Porsche Mission E: Echte Konkurrenz für den Tesla S?

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porsche_mission_eAm Donnerstag öffnet die größte Auto-Messe auf deutschem Boden vorerst für Fachbesucher ihre Pforten und schon jetzt lässt Porsche kräftig die Werbetrommel mit dem Porsche Mission E erklingen. Denn in Zuffenhausen will man dem Tesla S mächtig Konkurrenz machen. Schaut man sich den Edelflitzer mit seinem kräftigen Elektromotor einmal genauer an, dann ist die Zuversicht des Herstellers von Luxusautos gar nicht mal so abwegig.

Bevor es das Fahrzeug jedoch tatsächlich zu kaufen gibt, wird es noch eine gewisse Zeit dauern: Das Fahrzeug ist nichts weiter als eine Studie, die auf der IAA 2015 in Frankfurt/Main ausgestellt wird. Dennoch sorgt der Porsche Mission E für einiges an Aufmerksamkeit und das durch die vielen kleinen technischen Raffinessen, welche die Ingenieure von Porsche im Innenraum des Fahrzeugs integriert haben.

Gestensteuerung im Porsche Mission E

So kommt unter anderem ein freistehendes Fahrerdisplay im Cockpit des Porsche Mission E zum Einsatz, welches auf einem OLED-Panel diverse Instrumente in der klassisch-runden Darstellungsform anzeigt. Das Besondere an diesem Panel ist jedoch, dass die 3D-Oberfläche sich automatisch an die Sitzposition und Körperhaltung des Fahrers anpasst, um jederzeit den optimalen Blick auf die Instrumente für Geschwindigkeit, Tankfüllung – in diesem Fall die verbleibende Akku-Kapazität – und weitere Informationen zu gewähren. Der Porsche Mission E zeigt gewissermaßen die Zukunft der Cockpit-Instrumente. Einige der Bedienelemente sollen sogar holografisch sein.

Technisches Highlight ist jedoch die Gestensteuerung der Instrumente. Diese erfolgt aus Sicherheitsgründen während des Fahrens nicht über die Hände, sondern über die Augen. Das Tracking-System verfügt über zahlreiche Kameras, über welche der Porsche Mission E erkennt, auf welches Instrument der Fahrer gerade blickt und diese steuern kann. Die Navigation selbst soll jedoch über klassische Tasten am Lenkrad erfolgen. Auch an anderer Stelle zeigt die Studie die Zukunft auf: Rückspiegel sucht man vergebens, denn für das Rückwärtsfahren kommen Kameras am Heck und ein großer Monitor in der Mittelkonsole zum Einsatz.

Schnell beim Aufladen und im Sprint

Ein weiteres Highlight aus technischer Sicht ist die Ladevorrichtung, die im Porsche Mission E zum Einsatz kommt. Gerade mal 15 Minuten soll es dauern, um die Akkus – ohne nähere Angaben zur Kapazität – auf bis zu 80 Prozent wieder zu befüllen. Dabei kommt ein neuartiges Ladesystem auf Basis von 800 Volt zum Einsatz, welches zudem auch noch induktiv arbeitet und so problemlos in der Garage unauffällig versteckt werden kann. Zumindest kommt man einigermaßen weit mit dem Spaßauto: Porsche spricht von bis zu 500 km Reichweite mit vollen Akkus.

Ansonsten ist der Porsche Mission E ein reinrassiger Sportwagen, welcher auf dem Design des Porsche 911 aufbaut. Im Gegensatz zu der deutschen Auto-Legende, ist der Mission E mit 1,30 m niedriger, ein Vier-Sitzer und besitzt zwei entgegengesetzt aufschwingende Türen, die gänzlich ohne B-Säule auskommen. Als Antrieb kommen im Porsche Mission E zwei permanenterregte Synchronmotoren (PSM) mit einer Gesamtleistung von bis zu 440 kW zum Einsatz, welche ihre Härteprüfung bereits bei Le Mans 2015 und dem Siegerwagen Porsche 919 Hybrid hinter sich haben.

Deren Vorteil besteht darin, dass sie beim Bremsen des Fahrzeugs etwas Energie wieder zurück gewinnen, um so die Akkus zumindest ein wenig zu schonen. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft die Studie übrigens innerhalb von respektablen 3,5 Sekunden.

Nur kaufen kann man den Porsche Mission E nicht: Es handelt sich wie gesagt vorerst um eine Studie anlässlich der IAA 2015, welche frühestens 2018 in einem voll-elektrischen Serienfahrzeug aufgehen soll. Wer von euch sich den Porsche auf der IAA in Frankfurt genauer anschauen will, bekommt vom Samstag, den 19. September – Sonntag, den 27. September 2015 in der Halle 3 Stand A12 Gelegenheit dazu.

[Quelle: t3n | Heise Auto]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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