NVIDIA, Qualcomm und Co: Smartphones und Tablets lassen Kassen klingeln

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Sie stecken in einer Vielzahl der verschiedensten Geräte, doch die stärksten unter ihnen finden sich in Smartphones und Tablets wieder. Die Rede ist von den Chipsätzen, welche die Herzen und Antriebskraft unserer täglichen Begleiter sind. Und weil Smartphones und Tablets einen so reißenden Absatz finden, können sich die Hersteller dieser Chipsätze einfach nur freuen. Finanziell ging es quasi überall bergauf.

Das hat vor allem NVIDIA zu spüren bekommen, die eigentlich für ihre Grafikkarten der GeForce-Reihe für Desktop und Tesla-Grafikkarten für den professionellen Einsatz bekannt sind. So wuchs der Umsatz der Kalifornier allein im letzten Quartal um gute 12,9% auf nunmehr 1,2 Milliarden US Dollar und auch der Gewinn legte um 17,3% auf gute 209 Millionen US Dollar zu. etwa 30% davon entfallen auf die von NVIDIA als „Non-PC“ bezeichneten Chips, sprich die Tegra-Familie für ARM-basierte Geräte. Der Tegra3 beispielsweise schlummert in vielen Quadcore-Tablets, den beiden Smartphones HTC One X/X+, dem LG Optimus 4X HD, der Videospielkonsole OUYA und dem Windows 8 Tablet Surface RT.

Ähnlich gut erging es auch dem Konkurrenten Qualcomm, die ihr Ergebnis im dritten Quartal ebenfalls deutlich steigern konnten. Beim Umsatz legte der ebenfalls in Kalifornien beheimatete Konzern um 18% auf 4,87 Milliarden US Dollar zu, während der Gewinn um 20% auf 1,27 Milliarden US Dollar kletterte. Die Ergebnisse bilden damit das Abschlussquartal von Qualcomms Geschäftsjahr, in dessen Verlauf Qualcomm insgesamt gut 19 Milliarden US Dollar Umsatz erwirtschaftete. Ein Wachstum von 28% im Vergleich zum Vorjahr aber nicht so erfreulich für die Anteilseigner wie das Wachstum des Gewinns: Ganze 43% legte der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr zu, auf 6,1 Milliarden US Dollar.

Hauptgrund ist die deutlich gestiegene Nachfrage nach den Chipsätzen der Snapdragon-S4-Familie, Qualcomm hat 590 Millionen dieser Chipsätze für Smartphones und Tablets dieses Jahr aufgeliefert, 141 Millionen davon alleine im dritten Quartal. Das entspricht einem Anstieg von 22 bzw. 19% im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Schätzungen zufolge ist Qualcomm damit die dominierende Kraft bei den 3G/4g-Geräten, von denen laut Qualcomm im letzten Jahr rund 846 bis 863 Millionen Geräte ausgeliefert wurden. Im dritten Quartal 2012 sind es knapp 212 Millionen gewesen.

Der Halbleiter-Industrie für ARM-Chipsätze geht es also prächtig, könnte man meinen. Als deutlicher Gewinner tritt dabei Qualcomm auf, die mit ihrer Snapdragon-S4-Familie eine schlagkräftige Lösung parat haben. Einzig Texas Instruments musste Rückgänge verzeichnen, wie wir bereits vor einiger Zeit berichtet haben. Zwar will der Konzern keine neuen Kunden mehr mit neuen Chipsätzen beliefern aber dennoch könnte TI mit seiner OMAP-Plattform zurückkommen. Vorausgesetzt an den Gerüchten um Amazon ist was dran.

[Quellen: NVIDIA & Qualcomm | via AreaMobile]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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