Nordkorea: Tablet „Achim“ ist ein Erfolg

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Wenn über Technologie und Korea berichtet wird, ist meistens der westlich orientierte Teil Südkorea gemeint. Samsung, der aktuell größte Smartphone-Hersteller der Welt und sein Konkurrent LG kommen beide aus Südkorea. Von Nordkorea wird bei der Berichterstattung in der Technik-Szene sehr selten berichtet, wenn überhaupt. Umso erstaunlicher ist, dass es in Nordkorea doch so etwas wie Hochtechnologie gibt.

Und nach offiziellen Angaben ist das erste Tablet aus eigener Produktion sogar ein voller Erfolg, wie NK News mit Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur KCNA (Korean Central News Agency) zu berichten weiß. Das für deutsche Ohren vertraut-klingende Tablet namens Achim ist vor allem im Bildungssektor ein Renner. „Achim“ ist übrigens koreanisch und bedeutet auf Deutsch in etwa „Morgen“. Dabei ist das Tablet mit seinem 7″ Display, der 5 Stunden Akkulaufzeit und gerade mal 300 Gramm Gewicht nicht gerade Hightech wie ein Nexus 7 von Google und ASUS. Programme beispielsweise sind in den Sprachen Koreanisch, Englisch und Russisch bereits vorinstalliert, womit Lehrmaterialien, Wörterbücher und wissenschaftliche Dokumente betrachtet werden können. Der nordkoreanische Lehrer Ri Yonk Suk von der Pyonyang Secondary School Nummer Eins in Pjöngjang sagte, dass das PAD hilfreich bei der Erziehung und Entwicklung intellektueller Fähigkeiten der einzelnen Schülern sei.

Bildquelle: KCNA / NK News

Üblicherweise lässt sich das Regime um den aktuellen Machthaber Kim Jong-un wenig bis über haupt nicht in die Karten schauen, weswegen über das verwendete Betriebssystem nur spekuliert werden kann. Als sehr wahrscheinlich gilt die Verwendung von „Red Star“, einem selbstentwickelten Betriebssystem auf Linux-Basis. Selbst über die technische Ausstattung wie etwa verwendete CPU, die Speicherausstattung oder Displayauflösung ist so gut wie nichts bekannt. Zudem ist auch nicht gesichert, ob das Tablet wirklich in Nordkorea hergestellt wird, wie KN News weiter berichtet. Das Tablet sieht übrigens dem iPad von Apple ziemlich ähnlich vom Design her, dennoch räumen Beobachter einer eventuellen Patentklage gegen die Macher von „Achim“ keine Chancen ein. Dafür dürften spätestens die nordkoreanischen Gerichte sorgen, die eine derartige Anklage gegen das eigene Produkt abweisen könnten.

Bildquelle: KCNA / NK News

[Quelle: NK News | via PC Welt; Bildquelle: KCNA und NK News]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Aha Tablets bauen lassen aber das Volk darf weiter hungern und dem „geliebten Führer“ weiter zu jubeln. Wobei ich denke die Technologie haben die von China, sind ja irgendwo deren Verbündeten. (Kommt sonst auch kein Land in Frage, Japan ist dort verhasst und zwischen Nord- und Südkorea kommt nix durch, da ist alles dicht.

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