Peter Chou: HTC wird zurück kommen

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Über mediales Echo und Begeisterungsstürme in der einschlägigen Fachpresse sind die meisten Unternehmen dieser Welt recht erfreut. Nur manchmal heißt das noch lange nicht, dass die entsprechenden Produkte auch bei der Zielgruppe so gut ankommen. Vor allem HTC bekommt das seit fast einem Jahr am eigenen Leib zu spüren.

Bereits das dritte Quartal in Folge gehen die Umsatz- und Verkaufszahlen zurück, obwohl man mit der aktuellen One-Reihe recht ansprechende Modelle in Sachen Leistung und Design hat. Darüber ist auch der CEO von HTC, Peter Chou, nicht sonderlich erfreut, wie aus einer eMail an die HTC-Belegschaft hervor ging. Darin äußerte er sich negativ über die Bürokratie und das diese reduziert werden sollte. Ebenso sprach Chou davon, dass die Konkurrenz ihren Einfluss, Markenbekanntheit und Werbebudget steigern konnte, während HTC zu solchen Dingen nicht in der Lage sein. Ironischerweise erinnert das fast schon an ein Rundschreiben, welches der aktuelle Chef von Nokia, Stephen Elop im Februar letzten Jahres an seine Mitarbeiter verschickte. Darin sprach Elop recht ähnlich über eine „brennende Plattform“.

Das was HTC aktuell widerfährt, kann fast schon als Musterbeispiel dienen. Als Beispiel dafür, dass ein gutes Presse-Echo und eine runderneuerte Modellpalette noch lange kein Garant für einen erfolgreichen Neustart ist. Erst recht nicht auf dem besonders dynamischen Smartphone-Markt, der sich quasi von Monat zu Monat ändern kann. Zwar sind die Stimmen überwiegend positiv zu den Modellen One S und One X, dennoch bleiben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück, ganz anders wie beim großen Konkurrenten Samsung. Produkte und Strategie ähnlich sich und dennoch ist Samsung der sichtlich erfolgreichere Konzern.

Dennoch bleibt Peter Chou zuversichtlich für die Zukunft, denn immerhin habe das Unternehmen für dieses und nächstes Jahr noch einige Geräte in Petto. Die Mitarbeiter sollen sich nur nicht von Berichten der Medien beeinflussen lassen, denn HTC „werde zurückkommen“. Ob das gelingt, werden wir vermutlich zur IFA in Berlin sehen, denn dort wird neben einem verbesserten One X auch das nächste Tablet der Taiwaner erwartet, möglicherweise sogar schon ein Gegenstück zum Galaxy Note von Samsung. Gute Zukunftschancen erhofft sich HTC zudem vom chinesischen Markt, auf dem man künftig stärker vertreten sein will. Nur seht ihr die Zukunft für HTC auch so positiv, wie der nette Herr Chou? Postet eure Prognosen in den Kommentaren.

[Quelle: Bloomberg | via SlashGear]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

4 Kommentare

  1. Mich wundert der „Absturz“ nicht … kommt davon, wenn man nicht auf seine Kunden hört.
    Die „Kunden“ mit Denkvermögen wollen halt die Möglichkeit haben eine microSD einzulegen und auch mal den Akku wechseln können. Hinzu kommt die Updatepolitik … monatelanges hinhalten von Kunden und dann Absage von Updates.

  2. Ja und Samsung macht ja alles besser. Ich hoff Sie kommen wieder machen für mich die besseren Smartphones

    • Von der Haptik her ist für mich HTC derzeit ganz weit Vorne, nur in Sachen Technik nicht ganz. Aber ich denke auch, dass HTC wieder im kommen sein wird.

  3. Hab das sensation und das ist mein erstes und letztes htc. Ich hoffe das die hersteller auch mal handys rausbringen ohne eigene ui .mein nächstes handy ist auf jeden fall ein nexus ohne die sense oder touchwitz oberfläche wo du eh monate lang auf ein update warten muss weil das neue betriebssystem erst angepasst werden muss.und wenn du glück hast bekommst du ein update aber da ist schon wieder eine neue version und so hängst du immer wieder nach.

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