quelle: Manager Magazin]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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