OUYA: 10 Millionen Dollar Finanzspritze von Alibaba

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OUYA Android Spielkonsole

2013 sorgte das kleine StartUp OUYA mit seiner gleichnamigen Videospielkonsole für ordentlich Schlagzeilen, die es sogar in die Fernsehnachrichten schafften. Das äußerst erfolgreiche Crowdfunding-Projekt hat seit damals stark an Interesse verloren und konzentriert sich heute nur noch auf Software und Dienste. Und das mit einem neuen Investor.

Es war eines dieser kleinen Wunder-Projekte, die quasi über Nacht zum ganz großen Erfolg wurden: Die OUYA getaufte Videospielkosnole sollte mit Hilfe eines NVIDIA-Prozessors und Android als Betriebssystem den Großen der Branche – der Playstation und Xbox – das Fürchten lehren. Was anfangs noch sehr vielversprechend aussah, wurde leider nicht zu dem erhofften Erfolg. Nur erfüllten sich die hochgesteckten Ziele nicht: Von der Konsole redet heute kaum noch jemand.

OUYA und neue Zukunftsaussichten

Aber das könnte sich vielleicht ändern, wenn das Unternehmen hinter der Android-Konsole sich mit neuer Software und stark verbesserten Diensten wieder in den Ring der Android-Konsolen begibt. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat der chinesische eCommerce-Gigant Alibaba 10 Millionen US-Dollar in die OUYA Inc. investiert. Das Ziel der Partnerschaft sei es, die OUYA-Plattform an sich und über 1.000 Spiele in die Android-basierende Set-Top-Box des chinesischen Konzerns zu implementieren.

Für das US-StartUp mit Sitz im US-amerikanischen Santa Clara wäre es eine Chance wieder zu alter Größe zurückzufinden. Gerade da sich China vor nicht allzu langer Zeit für Videospielkonsolen öffnet, könnte darin ein Milliardengeschäft liegen. Die nötige Expertise, das passende Betriebssystem und eine recht gut funktionierende Plattform inklusive Online-Anbindung und App Store besitzt OUYA ebenfalls. Dieses Paket lizenziert das Unternehmen an Hersteller von Android-Konsolen. Dabei braucht es nicht mal den vorinstallierten App Store:

Für Alibaba wäre es ein äußerst lukratives Geschäft, da wie gesagt der Videospielmarkt in China gerade regelrecht am Boomen ist. Außerdem bietet der Konzern mit der Tmall Box 2 selbst eine auf Android basierende Set-Top-Box in China an, welche man zusammen mit der Software an andere Hersteller lizenziert. Mit der OUYA-Integration hätte Alibaba ein gutes Argument für seine Plattform. Außerdem könnte der Konzern noch weitaus mehr chinesische Haushalte erreichen, welche die Online-Shops des Konzerns besuchen könnten. Sozusagen eine Win-Win-Situation für beide Partner.

[Quelle: Wall Street Journal]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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