Open Source Projekt will WhatsApp auf den Desktop bringen

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WhatsApp für den Desktop

WhatsApp ist einer der vermutlich erfolgreichsten Multiplattform-Messenger der jüngeren Vergangenheit, was Milliarden an verschickten Nachrichten pro Tag immer wieder aufs Neue beweisen dürften. Kaum ein anderes Tool wird dermaßen häufig genutzt, um von Android zu iOS zu Windows Phone oder zu Symbian und untereinander zu kommunizieren. Nur warum nicht über den Desktop?

Das fragen sich Millionen von Nutzern schon seit längerem, denn die Nachrichten über den PC verfassen zu können wäre nicht gerade selten eine enorme Erleichterung. Zumal wenn man eh am PC arbeitet, muss man nicht erst umständlich sich vom Monitor und Tastatur abwenden, das Smartphone einschalten, (mit einer PIN) entsperren, die Nachricht lesen, darauf antworten und sich dann wieder dem Geschehen auf dem PC-Monitor zuwenden. Nur sperren sich die WhatsApp-Entwickler bisher vehement gegen die Nutzung am Desktop-PC, sieht man mal von Remote-Lösungen wie VPN zum Androiden oder die Nutzung via BlueStacks/AMD AppZone ab.

Wenn aber WhatsApp selber nicht aktiv wird, dann müssen es halt findige und willige Entwickler selbst in die Hand nehmen. So wie die Programmierer des „WhatsApp Desktop Client“-Projektes, welches auf Open Source Basis WhatsApp für den Desktop machen will. Allerdings ist das nicht ganz ohne Komplikationen, die sich auf die Art der Authentifizierung beziehen: WhatsApp kann offiziell nur auf einem Gerät mit gültiger Handy-Nummer installiert werden, da bei der Anmeldung bei den WhatsApp-Servern die Telefonnummer des Smartphones als Passwort genutzt wird. Für den Desktop eine denkbar schlechte Wahl.

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Die Software, welche übrigens in der Programmiersprache C# geschrieben wird, steht bereits soweit und die Entwickler tüfteln an der Lösung für das Authentifizierungsproblem. Aber es droht auch von ganz anderer Stelle ein Problem. Denn die Entwickler von WhatsApp selbst könnten dem ganzen Projekt auch einen digitalen Riegel vor die Nase hauen, indem die Art und Weise der Authentifizierung geändert wird, einfach bestimmte Ports für die WhatsApp-Server gesperrt werden oder auf eine Art und Weise, wie wir sie uns bisher nicht einmal vorgestellt haben. Möglich ist heutzutage leider vieles. Auch das die Entwickler von WhatsApp selber einlecken und einen Desktop-Client aufgrund der Beliebtheit entwickeln.

WhatsApp Messenger
Entwickler: WhatsApp Inc.
Preis: Kostenlos
[Quelle: WhatsAp Deskop Client | via SmartDroid]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Pingback: Michaels Tagebuch (Open Source Projekt will WhatsApp auf den Desktop bringen)

  2. Matthias schreibt:

    Ich verstehe den ganzen Hype nicht. Hangouts kann das alles schon seit Jahren.

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