Peter Chou: Wir haben die schlimmsten Zeiten hinter uns, 2013 wird besser

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Als Google Ende des Jahres 2008 sein Open-Source-Betriebssystem Android für Smartphones vorstellte, war der taiwanische Konzern HTC der erste Hardware-Partner. Das fast schon legendäre T-Mobile G1 aka HTC Dream legte den Grundstein für den Erfolg von HTC, der allerdings in den letzten Monaten doch arg gelitten hat.

Es war im Jahr 2011, als HTC enorm viele Modelle auf den Markt schmiss, die sich wenig bis kaum voneinander unterschieden. Man könnte rückblickend fast behaupten, dass die Taiwaner alle in der Entwurfsphase entstandenen Modelle auch wirklich umgesetzt hat, egal ob notwendig oder nicht. Diese Vielfalt führte dann zum allmählichen Sinkflug, den man 2012 auf dem MWC, also vor gut einem Jahr, mit der Ome-Reihe entgegen treten wollte. Wenig Modelle, gute Hardware und natürlich gute Software. Leider ist das Vorhaben nicht ganz das geworden was erhofft, weshalb es bis November zu einem Richtungswechsel brauchte.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal räumte Peter Chou gewisse Fehler ein, ohne jedoch die 2012 vorgenommenen Änderungen 2013 endlich umzusetzen. Das man den neuen Kurs bereits eingeschlagen hat, haben auch die Geschäftszahlen im November zeigen können. Dort ging es erstmals wieder nach oben, anstatt nach weiter unten. Selbst in China kann HTC stark gestiegene Verkaufszahlen vermelden.

Laut Peter Chou wurden vor allem im Marketing Fehler gemacht, was der Chef von HTC auf die doch begrenzten Mittel zurückführt. Kein Wunder, ist das Budget für Werbung doch bedeutend geringer als beispielsweise beim südkoreanischen Konkurrenten Samsung. Letzten Endes zählt dann doch nur die Qualität der Produkte, wie Peter Chou noch erwähnte und hier will HTC in diesem Jahr wieder angreifen.

Das HTC zum Wandel bereit ist, zeigte nicht zuletzt der Wechsel in der Spitze der Marketing-Abteilung, auch der Deal mit der UEFA für die Champions- und Europe-League dürften dem taiwanischen Konzern dabei helfen. Nur haben wir das irgendwie auch schon mal gehört. Aber schön wäre es, sollte es dieses Jahr tatsächlich klappen.

[Quelle: Wall Street Journal | via AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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