Ostendo plant 3D-Hologramm-Chip für Smartphones bis 2015

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3D-Hologramm-Chip für Smartphones

In kleinen und unscheinbaren Städtchen gibt es nicht selten ebenso kleine Unternehmen, die unermüdlich an visionären Ideen und neuen Technologien forschen und entwickeln. Ein solches kleines Unternehmen ist Ostendo und will bis 2015 die Produktion von Hologramm-erzeugenden Modulen beginnen. Die Zukunft aus Star Wars ist nicht mehr fern.

Als der US-amerikanische Drehbuchautor, Produzenten und Regisseur George Lucas mit „Krieg der Sterne“ den ersten Teil einer ganzen Saga erschuf, waren viele von den technologischen Möglichkeiten des Star-Wars-Universums fasziniert. Wer erinnert sich nicht an die Szene, als der Roboter R2D2 eine 3D-Projektion von Prinzessin Leia abspielte und man sich dachte „Mensch wäre das toll, wenn das schon heute funktionieren würde“. Wie es scheint müssen wir uns nur noch bis zum nächsten Jahr gedulden und der Traum vom 3D-Hologramm aus dem Smartphone heraus wird wahr werden.

Das 3D-Hologramm in der Hand

Denn das eingangs erwähnte Unternehmen Ostendo forscht seit über neun Jahren an genau solch einer Technologie: Die Projektion eines 3D-Hologramm mit Hilfe des eigenen Smartphones. Was das erstaunliche an der Technik selbst ist, ist dessen Größe. Der aktuelle Prototyp des 3D-Hologramm-Chips ist nicht viel größer als ein aktuelles Kamera-Modul. Inklusive Linse sind es gerade mal 0,5 Kubikzentimeter und dennoch ist das projizierte Bild mit einer Diagonale von bis zu 48 Zoll geradezu riesig im Verhältnis. Hussein El-Ghorounry begründet die Forschung seines Unternehmens übrigens folgendermaßen:

Über die Jahre hinweg hat sich die Verarbeitungsleistung von Prozessoren verbessert, Netzwerke haben mehr Bandbreite. Was fehlt, ist eine entsprechende Entwicklung im Displaybereich.

Das dreidimensionale Hologramm wird von einem sogenannten Ostendo Quantum Photonic Imager erzeugt, welcher Ergebnis der Jahrelangen Forschung ist. Dieser besteht aus einem speziellen Bildprozessor einem Wafer, auf welchem wiederum unzählige Micro-LEDs verteilt sind. Mit Hilfe der Ostendo-Technologie wird das holografische Bild mit einer Pixeldichte von 5.000 PPI erzeugt, was in der großen Diagonale des Bildes von bis zu 48 Zoll resultiert. Laut El-Gorounry arbeite man derzeit daran, die Micro-LEDs noch weiter zu verkleinern, um eine noch größere Auflösung und damit eine ebenso gesteigerte Diagonale zu ermöglichen.

 

Das erste Smartphones mit dem 3D-Hologramm-Chip von Ostendo im kommenden Jahr vorgestellt werden stehen dabei ziemlich gut. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Carlsbad hat bereits zu einigen Herstellern erste Kontakte geknüpft, damit dem Einsatz in Smartphones nichts im Wege steht. Kapital hat Ostendo selbst jedenfalls genug: 90 Millionen US-Dollar von Risikokapitalunternehmen und nochmals 38 Millionen US-Dollar von DARPA, der Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums.

[Quelle: Golem]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Jupp schreibt:

    Der 3D-Hologramm-Chip wurde wegen geänderter Priorisierung zunächst ausgesetzt. Das Unternehmen forscht derzeit mit Hochdruck an einem Fluxkompensator-Chip für das US-Verteidigungsministerium.

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