Pebble Smart Watch: Hersteller kümmert sich um Zoll-Probleme

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Pebble Smart Watch und der europäische Zoll

Plattformen wie Kickstarter oder IndieGoGo sind gern genutzte Plattformen kleinerer Unternehmen, Entwickler und Tüftler, um Sponsoren für die Verwirklichung ihrer Projekte zu finden. Das Ganze nennt sich Crowdfunding und hat schon etliche erfolgreiche Projekte hervorgebracht, unter anderem die Pebble Smart Watch. Allerdings hat die Smart Watch in Europa mit Problemen beim Zoll zu kämpfen.

Anfang des Jahres verkündete der Hersteller und Entwickler der Uhr auf der CES 2013, dass in Kürze die ersten 15.000 Uhren an die Vorbesteller und Kickstarter-Backer verschickt werden würden. Damals ahnten deutsche Backer allerdings nicht, dass es zu argen Schwierigkeiten beim Versand nach Deutschland geben würde: Die Uhr blieb beim Zoll wegen fehlender Dokumente hängen! Der Deutsche Zoll hat die Empfänger angeschrieben und gesagt, dass die Uhr entweder an den Absender zurückgeschickt oder beim Zoll vernichtet werden müssten. Keine sehr angenehme Situation, weder für Kickstarter-Backer noch Eric Migicovsky, der Entwickler der Pebble Smart Watch.

Nachdem die Sache im offiziellen Pebble-Forum und dem Forum German Pebblers hochkochte, gibt es nun eine erste positive Entwicklung in der Geschichte. So umfasse das Problem mit dem Zoll mittlerweile auch Belgien, weswegen sich Pebble spätestens jetzt persönlich eingeschaltet und die fehlenden Papiere teilweise nachgereicht hat. Zumindest sollen die Uhren nun ihren Weg zu ihren deutschen Empfängern antreten, obwohl die Sache mit dem Deutschen Zoll „noch nicht 100-prozentig geklärt ist“.

 

In den Fängen der Bürokratie

Hintergrund sind fehlende Papiere, die für den Verkauf auf dem deutschen Markt unabdingbar seien. Zum Beispiel fehle ein deutsch-sprachiges Handbuch und die üblichen Warnhinweise bei Geräten mit Akkubetrieb. Selbst auf der Rückseite der Uhr fehlen diverse Aufdrucke, die erst mit der nächsten Charge angebracht werden konnten. Das und nichts anderes verhinderten die Auslieferung der Uhr. Die belgische Behöre BIPT (Belgium Institute for Postal service and Telecommunications) untersucht gerade nebenbei erwähnt, ob die beigelegten Papiere überhaupt europäischen Normen und Vorschriften entsprechen. An dieser Stelle könnte also durchaus neuer Ärger drohen.

Die Pebble Smart Watch selbst ist eines dieser Erfolgsprojekte von Kickstarter. Eigentlich wollte Entwickler Eric Migicovsky geringe 100.000 US Dollar für seine Vision einer Smart Watch einsammeln aber am Ende sind enorme 10 Millionen US Dollar zusammen gekommen. Daher musste die Produktion neu geplant werden, schließlich hat sich das Unternehmen vom Kleinserien- zum Großserien-Hersteller mausern können. Doch trotz dieser Umstellung in der Produktion können noch immer nicht alle Vorbesteller und Backer beliefert werden. Aber so oder so ist die Pebble Smart Watch mit ihrem eInk-Display jetzt schon eines der erfolgreichsten Projekte der Crowdfunding-Plattform Kickstarter.

[Quelle: Official Pebble Forum | via Heise Online]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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